Abt Thomas, Prior und Konvent von Salem bekunden, daß sie dem Melchior Häfelin, ihrem Untertan und leibeigenen Mann zu Magenbuch, den Pfarrwidumhof zu Magenbuch zu Leibleien verliehen haben. Der Hof besteht aus 1 finfkhärigen newerbawen Ziegelhauß, dabei 3 Schweinställe samt einem Baum- und Krautgarten, alles beieinander, etwa 1/2 Jauchert, liegt beiderseits zwischen der Gemeinde Wegen, stößt vorn an Severin Küenlers, Amtmanns unteren Garten, hinten auf Mang Küenlers Scheuer. An Ackerfeld gehören dazu: 1. im Ösch Liechtenberg: 4 Jauchert gen. die Haldt, strecken außen an den Ostracher Weg, innen auf Michel Kuglers von Magenbuch Lehenacker, stoßen oben an Hans und Jörg Küenler sowie Michel Kugler und unten an die Wiese; 1 Jauchert darob, liegt zwischen Michel Kugler und Mang Küenler, anwandet oben auf Mang Küenler, unten auf die Halde; 5 Jauchert auf dem Berg zwischen dem gen. Kugler und Lorenz Binder, anwanden oben auf Konrad Hetter, unten an das Haag. 2. im Ösch Schürhalde, die Stockäcker genannt: 2 Jauchert gen. der Heußler zwischen dem Reichenbach und Konrad Hetters Lehenacker, stoßen oben auf den Vasen, unten auf den Hetter; 4 Jauchert gen. die Haldt zwischen dem gen. Heusler und Georg Küenler, anwanden oben auf den Vasen, unten an den Reichenbach; 2 Jauchert der Bildacker zwischen Hans und Georg Küenler, stoßen oben auf Hans Küenler, unten auf den Vasen; 2 Jauchert im Öschlin, liegen an der Triebgassen und Severin Küenlers Lehenacker, anwenden oben auf das Weylher Gässlin, unten auf den Rohns. 5. im Ösch Frenhalden: 1 1/2 Jauchert hinter dem Dorf zwischen Severin Küenler, Michael Kugler und Konrad Hetter, stoßen oben und unten auf Hans Küenler; 4 Jauchert der Creutzacker zwischen Mang Küenler und Michael Kugler, anwanden oben auf Lorenz Binder, unten auf Mang Küenler; 1 Jauchert zwischen Michel Räuchlin von Lausheim und Hans Küenler von Magenbuch, anwanden oben auf Konrad Hetter, unten auf Hans Miller, Müller zu Magenbuch; 1/2 Jauchert zwischen Georg und Hans Küenler, anwandet oben auf Konrad Hetter, unten auf Michel Räuchlin zu Lausheim; 1 Jauchert auf dem Hundtsrucken, liegt zwischen Severin und Jörg Küenler, anwandet außen auf Hans Senger zu Magenbuch, innen auf Michel Räuchlins von Lausheim Lehenacker. An Wieswachs gehören dazu: 1/2 Mannsmahd, das Wechselwieslin, im Reichenbach, stößt auf Hans Senner und Lorenz Binder; 1 Mannsmahd im Reichenbach zwischen Michel Kugler und Hans Miller, stößt oben an Severin Küenlers Acker, unten auf den Miller, 1 1/2 Mannsmahd, die Kirchhöre, zwischen des Pfarrers Emdwiese und Michel Kuglers Baind, strecken oben auf die Gasse, unten auf den Bach; 1 Mannsmahd, das Furthwislin, zwischen Lorenz Binder und der Storckhengassen, stößt oben auf Ambrosy Groß zu Lausheim, unten auf den Furth; 7 Mannsmahd auf dem Rüdt zwischen Georg Nester zu Leverschweiler und Michel Kugler zu Magenbuch, strecken auf den Störenbach und Mang Küenler; 1/2 Mannsmahd im Rothendahl, einerseits an Matheis Hoppe zu Jettkofen, andererseits an Urban Lattner von Wangen, stößt auf Konr. Hetter zu Magenbuch und Matheis Rothmuhd, Amtmann zu Wangen; 1 Mannsmahd. unter dem Lausheimer Weiher, stößt oben an Georg Krezdorn zu Wangen, unten auf Michel Räuchlin zu Lausheim. (= 29 Jauchert Acker, 12 1/2 Mannsmahd Wiesen) Der jährl. Zins, der dem Pfarrer zu Magenbuch zu entrichten ist: die 4. und 10. Garbe auf dem Feld, wovon die 4. Garbe der Lehensmann auf seine Kosten in des Pfarrers Scheuer führen, die 10. Garbe aber der Pfarrer einscheuern lassen soll; Stroh und Gebrüets von der 4. Garbe sowie allen Dung, den der Pfarrer nicht selbst braucht, enthält der Lehensmann ohne Entgelt, muß ihn aber auf die Widumäcker führen. Für Heu- und Hauszins soll er dem Pfarrer geben jährl. 4 Gulden, 1 Viertel Eier, 6 Hühner, das Geld auf Martini, Hühner und Eier auf Ostern. Ferner soll der Widumbauer dem Pfarrer das Brennholz, wann er es begehrt, ohne des Pfarrers Kosten einführen, ihm zur Heu- und Erntezeit und wann es sonst nötig ist, unentgelt lich ein Roß zur Verfügung stellen. Auch muß er dem Pfarrer jährl. eine Seefahrt tun oder 2 Gulden dafür geben, wenn der Pfarrer die Fahrt nicht in Anspruch nimmt; der Pfarrer braucht nichts dafür zu geben, wenn er nicht aus gutem Willen nach der Fahrt eine Summe und einen Trunk auftragen lassen will. Des Pfarrers Rosse oder junge Fohlen soll er neben seinen eigenen auf die Weide schlagen, ohne Kosten des Pfarrers das Hochschwein halten, dafür soll er aber von dem jungen Schwein und Fährlin als Zehntabgabe befreit sein. Schließlich soll er dem Pfarrer 4 Viertel Lein- oder Hanfsamen ansäen, doch muß der Pfarrer den Samen stellen. Hält er die vorstehenden Artikel ein, so bleibt er beim Hof und der Zins wird nicht gesteigert, wenn er sie nicht einhält, so fällt der Hof zurück, was nach seinem Tode ohnehin der Fall sein wird