Rechnung der Kämmereischulden
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INA, C II 8
INA Inventar des Archivs der Stadt Werl
INA Inventar des Archivs der Stadt Werl >> C - Protokoll- und Amtsbücher aus vorpreussischer Zeit >> C II Kämmerei-Rechnungsbücher
(1588ff), 1623 - 1744
Enthält: Bd. I: (1588ff), 1623-1669, 1672 Bd. II (Schuldbuch der Kämmerei): 1668-1684 (1685-1744) Mit Einzelkonten der Stadtbediensteten
Darin: StA Werl 1622 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 3-3v Schulden bei Anton Zories (=Sörries): "zu (einem) geldt beuteln in behueff deß Braunschweichers 12 ß". "Noch sein von Thonies Zories zu behueff etzlicher Soldaten so in der Scherne hieselbst gelosirt an lichten außgethan 1 M(ark) 4 ß". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1624 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 5 Schulden bei Kämmerer Philip Papen: " (zu kürzen) ahn Geisickische (=Geseke) Contribution von einer Monath 5 M(ark) 10 ß". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1623 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 9v Noch auß der Wage der H(err) Doctor (Christian Kleinsorge) empfangen wegen Engelbert Trumpett von Arnspergh. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 23. Februar 1626 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 16-16v Abrechnung mit Dr. Christian Kleinsorgen: "und pleibt hie bey dieser Rechnungh reservirt waß D. Christian zur Braunschweichischer steur 214 Rt. und Pension, so nicht berechnet". (Dieser Passus ist Bl. 16v noch einmal genannt). In diese Abrechnung wurde ebenfalls nicht einbezogen: " noch wegen der Gesekischen Contribution Ao. (1)623 im Aprili außgelegt f(acit) 25 Rt. 1 1/2 Kopst. cum Interesse". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 8. Februar 1627 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 21 Abrechnung mit Wilhelm Gödde: "Irstlich furdert Godde wegen außgelechter 50 gn. Thlr. Capitaell zu deß H(errn) Christian Hertzogen zu Braunschweig Kreigssteuer an Ano. 1623, 624, 625, 626 inclusive jahrlichs 3 Tlr. f. 7 Tlr., f. 26 M(ark)". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 28. Februar 1626 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 23 Extrakt aus dem Rechenbuch der Gülicher¿schen über Weinlieferungen an D(oktor) Gerhard Kleinsorgen: "... bey Anholts Zeitten hoelen laßen 105 q Weins die mueße(?) 8 ß f(acit) 16 Rt. 8 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Februar 1627 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 24 Abrechnung mit Kämmerer Johann Pape, dem die Stadt wegen der Braunschweiger Steuer noch 19 Rt. schuldig ist. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1633 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 24v Abrechnung mit der Witwe des Kämmerers Johann Papen vom 17.2.1638: " berichtet auch die Wittibe, daß ihr vor diesem bey hessischer belägerung in Ao. 1633 durch die Stattsdiener zu ergantzung der geschoßener presse (=wohl Bresche) von ihrem Hoffe gefuhret 25 stück balcken - 5 Rt. ad 21 M(ark) 8 ß. Item wegen deß ihr in Ao. (16)24 uffm Saltzplatz von der Wache verbranten Holtzes - 5 Rt. ad 21 M(ark) 8 ß." Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1. Januar 1624 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 24v Abrechnung mit der Witwe des Kämmerers Johann Papen vom 17.2.1638: "...Item wegen deß ihr in Ao. (16)24 uffm Saltzplatz von der Wache verbranten Holtzes - 5 Rt. ad 21 M(ark) 8 ß." Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1626 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 28/29 Verzeichnis (eingereicht am 14.2.1640), was Wilhelm Wrede der Stadt vorgeschossen hat: 1626 als das Coaltische (=Kroatische oder eher auf Graf Coalto bezogen) Regiment in Gegenwart des Landdrosten hier vorbeimarschierte "ich auß der Haußleuth Schatzunge den semptlichen Beckern hieselbst an Weißbrodt bezahlen müßen 23 1/2 Rt., so mir von den Hern Rheten unnd Deputirten nicht guet gethaen, sundern zum beschaidt bekommen, daß die Statt Werl mir sothaenes gelt auß dero darzu außgeschriebener 1/2 Schatzunge guet thuen unnd bezahlen soltt, aber darauff bis hiezu nicht erfolget. (Am Rande dazu:) jehrlichs ein goltgl. Pension facit 39 1/2 Rt. 1 orth. