In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Archive von Anstalten, Körperschaften und Stiftungen >> Firmen >> Majolika Manufaktur Karlsruhe
1884-2002
Überlieferungsgeschichte
Der Bestand kam in zwei Teilbeständen in den Jahren 1979 (Altregistratur: Schrift- und Bildgut) sowie 2006 durch den Zugang 2006-87 in das Generallandesarchiv.
Inhalt und Bewertung
siehe Gliederung
Die Anfänge: Am 4. Januar 1901 gab Großherzog Friedrich I. von Baden seine Zustimmung zum Bau einer Keramikwerkstatt, die den Namen "Großherzogliche Majolika-Manufaktur" trug. Der großherzogliche Entschluss stand unter dem Einfluss einer Gruppe bedeutender Maler und Keramiker, die sich zum Ziel gesetzt hatten, das Kunsthandwerk ästhetisch zu erneuern. Die treibenden Köpfe dieser Gruppe waren die Maler Hans Thoma, Professor an der Karlsruher Akademie und Galeriedirektor, der Maler und Keramiker Wilhelm Süs, der im Frühjahr 1898 nach jahrelangen Forschungsarbeiten mit dem Ingenieur Karl Vogel in Kronberg im Taunus eine kleine Keramikwerkstatt errichtet hatte, deren Produkte sich großer Beliebtheit erfreuten. Auch Großherzog Friedrich I., der auf einer Ausstellung im Karlsruher Kunstverein die Arbeiten von Süs kennengelernt hatte, war von der Qualität der Keramikwaren beeindruckt. Er billigte den Vorschlag von Hans Thoma, den Kronberger Betrieb nach Karlsruhe zu verlagern. Am 1. Oktober 1901 konnte Süs als erster Direktor und künstlerischer Leiter der Majolika-Manufaktur das neue Atelier in der Hoffstraße beziehen, das fußläufig zur Kunstakademie und Kunstgewerbeschule gelegen war. Süs nahm als erster Direktor und künstlerischer Leiter des jungen Unternehmens die Arbeit mit etwa zehn Mitarbeitern auf. Zum Markenzeichen avancierte der badische Wappenschild mit der Großherzogskrone und einem zweifachen "M" für Majolika-Manufaktur. Anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums des Großherzogs 1902 wurden erstmals die Arbeiten der Majolika-Manufaktur der Öffentlichkeit vorgestellt. Trotz des in weiten Kreisen geweckten Interesses fanden die von Thoma, Süs und Karl Maximilian Würtenberger gefertigten Keramiken nur schleppend Absatz. Auch die Teilnahme an der Weltausstellung 1904 in St. Louis (USA) bescherte dem jungen Betrieb zwar eine Goldmedaille und die damit verbundene künstlerische Anerkennung, zog aber keine nennenswerten geschäftlichen Erfolge nach sich. Die Suche nach geeigneten künstlerischen Mitarbeitern verlief anfangs ebenfalls schwierig, weil viele Künstler nach Anfertigung einiger Modelle das Interesse an der Majolika-Manufaktur wieder verloren. Auch Hans Thoma, der als freier Mitarbeiter zahlreiche Modelle für die Manufaktur geschaffen hatte, zog sich wegen Unstimmigkeiten mit der Unternehmensleitung nach wenigen Monaten zurück. Zur Förderung des Vertriebs übernahm 1903 das Karlsruher Kunstgewerbehaus C.F.Müller die Generalvertretung der Majolika-Erzeugnisse. Das Kunstgewerbehaus klagte ständig, dass die Produkte der Manufaktur trotz intensiver Bemühungen nur schwer verkäuflich seien, und forderte eine auf den Markt ausgerichtete Betriebs- und Produktionserweiterung, die auch auf die Herstellung von Baukeramiken, Öfen und Brunnen ausgriff.
