Ratskanzlei (Bestand)
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B 11
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe B: Amtliche Provenienzen der reichsstädtischen Zeit >> B 11 - Ratskanzlei
Das Schriftgut des Bestands "Ratskanzlei" ist nur zu einem sehr kleinen Teil tatsächlich in der reichsstädtischen Ratsregistratur erwachsen. Zum größten Teil handelt es sich dagegen um Stücke, die nach ihrer Pertinenz zwischen 1964 und 1975 zum Bestand "Ratskanzlei" zusammengeführt wurden (mit Nachträgen bis in die jüngste Zeit). Die hier verzeichneten Einheiten stammen aus verschiedenen (Sammlungs-)Provenienzen: dem ehem. Sammelbestand A 24 (Y- und YY-Akten), der sog. Haller-Volckamer Sammlung (vgl. A 25), den Beständen A 22 (Amberger-Sammlung) und A 26 (Abgaben des Staatsarchivs Nürnberg), Leihgaben des Germanischen Nationalmuseums und einem Komplex von bis 1975 unverzeichneten Akten. Weiterhin waren in diesen Bestand auch die kleinen Splitterbestände "Reichsstadt Nürnberg - Bürgermeisteramt" (soweit nicht Justizbehörde)", "Losungamt" sowie "- Fraisch- und Frevelamt" integriert, die ca. 1950 gebildet worden waren und jeweils nur wenige Nummern beinhalteten (hiervon ist mittlerweile die losungamtliche Provenienz wieder zu einem eigenen Bestand B 35 formiert worden). Auch die sachlich hierher gehörenden Druckschriften des 18. Jh. aus der Bibliothek des StadtAN wurden eingereiht.Der Bestand ist von zentraler Bedeutung für die Überlieferung der reichsstädtischen Zeit. Sämtliche Einheiten sind Neuverzeichnungen nach 1964. Angepasst an reichsstädtische Systematiken und Begrifflichkeiten wurde nach der Neuverzeichnung eine Gliederung des Bestands in Sachgruppen vorgenommen. In diese Systematik hat man 1975 die einzelnen Einheiten aufgenommen. Demnach enthält der Bestand sowohl Amtsbücher als auch Akten aus dem Gesamtbereich der inneren Verwaltung (z.B. topografische Beschreibungen, Verfassungsangelegenheiten, Rechtsangelegenheiten, Personalsachen, Ordnungen), der Auswärtigen Beziehungen (z.B. Beziehungen zu Kaiser und Reich, Beziehungen zu und Differenzen mit auswärtigen Herrschaften und Städten sowie dem Fränkischen Kreis und der Reichritterschaft, Reichs- und andere Lehensangelegenheiten, Reichskleinodien) und des Finanzwesens und der Wirtschaft (z.B. Steuer- und Nachsteuersachen, Schulden- und Vermögensverwaltung, Post- und Botenwesen, Bergbau und Reichswald, Lotteriewesen).
lfd. Meter: 15,50
Bestand
Deutsch
Auswärtige Beziehungen
Bergbau
Botenwesen
Finanzwesen
Fränkischer Kreis
Kaiser und Reich
Lehensangelegenheiten
Lotteriewesen
Post- und Botenwesen
Ratskanzlei (Bestand)
Rechtsangelegenheiten
Reichsangelegenheiten
Reichskleinodien
Reichsritterschaft
Reichswald
Schuldenverwaltung
Steuersachen
Verfassungsangelegenheiten
Vermögensverwaltung
Verwaltung
Wirtschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