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Januar 1634 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 28 Alß die Statt mitt dem Groß Wachtmeister Omphaly in nöthen geweßen unnd denselben nicht länger verpflegen können, uff vielfälttigs underscheidtlichs anhaltten Herrn Burgermeistern sahlig Dietrichen Papens, meines Vatters (=BM Dietrich Wrede) und sahl(igen) Secretarius (Barthold Cappius), mir derselb biß uff den 1. Maii jegen versprochener abnehmung der 9 anderer Pferde und reutern zugelosiert, wilchem teglichs die Statt 2 Rt. 3 ß neben einem bundt strho gieben mueßen und ich denselben an die 105 mit groeß beschwehr behaltten mueßen, faciunt 216 Rt. 3 ß. Deßen Diener, Johan Bremekes mir auß befelch deß Weibes abstehelen mueßen: 5 sch(effel) gersten ad 5 Rt., noch dem Wachtmeister ein par Buxen mit gulden gallawen besetzt ad 11 Rt. von Carl Naent so annoch unbezahlet erkauffen und giben müeßen. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1635 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 28v Alß der Commandant Kroschell alhie kommen der statt hieselbsten eine Erden Khor (=Erdkarre) verlehnen mueßen, dwilche ich newmahls widderbekommen, ad 3 Rt. Facit summarum 275 Rt. minus 10 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Februar 1622 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 31 Noch furdert K(ämmerer) Michaell Brandis von 50 Rt. Capital, so Ano (1)622 15. Feb. in behueff deß Graeffens von Styrumb verwendet, ab Anno 624, 625, 626, 627, 628 inclusive biß ahn den 15. Febuarii deß 28ten Jahrs von sechs Jahren jeides Jahrs 3 Rt. f. 15 Rt. (Randnotiz: Notandum daß B(ürgermeister) Hulspergh dem K. Brandiß wegen der furigen Jahr die pension bezahlt). Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden von 1628. StA Werl 1623 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 41 Schulden der Stadt bei Dr. Christian Kleinsorgen: wegen der Braunschweiger Steuer hat Kleinsorgen der Stadt 214 Rt. geliehen. Die Zinsen für die Jahre 1623 bis zum 31.1.1628 belaufen sich (pro Jahr 12 Rt. 3 1/2 Ort) auf 77 Rt. 1 Ort. Davon hat Kleinsorgen bisher 20 Rt. erhalten, somit ihm noch 57 Rt. 1 Ort zu zahlen. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden von 1628. StA Werl April 1623 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 41 Im April 1623 hat Kleinsorgen wegen der Geseker Kontribution 25 Rt. 1 1/2 Kopfstücke geliehen. Die Zinsen bis April 1628 betragen dazu 7 1/2 Rt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden von 1628. StA Werl 12. Januar 1635 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 42 S(ehligen) Thonniß Drogen Erben haben bey dieser Statt zu furderen achtehalbhundert Rt., so Gen: Leutenant Meylander empfangen, und davon fellige pensiones. Daruf empfangen A. (16)36 - 35 M(ark) auß der Kemnerey. Noch sein dieselbe in dero Contribution und Schatzungh vom dato den 12. Januarii Ao. 1635 biß an den datum 17t. Febr. Ao, (16)37 anfenglich und endtlich schuldigh - 39 Rt. 12 ß. Noch Peter Hengst wegen Drogen Erben ausgethan 4 Konningsthaler zu habern, so (..., der Text bricht ab!) Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 24. Dezember 1633 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 44 Anno 1633 den 24. Deceb. auß d(er) Mullen bekommen 4 sch. Molts f. - 16 M(ark). Anno 1634 den 10- Sept. 2 schef(fel) Moltz f. - 13 M(ark). Diese sechs schef. Moltz sein dem H(errn) Richt(er) (Christian Kleinsorgen) wegen erstattungh der ausgethaner haber so er den Generallcommissarien Mahlkspergh, Schepf(en?) und Sixtini außgethan, auß der Muhllen widder bezahlet. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1632 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 62-62v Rechnung des BM Philip Papen an die Stadt: ...Noch ao. 1632 zu sommer ausgethaen 118 fueß langes, dickes, gesnidtenen Postholtz, ist theils in der Meur (=Mauer) ahn der seltzer finster, und zwischen dem heiligen Creutzes Thurm, Theilß in die Melxterpforten, zu underlaegen oder Balcken, darauff darnacher Bredder, und stellungh zur gegenwher, des feindes gemachet worden, hinnkommen, und darselbst verkurtzet worden, setze für jeder fueß Holtzes, vhur einmhaell gemessen, 1 ß facit 118 ß stehet der Stadt und Kemnerey zu bezhalen, ist durch Christoff Krampen, und andere Zimmerleuthe von meinem Hoff geholett worden, facit 9 1/2 M(ark) 4 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1644 - 1649 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 72-74 Aufstellung der kaiserlichen und hessischen Kontributionsschulden der Witwe des Philip Papen und Abzüge der Forderungen der Witwe an die Stadt Werl. In einem Rückrubrum wird gemeldet, die Witwe habe sich im November 1644 nach Münster begeben. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 22. Februar 1635 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 84 BM Dietrich Wrede fordert von 50 Rt. Kapital, die er 1629 für die Kompagnie des Gregor Wegmann für die Stadt vorstreckte für die Jahre 1630-1634 je Jahr 3 Rt. Zinsen = 15 Rt., abgezogen 3 Rt., die ihm 1630 bezahlt wurden, bleiben offen 12 Rt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 27. Januar 1638 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 84 BM Dietrich Wrede fordert von einem Kapital von 22 Rt., die er 1634 der Stadt wegen des hessischen Militärs vorgestreckt hat, Zinsen für die Jahre 135-1637, jährlich 1 Rt. = 3 Rt. = 13 1/2 M(ark). Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 30. Januar 1636 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 106v Lisa Hengstes trägt vor, sie habe den Obristleutnant "Manderloh" eine zeitlang in der Herberge gehabt und ihm "seine Servis langen müssen". Dafür seien ihr von der Stadt 11 Rt. versprochen. Sie wird nun dafür bezahlt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 26. Februar 1639 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 114-114v Bittgesuch der Witwe des Gerhard Brandis, Anna geb. Ryck. Die Stadt Werl fordert von ihr 21 1/2 Rt. Nun gibt sie der Stadt Werl ihre Forderungen bekannt und bittet um Verrechnung: ihrem Mann ist das städt. Deputat für das Amt des (Rats) Beisitzers für die Jahre 1635 und 1636 (pro Jahr 9 Rt.) nicht ausgezahlt worden. Für das Küchensalz des Generalleutnants Melander habe ihr Mann 8 Hop Salz (jedes zu 1 Rt.) geliefert, jedoch seien nur 2 Hop bezahlt worden. Der Rat habe ferner von ihrem Manne eine Bettstätte für den Commissar Walther hergeben müssen, die zum Schloß geliefert worden sei, da der Commissar "gefahr halber" dort habe schlafen wollen. Sie beziffert den Wert des nicht bezahlten Bettes auf wenigstens 6 Rt. Sie hofft, daß sie als "arme trostlose Wittibe mit meinen kleinen Kinderchens (nicht) deßen zu kurtz kommen solle... sie (=die Ratsherren) wollen in ahnsehung meines erlittenen großen brandt- und kriegsschadens und dahero endtstehender meiner höchster bedürfftigkeit, in so weit die barmhertzigkeit ahn miht erweisen, und diese Posten endtweder in andere Wege mir gutthuen oder in gegen die ahnforderung uf der Kemmerei paßiren oder thott gehen laßen. Darahn geschieht uns recht und billich und Gott, dem Vatter aller Wittiben und waysen, wohlgefällig sein wirt, und ich wills mit meinem jerigen gebett umb dieselben (=Ratsherren) hinwieder zu verschulden nimmer unterlassen... (Bl. 118v: Die Bettstätte wurde erst am 3.12.1651 durch die Stadt mit 5 Rt. bezahlt!) Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 7. Februar 1637 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 122v Abrechnung mit dem städt. Karrentreiber, u.a. für: nach Arnsberg, dem Drosten 3 Tonnen Koet gebracht, 3 mal Hafer aufs Schloß (Werl) gebracht, 10 mal aufs Schloß (Werl) Koet gefahren, 3 mal nach Lohe Commisbrot gefahren. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 23. Februar 1640 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 135 Abrechnung mit Kämmerer Caspar Benedicte: zum Schluß heißt es: hirgegen hatt Kemner Benedicte sich reservirt 90 Foder borden (Holz), so bey einlogirung wendischer Krigsvolcks in den Wachten und uff den stattsthurn vom Saltzplatz entwendet und verbrant, wie dan auch die Kosten so ihme zur Lipstatt bey gefenglicher anhaltung wegen der Stattscontribution uffgangen. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Februar 1641 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 135v Noch fordert der Kämmerherr (Caspar Benedicte) wegen seiner Kosten, so ihme vor dreyen Jahren bey seiner gefengnuß zur Lippstatt an verlustigten Kleydern und bottenlohns und Zehrungskosten uffgangen - 16 Rt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 14. Februar 1641 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 137 Abrechnung mit dem Kämmerer Johann Roxloh: Noch wegen dreytagigen Verpflegung deß wahlischen habichendrägers 3 M(ark). (=Wohl Habichtträger, Falkner). Noch wegen berechneter Verpflegung dero Artyllereypferden 10 Rt. 48 ß gac. 43 M(ark) 4 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 6. - 25. September 1637 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 164 Rückaufschriften: Kosten deß Falckenerers Ihr(er) Excell(entz) Gravens von der Waäll p. - Falckeniers betr. M(eister) Jobst Brakelman reicht eine eigenhändige Rechnung ein: auf Befehl des BM bekam er den "Falkenerer" in sein Haus, vom 6.-25.9. 1639 Zehrungskosten für den Falkner pro Tag 1 Reichsort. dem Jungen (des Falkners) 1 Blamüser Hafer und Heu für das Pferd 1 Reichsort pro Tag 8 Kannen Bier 16 ß vor de Voggell ahn fleische 2 Pfund 5 ß ist jeder Tag 1 Rt. 9 1/2 ß den Hunden vor 8 ß Brod diß hatt geduret biß den 18 7bris ist ihne de Junge entlopen ist ieder dach ein Blamüser min(us) und auch 2 Kann beirs und daß beir gerechnet ad 18 d. mach in seiben (=7) Dagen weiniger alß daß vorige jeder Dach 13 1/2 ß Summa in alles 20 Rt. Die Rechung wurde durch den städtischen Waagemeister Christian Fickermann mittels eines Anweisungszettels auf die Mühle am 29.9. 1637 bezahlt. Hierauf hat der Waagemeister aus der Stadtmühle zu zwei Terminen je 8 Scheffel Maltz erhalten, a Scheffel 5 M. = 40 M(ark) Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1638 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 168v Tigges Oestermann der Melsterpförtner hat "an der Schleusen, it(em) an krippen und Stöpen den Capit. leut(nant) Schlaun gearbeytet 10 tag, tagliches 10 ß fac. 8 M(ark) 4 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1633 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 201 Johan Sommer, Bahrßpfortner. Anno 1645 ist Johan Sommer zum Bahrßpfortner angenommen worden, hiebey zu beobachten, daß diese pforte von Jahr 1633 biß 1645 zugemauret gewesen, sonsten vorhin (=früher) der zeitiger pfortner jahrlichs gehabt pro salario 4 scheffel Korens, It(em) fur 2 paar schuhe 8 Mrk. noch wegen seiner Kleydung 1 Mrk. noch wegen lackens (=Tuch) 4 Mrk. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 11. November 1637 (15.7.1633) C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 210-211v Durch den Notar Franz Herxhagen erstellte Abschriften von Urkunden: BM und Rat zu Werl bezeugen ihrem jetzigen regierenden BM Dietrich Wrede schuldig zu sein: 1.) 104 1/2 Rt. 16 ß, die der BM am 15.7.1633 im Namen der Stadt Werl an die Weinhändler Caspar Frouwein und Adolf Hornbrecher zu Lennep für die Weinfässer Nr. 17 und 26 mit "ferne Weins" zusammen 5 1/2 Ohm und 7 1/2 Viertel haltend, für den städtischen Weinkeller bezahlt hat. 2.) 12.1.1634 22 Rt. bezahlt, bei der hessischen Einquartierung für Wachegeld. 3.) 8 Rt. 8 ß im Jahre 1634 der Kämmerei gegeben wegen 20 Ellen weißen Wandes für die Armen Zusammen also 134 Rt. 50 ß. Da Werl diese Summe wegen der jetzigen "hochbeschwerlichen Kriegsempörung" nicht zahlen kann, verspricht sie, bis zur Ablöse des Kapitals jährlich auf St. Martini Episcopi (=11.11.) eine Summe von 8 Rt. zu zahlen, bei Unterpfändung des Stadtvermögens, Wilhelm Wrede bezeugtam 25.7.1661, die o.g. Obligation dem Junker Johann Bernhard Vogt von Elspe zu Westhemmerde, Borghausen und Stirpe cediert zu haben: Zeugen: Temann Wrede, Johann Conrad Schotte. Johann Bernhard Vogt von Elspe zu Borghausen cediert die o.g. Obligation an die Eheleute Heidenreich Greving, Erbgesessene zu Scheidingen. Zeugen: Lizentiat Severin Eickel, Dr. Johann Pölmann. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden.