Künstlerische Wertschätzung und wirtschaftliche Schwierigkeiten: Zwar konnten die Defizite in den jährlichen Bilanzen von 1905 an verringert werden, eine entscheidende wirtschaftliche Wende trat erst 1908 ein, als der Hofblumenhändler August Fricke als kaufmännischer Leiter in das Unternehmen berufen wurde. Unterstützt durch den 1907 von dem Fabrikanten Eugen Geiger gegründeten Förderverein, gelang es Fricke, durch intensive Reisetätigkeit, Präsenz auf Ausstellungen und durch Verbindungen zu Architekten, dem Unternehmen umfangreiche Aufträge zu verschaffen, in deren Folge die Kapazität der kleinen Werkstatt bald nicht mehr genügte. Um den wirtschaftlichen Aufschwung nicht zu gefährden, schlug auch Fricke vor, die Fabrikationsstätten von 1908 an zu erweitern und zusätzliches Personal einzustellen, um den Betrieb den steigenden Anforderungen anzupassen. Da es nicht möglich war, die Werkstätten auf dem Grundstück in der Hoffstraße zu vergrößern, musste man sich dazu entschließen, an anderer Stelle neu zu bauen. Schon im September 1909 stellte man nach den Plänen des Hofbauamts und des Büros der Karlsruher Architekten Arthur Pfeifer & Hans Großmann neue Fabrikationsgebäude im Karlsruher Hardtwald fertig, während das Atelier in der Hoffstraße in ständige Ausstellungs- und Verkaufsräume umgewidmet wurde. Die weiteren, 1911 sowie von 1912 bis 1913 errichteten Anbauten belegen, dass die Manufaktur die wirtschaftlichen Schwierigkeiten weitgehend überwunden hatte. Für das Unternehmen, in dem jetzt auch Steingut, Steinzeug und Terrakotta-Produkte hergestellt wurden, arbeiteten inzwischen zahlreiche bedeutende Künstler. 1909 wies die Manufaktur 48 tätige Künstler auf. Einen wesentlichen Anteil an der Umsatzentwicklung hatte die 1910 gegründete Abteilung für Baukeramik, die dank des von Hans Großmann selbst geleiteten Zeichenbüros Planarbeiten für Baukeramik ausführte und in den folgenden Jahren zum wichtigsten Betriebszweig aufstieg. Durch zahlreiche Großaufträge der Bauindustrie stieg der Personalbestand zwischen 1910 und 1914 von 70 auf 150 Arbeiter. Angesichts der zunehmenden Betriebsgröße musste man eine Eintragung in das Handelsregister vornehmen. Aus diesen Jahren sind nicht zur zahlreiche Entwürfe und Fotografien von Kunstkeramikwaren, sondern auch zeichnerische Entwürfe für Baukeramiken an Großbauten erhalten. Der gute Ruf, den sich die Manufaktur auf dem Bausektor erarbeitet hatte, verhalf auch der Kleinkeramik zu einem erheblichen Absatzplus. Den Kundenwünschen folgend hatte man die Fabrikation auf eine preiswertere, aber qualitativ hochwertige Serienproduktion umgestellt. Bekannte Künstler wie Alfred Kusche, Willi Münch, Max Heinze, Wilhelm Süs, Christian Ferdinand Morawe, Hermann Billing, Walter Becker und Emil Pottner erweiterten ständig die Kollektion. Sehr gute Erfolge erzielte auch die 1913 in das Programm aufgenommene Grabmalkunst sowie der Park- und Gartenschmuck. Gleichwohl war es trotz des hohen Umsatzes und der guten Auftragslage nicht gelungen, ausreichend finanzielle Gewinne zu erzielen. Im Vertrauen auf die solide Auftragslage pachteten Direktor August Fricke und die beiden Großindustriellen Duensing und Bicheroux, Besitzer einer Plattenfabrik in Boizenburg an der Elbe, im Juli 1913 die Majolika-Manufaktur. Die Verbindung mit der Boizenburger Plattenfabrik AG erwies sich als unglücklich; bereits 1914 löst man den Pachtvertrag nach einem längeren Rechtsstreit auf. Auch ein neues Pachtverhältnis mit der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach vom Juli 1914 stand unter keinem guten Stern. Der Kriegsausbruch im August 1914 erschwerte es dem Unternehmen, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Die Majolika-Manufaktur musste in den Kriegsjahren ihre Fertigung vorwiegend auf Gebrauchs- und Kleinkeramiken wie Geschirr umstellen, deren Produktion freilich unter dem kriegsbedingten Personal- und Rohstoffmangel litt.
