Hans Malenbry schwört Urfehde, nachdem er wegen Ungehorsam gegen Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten ins Gefängnis gekommen war. Der Aussteller hatte gegen "erlangte recht" fremde, ausländische Gerichte angerufen und Drohungen gegen den Abt ausgestoßen. Er wird sich am Kloster nicht rächen, künftig gehorsam und unflüchtig sein, auch keinen anderen Herrn oder Schirm annehmen. Ansprüche gegen das Kloster und seine Leute wird er nur vor den zuständigen Gerichten geltend machen, alles bei Strafe von 100 rh fl. Als Bürgen stellt er unter Versprechen der Schadloshaltung Hans Kübler, Bürger von Altdorf, Zwilch von Ausnang, Stoffel Tuler, Michel Graf ("Graff"), Stefan Erhart und Martin Malenbry, alle vier von Kümmerazhofen ("Kumbrechtzhoven").
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Hans Malenbry schwört Urfehde, nachdem er wegen Ungehorsam gegen Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten ins Gefängnis gekommen war. Der Aussteller hatte gegen "erlangte recht" fremde, ausländische Gerichte angerufen und Drohungen gegen den Abt ausgestoßen. Er wird sich am Kloster nicht rächen, künftig gehorsam und unflüchtig sein, auch keinen anderen Herrn oder Schirm annehmen. Ansprüche gegen das Kloster und seine Leute wird er nur vor den zuständigen Gerichten geltend machen, alles bei Strafe von 100 rh fl. Als Bürgen stellt er unter Versprechen der Schadloshaltung Hans Kübler, Bürger von Altdorf, Zwilch von Ausnang, Stoffel Tuler, Michel Graf ("Graff"), Stefan Erhart und Martin Malenbry, alle vier von Kümmerazhofen ("Kumbrechtzhoven").
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 576
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1470 Februar 6 (an zinstag nach sant Agthen tag)
18,2 x 31,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Hans Malenbry
Empfänger: Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten
Siegler: Junker Heinrich von Schellenberg von Wasserburg, Konrad Mangolt, Ammann in Waldburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 abg.
Empfänger: Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten
Siegler: Junker Heinrich von Schellenberg von Wasserburg, Konrad Mangolt, Ammann in Waldburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 abg.
Ausnang, Zwilch von
Bentelin von Ravensburg, Jodok; Abt von Weingarten
Erhart, Stefan
Graf, Michel
Kübler, Hans
Malenbry, Hans
Malenbry, Martin
Mangolt, Konrad, Ammann
Schellenberg, Heinrich von
Tuler, Stoffel
Weingarten, Jodok Bentelin; Abt
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Ausnang : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Kümmerazhofen : Gaisbeuren, Bad Waldsee RV; Einwohner
Waldburg RV; Ammann
Wasserburg (Bodensee) LI; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:31 MEZ
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