Darin: StA Werl 1622 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 3-3v Schulden bei Anton Zories (=Sörries): "zu (einem) geldt beuteln in behueff deß Braunschweichers 12 ß". "Noch sein von Thonies Zories zu behueff etzlicher Soldaten so in der Scherne hieselbst gelosirt an lichten außgethan 1 M(ark) 4 ß". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1624 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 5 Schulden bei Kämmerer Philip Papen: " (zu kürzen) ahn Geisickische (=Geseke) Contribution von einer Monath 5 M(ark) 10 ß". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1623 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 9v Noch auß der Wage der H(err) Doctor (Christian Kleinsorge) empfangen wegen Engelbert Trumpett von Arnspergh. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 23. Februar 1626 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 16-16v Abrechnung mit Dr. Christian Kleinsorgen: "und pleibt hie bey dieser Rechnungh reservirt waß D. Christian zur Braunschweichischer steur 214 Rt. und Pension, so nicht berechnet". (Dieser Passus ist Bl. 16v noch einmal genannt). In diese Abrechnung wurde ebenfalls nicht einbezogen: " noch wegen der Gesekischen Contribution Ao. (1)623 im Aprili außgelegt f(acit) 25 Rt. 1 1/2 Kopst. cum Interesse". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 8. Februar 1627 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 21 Abrechnung mit Wilhelm Gödde: "Irstlich furdert Godde wegen außgelechter 50 gn. Thlr. Capitaell zu deß H(errn) Christian Hertzogen zu Braunschweig Kreigssteuer an Ano. 1623, 624, 625, 626 inclusive jahrlichs 3 Tlr. f. 7 Tlr., f. 26 M(ark)". Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 28. Februar 1626 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 23 Extrakt aus dem Rechenbuch der Gülicher¿schen über Weinlieferungen an D(oktor) Gerhard Kleinsorgen: "... bey Anholts Zeitten hoelen laßen 105 q Weins die mueße(?) 8 ß f(acit) 16 Rt. 8 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Februar 1627 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 24 Abrechnung mit Kämmerer Johann Pape, dem die Stadt wegen der Braunschweiger Steuer noch 19 Rt. schuldig ist. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1633 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 24v Abrechnung mit der Witwe des Kämmerers Johann Papen vom 17.2.1638: " berichtet auch die Wittibe, daß ihr vor diesem bey hessischer belägerung in Ao. 1633 durch die Stattsdiener zu ergantzung der geschoßener presse (=wohl Bresche) von ihrem Hoffe gefuhret 25 stück balcken - 5 Rt. ad 21 M(ark) 8 ß. Item wegen deß ihr in Ao. (16)24 uffm Saltzplatz von der Wache verbranten Holtzes - 5 Rt. ad 21 M(ark) 8 ß." Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1. Januar 1624 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 24v Abrechnung mit der Witwe des Kämmerers Johann Papen vom 17.2.1638: "...Item wegen deß ihr in Ao. (16)24 uffm Saltzplatz von der Wache verbranten Holtzes - 5 Rt. ad 21 M(ark) 8 ß." Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1626 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 28/29 Verzeichnis (eingereicht am 14.2.1640), was Wilhelm Wrede der Stadt vorgeschossen hat: 1626 als das Coaltische (=Kroatische oder eher auf Graf Coalto bezogen) Regiment in Gegenwart des Landdrosten hier vorbeimarschierte "ich auß der Haußleuth Schatzunge den semptlichen Beckern hieselbst an Weißbrodt bezahlen müßen 23 1/2 Rt., so mir von den Hern Rheten unnd Deputirten nicht guet gethaen, sundern zum beschaidt bekommen, daß die Statt Werl mir sothaenes gelt auß dero darzu außgeschriebener 1/2 Schatzunge guet thuen unnd bezahlen soltt, aber darauff bis hiezu nicht erfolget. (Am Rande dazu:) jehrlichs ein goltgl. Pension facit 39 1/2 Rt. 1 orth. