Stallung der Margaretha Pechel aus Stöppach nach Strahlenfels
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E 49/II Nr. 1821
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
02.09.1779 - 18.04.1780
Enthält:
1779 September 2 bis 1780 April 18:
Margaretha Pechlin (= Pechel), genannt die junge Schneckin, zu Stöppach, wohnhaft bei Georg Loos, hatte dem Buirettischen Untertanen Heinrich Mannert (auch: Monath), Hirten zu Strahlenfels, Flachs, Kraut und Rüben von seinem Acker ausgerauft und verstreut. Die Tat war ein Racheakt. Der Sohn der Täterin war zur Ausbildung bei dem Hirten gewesen, der eine von der Mutter verlangte Teilzahlung des Lohns nicht leisten wollte.
Der Fall ist insofern kompliziert, als Verwalter Johann Konrad Gröschel in Artelshofen schon eine Strafe über die Täterin verhängt hatte, sodass die Ebnerische Verwaltung den Fall für abgeschlossen, und eine Stallung nach Strahlenfels daher für unnötig hält.
Der Ansbachische Geheimrat J(ohann) G(ustav) A(dolph) Buirette von Oehlefeld, Erlangen, will hingegen eine Bestrafung nach dem Lokalitätsprinzip durchsetzen. Beteiligt: Kriegsrat (Johann Sigmund) Haller in Nürnberg. Johann Friedrich Gustav Schubarth, Brandenburgischer Regierungsadvokat und Buirette von Oehlenfelsischer Amtmann in Strahlenfels.
Rechtsgutachten von Dr. J(ohann) F(riedrich) Bauder und Dr. Winckler, die sich beide gegen eine Stallung nach Strahlenfels aussprechen. Am Ende lenkt Haller jedoch ein und ordnet die Stallung zum Erhalt der guten nachbarschaftlichen Beziehungen an.
1780 April 18: Schreiben - PS - Artelshofen.
Die Pechel musste wegen ihres liederlichen Lebenswandels ausziehen. Sie soll nach Hohenstein gezogen sein.
1779 September 2 bis 1780 April 18:
Margaretha Pechlin (= Pechel), genannt die junge Schneckin, zu Stöppach, wohnhaft bei Georg Loos, hatte dem Buirettischen Untertanen Heinrich Mannert (auch: Monath), Hirten zu Strahlenfels, Flachs, Kraut und Rüben von seinem Acker ausgerauft und verstreut. Die Tat war ein Racheakt. Der Sohn der Täterin war zur Ausbildung bei dem Hirten gewesen, der eine von der Mutter verlangte Teilzahlung des Lohns nicht leisten wollte.
Der Fall ist insofern kompliziert, als Verwalter Johann Konrad Gröschel in Artelshofen schon eine Strafe über die Täterin verhängt hatte, sodass die Ebnerische Verwaltung den Fall für abgeschlossen, und eine Stallung nach Strahlenfels daher für unnötig hält.
Der Ansbachische Geheimrat J(ohann) G(ustav) A(dolph) Buirette von Oehlefeld, Erlangen, will hingegen eine Bestrafung nach dem Lokalitätsprinzip durchsetzen. Beteiligt: Kriegsrat (Johann Sigmund) Haller in Nürnberg. Johann Friedrich Gustav Schubarth, Brandenburgischer Regierungsadvokat und Buirette von Oehlenfelsischer Amtmann in Strahlenfels.
Rechtsgutachten von Dr. J(ohann) F(riedrich) Bauder und Dr. Winckler, die sich beide gegen eine Stallung nach Strahlenfels aussprechen. Am Ende lenkt Haller jedoch ein und ordnet die Stallung zum Erhalt der guten nachbarschaftlichen Beziehungen an.
1780 April 18: Schreiben - PS - Artelshofen.
Die Pechel musste wegen ihres liederlichen Lebenswandels ausziehen. Sie soll nach Hohenstein gezogen sein.
Archivale
Indexbegriff Person: Bauder, Johann Friedrich Dr.
Indexbegriff Person: Buirette von Oehlefeld, Johann Gustav Adolph
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Loos, Georg
Indexbegriff Person: Mannert, Heinrich (s.a. Monath)
Indexbegriff Person: Monath, Heinrich (s.a. Mannert)
Indexbegriff Person: Pechel, Margaretha gen die junge Schneckin
Indexbegriff Person: Schneckin, die junge - siehe Margaretha Pechel
Indexbegriff Person: Schubarth, Johann Friedrich Gustav
Indexbegriff Person: Winkler, N Dr.
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Stallungen von Untertanen
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Stöppach
Indexbegriff Person: Buirette von Oehlefeld, Johann Gustav Adolph
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Loos, Georg
Indexbegriff Person: Mannert, Heinrich (s.a. Monath)
Indexbegriff Person: Monath, Heinrich (s.a. Mannert)
Indexbegriff Person: Pechel, Margaretha gen die junge Schneckin
Indexbegriff Person: Schneckin, die junge - siehe Margaretha Pechel
Indexbegriff Person: Schubarth, Johann Friedrich Gustav
Indexbegriff Person: Winkler, N Dr.
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Stallungen von Untertanen
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Stöppach
Artelshofen
Erlangen
Hohenstein
Stöppach
Strahlenfels
Untertan
Hirte, Strahlenfels
Acker verwüstet
Kraut
Flachs
Rüben
Racheakt
Hirtenbube
Lohn verweigert
Verwalter Artelshofen
Strafe
Stallung
Geheimrat, Brandenburg-Ansbachischer
Lokalitätsprinzip
Kriegsrat
Regierungsadvokat, Brandenburgischer
Amtmann, Strahlenfels
Rechtsgutachten
Dr. jur.
Kündigung
Lebenswandel liederlicher
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