Blütezeit und Ruinen: Als die Majolika-Manufaktur am 25. März 1919 in den Besitz des badischen Staats überging, blieb das Pachtverhältnis mit Villeroy & Boch zunächst unangetastet. Erst zum 31. Dezember 1920 löste man den Kontrakt und wandelte den Betrieb in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung um, die sich aus Industriekonzernen und finanzkräftigen Privatleuten zusammensetzte; diese trug man als "Großherzogliche Majolika-Manufaktur - Kunstkeramische Werkstätten GmbH" in das Handelsregister ein. Zu einer Blütezeit führte Direktor Nicola Moufang das Unternehmen in den Jahren von 1921 bis 1925. Der Jurist und Kunsthistoriker, der 1914 mit seiner zweiten Doktorarbeit über ¿Die Großherzogliche Majolika-Manufaktur in Karlsruhe¿ an der Heidelberger Universität promoviert wurde, pflegte engsten Kontakt zu zeitgenössisch bedeutenden Künstlern wie Ludwig König, Max Laeuger und Bruno Paul, die er intensiv förderte. Die Meisterateliers unter der Leitung der drei Künstler bestimmten die künstlerische Produktion der Werkstätten, zu denen 1923 noch eine Abteilung für kirchliche Kunst kam. Moufang berief auch den Schweizer Keramiker und Bildhauer Paul Speck zum Leiter der baukeramischen Abteilung.1921 erwarb die junge GmbH die Kunstkeramischen Werkstätten von Dr. Reimar Baer am Karlsruher Buchenweg sowie die Keramische Werkkunst Ettlingen als zusätzliche Produktionsstätten. 1922 wandelte man die Manufaktur in eine Aktiengesellschaft um mit 35-prozentiger Beteiligung des Landesfiskus, der um 1924 das gesamte Kapital aufkaufte, um die Gesellschaft vor dem Konkurs zu bewahren. Trotz des guten Rufs und des weltweit erworbenen künstlerischen Ansehens war auch diesem wirtschaftlichen Aufschwung nur eine kurze Dauer beschieden. Der rasche Umschlag von einem florierenden Unternehmen zu einem unterstützungsbedürftigen Betrieb kennzeichnete auch künftig die Geschichte der Majolika-Manufaktur. Das Unternehmen, das 1927 seinen Namen in "Staatliche Majolika-Manufaktur AG" änderte, konnte nur durch ständige Staatszuschüsse erhalten werden. Erst 1934 gelang es, durch Rationalisierungsmaßnahmen die wirtschaftliche Lage der Manufaktur zu verbessern und mittels steigender Staatsaufträge zufriedenstellende Bilanzen auszuweisen. Diese Phase hielt bis 1943 an. Im Herbst 1944 fiel das Hauptgebäude einem Luftangriff zum Opfer, der die Produktion zum Erliegen brachte.