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Januar 1634 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 28 Alß die Statt mitt dem Groß Wachtmeister Omphaly in nöthen geweßen unnd denselben nicht länger verpflegen können, uff vielfälttigs underscheidtlichs anhaltten Herrn Burgermeistern sahlig Dietrichen Papens, meines Vatters (=BM Dietrich Wrede) und sahl(igen) Secretarius (Barthold Cappius), mir derselb biß uff den 1. Maii jegen versprochener abnehmung der 9 anderer Pferde und reutern zugelosiert, wilchem teglichs die Statt 2 Rt. 3 ß neben einem bundt strho gieben mueßen und ich denselben an die 105 mit groeß beschwehr behaltten mueßen, faciunt 216 Rt. 3 ß. Deßen Diener, Johan Bremekes mir auß befelch deß Weibes abstehelen mueßen: 5 sch(effel) gersten ad 5 Rt., noch dem Wachtmeister ein par Buxen mit gulden gallawen besetzt ad 11 Rt. von Carl Naent so annoch unbezahlet erkauffen und giben müeßen. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1635 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 28v Alß der Commandant Kroschell alhie kommen der statt hieselbsten eine Erden Khor (=Erdkarre) verlehnen mueßen, dwilche ich newmahls widderbekommen, ad 3 Rt. Facit summarum 275 Rt. minus 10 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Februar 1622 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 31 Noch furdert K(ämmerer) Michaell Brandis von 50 Rt. Capital, so Ano (1)622 15. Feb. in behueff deß Graeffens von Styrumb verwendet, ab Anno 624, 625, 626, 627, 628 inclusive biß ahn den 15. Febuarii deß 28ten Jahrs von sechs Jahren jeides Jahrs 3 Rt. f. 15 Rt. (Randnotiz: Notandum daß B(ürgermeister) Hulspergh dem K. Brandiß wegen der furigen Jahr die pension bezahlt). Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden von 1628. StA Werl 1623 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 41 Schulden der Stadt bei Dr. Christian Kleinsorgen: wegen der Braunschweiger Steuer hat Kleinsorgen der Stadt 214 Rt. geliehen. Die Zinsen für die Jahre 1623 bis zum 31.1.1628 belaufen sich (pro Jahr 12 Rt. 3 1/2 Ort) auf 77 Rt. 1 Ort. Davon hat Kleinsorgen bisher 20 Rt. erhalten, somit ihm noch 57 Rt. 1 Ort zu zahlen. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden von 1628. StA Werl April 1623 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 41 Im April 1623 hat Kleinsorgen wegen der Geseker Kontribution 25 Rt. 1 1/2 Kopfstücke geliehen. Die Zinsen bis April 1628 betragen dazu 7 1/2 Rt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden von 1628. StA Werl 12. Januar 1635 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 42 S(ehligen) Thonniß Drogen Erben haben bey dieser Statt zu furderen achtehalbhundert Rt., so Gen: Leutenant Meylander empfangen, und davon fellige pensiones. Daruf empfangen A. (16)36 - 35 M(ark) auß der Kemnerey. Noch sein dieselbe in dero Contribution und Schatzungh vom dato den 12. Januarii Ao. 1635 biß an den datum 17t. Febr. Ao, (16)37 anfenglich und endtlich schuldigh - 39 Rt. 12 ß. Noch Peter Hengst wegen Drogen Erben ausgethan 4 Konningsthaler zu habern, so (..., der Text bricht ab!) Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 24. Dezember 1633 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 44 Anno 1633 den 24. Deceb. auß d(er) Mullen bekommen 4 sch. Molts f. - 16 M(ark). Anno 1634 den 10- Sept. 2 schef(fel) Moltz f. - 13 M(ark). Diese sechs schef. Moltz sein dem H(errn) Richt(er) (Christian Kleinsorgen) wegen erstattungh der ausgethaner haber so er den Generallcommissarien Mahlkspergh, Schepf(en?) und Sixtini außgethan, auß der Muhllen widder bezahlet. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1632 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 62-62v Rechnung des BM Philip Papen an die Stadt: ...Noch ao. 1632 zu sommer ausgethaen 118 fueß langes, dickes, gesnidtenen Postholtz, ist theils in der Meur (=Mauer) ahn der seltzer finster, und zwischen dem heiligen Creutzes Thurm, Theilß in die Melxterpforten, zu underlaegen oder Balcken, darauff darnacher Bredder, und stellungh zur gegenwher, des feindes gemachet worden, hinnkommen, und darselbst verkurtzet worden, setze für jeder fueß Holtzes, vhur einmhaell gemessen, 1 ß facit 118 ß stehet der Stadt und Kemnerey zu bezhalen, ist durch Christoff Krampen, und andere Zimmerleuthe von meinem Hoff geholett worden, facit 9 1/2 M(ark) 4 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1644 - 1649 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 72-74 Aufstellung der kaiserlichen und hessischen Kontributionsschulden der Witwe des Philip Papen und Abzüge der Forderungen der Witwe an die Stadt Werl. In einem Rückrubrum wird gemeldet, die Witwe habe sich im November 1644 nach Münster begeben. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 22. Februar 1635 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 84 BM Dietrich Wrede fordert von 50 Rt. Kapital, die er 1629 für die Kompagnie des Gregor Wegmann für die Stadt vorstreckte für die Jahre 1630-1634 je Jahr 3 Rt. Zinsen = 15 Rt., abgezogen 3 Rt., die ihm 1630 bezahlt wurden, bleiben offen 12 Rt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 27. Januar 1638 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 84 BM Dietrich Wrede fordert von einem Kapital von 22 Rt., die er 1634 der Stadt wegen des hessischen Militärs vorgestreckt hat, Zinsen für die Jahre 135-1637, jährlich 1 Rt. = 3 Rt. = 13 1/2 M(ark). Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 30. Januar 1636 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 106v Lisa Hengstes trägt vor, sie habe den Obristleutnant "Manderloh" eine zeitlang in der Herberge gehabt und ihm "seine Servis langen müssen". Dafür seien ihr von der Stadt 11 Rt. versprochen. Sie wird nun dafür bezahlt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 26. Februar 1639 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 114-114v Bittgesuch der Witwe des Gerhard Brandis, Anna geb. Ryck. Die Stadt Werl fordert von ihr 21 1/2 Rt. Nun gibt sie der Stadt Werl ihre Forderungen bekannt und bittet um Verrechnung: ihrem Mann ist das städt. Deputat für das Amt des (Rats) Beisitzers für die Jahre 1635 und 1636 (pro Jahr 9 Rt.) nicht ausgezahlt worden. Für das Küchensalz des Generalleutnants Melander habe ihr Mann 8 Hop Salz (jedes zu 1 Rt.) geliefert, jedoch seien nur 2 Hop bezahlt worden. Der Rat habe ferner von ihrem Manne eine Bettstätte für den Commissar Walther hergeben müssen, die zum Schloß geliefert worden sei, da der Commissar "gefahr halber" dort habe schlafen wollen. Sie beziffert den Wert des nicht bezahlten Bettes auf wenigstens 6 Rt. Sie hofft, daß sie als "arme trostlose Wittibe mit meinen kleinen Kinderchens (nicht) deßen zu kurtz kommen solle... sie (=die Ratsherren) wollen in ahnsehung meines erlittenen großen brandt- und kriegsschadens und dahero endtstehender meiner höchster bedürfftigkeit, in so weit die barmhertzigkeit ahn miht erweisen, und diese Posten endtweder in andere Wege mir gutthuen oder in gegen die ahnforderung uf der Kemmerei paßiren oder thott gehen laßen. Darahn geschieht uns recht und billich und Gott, dem Vatter aller Wittiben und waysen, wohlgefällig sein wirt, und ich wills mit meinem jerigen gebett umb dieselben (=Ratsherren) hinwieder zu verschulden nimmer unterlassen... (Bl. 118v: Die Bettstätte wurde erst am 3.12.1651 durch die Stadt mit 5 Rt. bezahlt!) Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 7. Februar 1637 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 122v Abrechnung mit dem städt. Karrentreiber, u.a. für: nach Arnsberg, dem Drosten 3 Tonnen Koet gebracht, 3 mal Hafer aufs Schloß (Werl) gebracht, 10 mal aufs Schloß (Werl) Koet gefahren, 3 mal nach Lohe Commisbrot gefahren. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 23. Februar 1640 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 135 Abrechnung mit Kämmerer Caspar Benedicte: zum Schluß heißt es: hirgegen hatt Kemner Benedicte sich reservirt 90 Foder borden (Holz), so bey einlogirung wendischer Krigsvolcks in den Wachten und uff den stattsthurn vom Saltzplatz entwendet und verbrant, wie dan auch die Kosten so ihme zur Lipstatt bey gefenglicher anhaltung wegen der Stattscontribution uffgangen. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 15. Februar 1641 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 135v Noch fordert der Kämmerherr (Caspar Benedicte) wegen seiner Kosten, so ihme vor dreyen Jahren bey seiner gefengnuß zur Lippstatt an verlustigten Kleydern und bottenlohns und Zehrungskosten uffgangen - 16 Rt. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 14. Februar 1641 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 137 Abrechnung mit dem Kämmerer Johann Roxloh: Noch wegen dreytagigen Verpflegung deß wahlischen habichendrägers 3 M(ark). (=Wohl Habichtträger, Falkner). Noch wegen berechneter Verpflegung dero Artyllereypferden 10 Rt. 48 ß gac. 43 M(ark) 4 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 6. - 25. September 1637 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 164 Rückaufschriften: Kosten deß Falckenerers Ihr(er) Excell(entz) Gravens von der Waäll p. - Falckeniers betr. M(eister) Jobst Brakelman reicht eine eigenhändige Rechnung ein: auf Befehl des BM bekam er den "Falkenerer" in sein Haus, vom 6.-25.9. 1639 Zehrungskosten für den Falkner pro Tag 1 Reichsort. dem Jungen (des Falkners) 1 Blamüser Hafer und Heu für das Pferd 1 Reichsort pro Tag 8 Kannen Bier 16 ß vor de Voggell ahn fleische 2 Pfund 5 ß ist jeder Tag 1 Rt. 9 1/2 ß den Hunden vor 8 ß Brod diß hatt geduret biß den 18 7bris ist ihne de Junge entlopen ist ieder dach ein Blamüser min(us) und auch 2 Kann beirs und daß beir gerechnet ad 18 d. mach in seiben (=7) Dagen weiniger alß daß vorige jeder Dach 13 1/2 ß Summa in alles 20 Rt. Die Rechung wurde durch den städtischen Waagemeister Christian Fickermann mittels eines Anweisungszettels auf die Mühle am 29.9. 1637 bezahlt. Hierauf hat der Waagemeister aus der Stadtmühle zu zwei Terminen je 8 Scheffel Maltz erhalten, a Scheffel 5 M. = 40 M(ark) Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1638 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 168v Tigges Oestermann der Melsterpförtner hat "an der Schleusen, it(em) an krippen und Stöpen den Capit. leut(nant) Schlaun gearbeytet 10 tag, tagliches 10 ß fac. 8 M(ark) 4 ß. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 1633 C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 201 Johan Sommer, Bahrßpfortner. Anno 1645 ist Johan Sommer zum Bahrßpfortner angenommen worden, hiebey zu beobachten, daß diese pforte von Jahr 1633 biß 1645 zugemauret gewesen, sonsten vorhin (=früher) der zeitiger pfortner jahrlichs gehabt pro salario 4 scheffel Korens, It(em) fur 2 paar schuhe 8 Mrk. noch wegen seiner Kleydung 1 Mrk. noch wegen lackens (=Tuch) 4 Mrk. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden. StA Werl 11. November 1637 (15.7.1633) C II Nr. 8 Bd. 1, Bl. 210-211v Durch den Notar Franz Herxhagen erstellte Abschriften von Urkunden: BM und Rat zu Werl bezeugen ihrem jetzigen regierenden BM Dietrich Wrede schuldig zu sein: 1.) 104 1/2 Rt. 16 ß, die der BM am 15.7.1633 im Namen der Stadt Werl an die Weinhändler Caspar Frouwein und Adolf Hornbrecher zu Lennep für die Weinfässer Nr. 17 und 26 mit "ferne Weins" zusammen 5 1/2 Ohm und 7 1/2 Viertel haltend, für den städtischen Weinkeller bezahlt hat. 2.) 12.1.1634 22 Rt. bezahlt, bei der hessischen Einquartierung für Wachegeld. 3.) 8 Rt. 8 ß im Jahre 1634 der Kämmerei gegeben wegen 20 Ellen weißen Wandes für die Armen Zusammen also 134 Rt. 50 ß. Da Werl diese Summe wegen der jetzigen "hochbeschwerlichen Kriegsempörung" nicht zahlen kann, verspricht sie, bis zur Ablöse des Kapitals jährlich auf St. Martini Episcopi (=11.11.) eine Summe von 8 Rt. zu zahlen, bei Unterpfändung des Stadtvermögens, Wilhelm Wrede bezeugtam 25.7.1661, die o.g. Obligation dem Junker Johann Bernhard Vogt von Elspe zu Westhemmerde, Borghausen und Stirpe cediert zu haben: Zeugen: Temann Wrede, Johann Conrad Schotte. Johann Bernhard Vogt von Elspe zu Borghausen cediert die o.g. Obligation an die Eheleute Heidenreich Greving, Erbgesessene zu Scheidingen. Zeugen: Lizentiat Severin Eickel, Dr. Johann Pölmann. Auszug aus der Rechnung der Kämmereischulden.
Archivale
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 11:57 AM CET
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- Stadt Werl (Archival tectonics)
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- C - Protokoll- und Amtsbücher aus vorpreussischer Zeit (Classification)
- C II Kämmerei-Rechnungsbücher (Classification)