Bambi und einzige Keramikmanufaktur Deutschlands: Kriegsschäden in den Werkstätten und ein vollständiger Rohstoffmangel erschwerten 1945 die Wiederaufnahme der Fabrikation. Direktor Wilhelm Terjung, der die Manufaktur seit 1932 führte, vermochte das noch etwa 120 Mitarbeiter zählende Fachpersonal mit einer sogenannten Ausweichproduktion, bei der man kleinere Aquarellbilder malte und keramische Schmuckanhänger anfertigte, in Lohn und Brot zu halten. Nachdem sich die Zufuhr von Rohstoffen gebessert hatte, lief auch die Produktion von einfachen Gebrauchskeramiken nach alten Modellen in der Nachkriegszeit wieder an. Zum 50. Jubiläum 1951 konnte die Manufaktur eine Reihe neuer Entwürfe von Max Heinze, Lilli Hummel-König, Gretel Schulte-Hostedde und Erwin Spuler präsentieren. Fortan wuchs die Zahl der Künstlerinnen und Künstler stetig. Im Laufe der Jahre wurden auch Fridegart Glatzle, Karl-Heinz Feisst, Eva Lindner, Walter Bosse, Imgard Münch-Vieritz, Dietmar Liedke und Werner Meschede zu festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Manufaktur. Daneben arbeitete auch eine Reihe freier Künstlerinnen und Künstler mit dem Karlsruher Unternehmen zusammen. Die Geschäftsleitung vermochte den Betrieb mit Umsicht wirtschaftlich zu konsolidieren. Dabei legte sie großen Wert darauf, den seit der Gründung bestehenden Charakter einer handwerklich betriebenen Künstleranstalt zu wahren, ohne größere Zugeständnisse an die Einführung von Maschinenarbeit zu machen. Weltweite Berühmtheit erlangte die Majolika-Manufaktur durch die Produktion des "Bambi". Die Rehkitzskulptur, die Mitte der 1950er Jahre noch als namenloser Filmpreis verliehen wurde, hatte die Heidelberger Bildhauerin Else Bach (1895-1951) gefertigt. Allerdings sind die in der Geschichte der Majolika auftretenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf den hohen Anteil der Personalkosten am Produktionsprozess zurückzuführen. Daher blieb es stets unausweichlich, die Belegschaftsstärke der wirtschaftlichen Lage anzupassen. Hatte die Manufaktur 1951 insgesamt 156 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Zahl 1956 zur Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders auf 216 stieg, fiel die Zahl der Beschäftigten in der Folgezeit, bis diese sich von 1973 an bei etwa 100 Angestellten und Arbeitern einpendelte. Als 1978 erneut größere Investitionen notwendig wurden, entschloss sich das Land Baden-Württemberg, rund drei Viertel seiner Aktien an die Katz Werke AG in Gernsbach zu verkaufen. Durch den Rückkauf der Aktienmehrheit 1983 gelangte das Unternehmen wieder in den Besitz des Landes Baden-Württemberg. 1999 erwarb die Landesbank Baden-Württemberg die Majolika-Manufaktur. Im Zuge der Finanzkrise im Jahre 2010 verkaufte die Landesbank das Unternehmen zu einem symbolischen Preis an die Stadt Karlsruhe. Diese überführte das Unternehmen in die Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe, die am 15. September 2011 die alleinige Gesellschafterin des Unternehmens wurde. Die Majolika-Manufaktur ist die einzige noch existierende Keramikmanufaktur in Deutschland.
Inhalt und Umfang: Akten: Betriebsleitung.- Organisation.- Produktion.- Verkauf, Korrespondenz mit Behörden, Künstlern und Verbänden Fotografien und Drucke: Kleinkunst und Gebrauchskeramik.- Firmengeschichte und Werbematerial Zeichnungen, Graphiken und Aquarelle: Baukeramik.- Brunnen.- Kachelöfen.- Garten- und Gebrauchskeramik.- Gustav Heinkel.- Karl Heinz Feist.- Dietmar Liedke.- Erwin Spuler u.a. Künstler Die Zugänge zu Beginn der 1980er Jahre umfassten vorrangig Akten und Zeichnungen, die 1983 in einem analogen Findmittel erschlossen wurden. Die Akten und Zeichnungen des Zugangs von 2006 wurden von 2009 bis 2011 mit Hilfe der Erschließungssoftware Scope verzeichnet, in die 2014 auch die Fotos und Glasplatten dieses Zugangs in einem weiteren Erschließungsprojekt eingearbeitet wurden. Hierfür wurde auch das analoge Findmittel retrokonvertiert. Die Fotos und Glasplatten repräsentieren die künstlerische Arbeiten der Majolika-Manufaktur zwischen dem Jahr 1901 und dem Ende der 1970er Jahre. Zusammen mit den Akten und Zeichnungen dokumentieren sie die wechselvolle Firmengeschichte. Die Fotografien und Glasplatten konnten mit Hilfe der Produktionsnummern der Majolika Manufaktur identifiziert und erschlossen werden. Die größtenteils ungeordnet in Kisten lagernden Fotografien wurden sortiert und kategorisiert. Dabei wurden mehr als 10.000 Dubletten aussortiert, Lichtdrucke sowie Rasterdrucke, Schwarz-Weiß-Fotografien und farbige Abzüge einander zugeordnet. Insgesamt konnten so mehr als 4.000 Fotos unter Angabe der Produktionsnummer und des Herstellungszeitraums, der Produktbeschreibung sowie des Künstlers verzeichnet werden. 1334 Glasplatten wurden ebenso unter den oben genannten Erfassungskriterien aufgenommen. Hier wurden wesentlich weniger Dubletten kassiert. Glasplatten und Fotos wurden unter konservatorischem Aspekt nicht gemeinsam verpackt. Zur besseren Auffindbarkeit wurden Querverweise bei zueinander gehörenden Glasplatten und Fotos in die Verzeichnung eingearbeitet. Zusätzlich wurden mehrere nach Künstlern orientierte Foto-Inventare aufgenommen. Das Archivgut der Majolika Manufaktur ist durch unterschiedliche Recherchekriterien zugänglich. Einerseits ermöglicht die Klassifizierung des Bestandes die Durchsicht einzelner Produktkategorien. So sind beispielsweise Fotos und Glasplatten den Kategorien Dosen, Vasen und Krüge, Tafelgedecke und -service, Fliesen und Reliefs, Plastiken, Raucherartikel und Schreibzeug zugeordnet worden. Innerhalb dieser Kategorien kann anhand der Jahreszahlen für den Produktionszeitraum der Keramiken gleichzeitig die Entwicklung der jeweiligen Stilrichtungen nachvollzogen werden, die sich beispielsweise für die Gestaltung von Tafelgedecken, Vasen oder Plastiken deutlich voneinander unterscheiden lassen. Andererseits kann gezielt nach einzelnen Produktionsnummern gesucht und über dieses Suchkriterium ermittelt werden, ob Fotos oder Glasplatten für das Objekt vorliegen und ob diese in Farbe oder in Schwarz-Weiß vorhanden sind. Eine weitere Zugangsmöglichkeit besteht über die Eingabe des Künstlernamens. In einem letzten Redaktionsschritt wurden 2020 die beiden Überlieferungsschichten in eine gemeinsame Klassifikation überführt und der Bestand somit einer einheitlichen Ordnungsstruktur unterworfen.
8524 Archivalien, u. a. ca. 9.000 Fotos (Positive, Negative, Dias, Drucke)
Bestand
Karlsruher Majolika. Die Großherzogliche Majolika-Manufaktur 1901-1927. Die Staatliche Majolika-Manufaktur 1927-1978, hg. vom Badischen Landesmuseum, Karlsruhe: Müller 1979.
Monika Bachmayer/Peter Schmitt: Karlsruher Majolika. 1901 bis 2001. 100 Jahre Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts, Karlsruhe: Braun, 2001.
Das Majolika-Archiv im Generallandesarchiv Karlsruhe (Edition Majolika; Schriftenreihe der Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe, Band 2), Karlsruhe 2015.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.