Jüdische Personenstandsregister (Bestand)
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NLA WO, 3 Kb
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 5 Kirchenbücher und Standesamtsunterlagen (Kb und N) >> 5.2 Jüdische Personenstandsregister
1754-1951
Bestandsgeschichte: Im vorliegenden Findbuch sind die früheren Bestände 3 Kb (Jüdische Personenstandsregister) und 3 A Kb (Fotokopien jüdischer Synagogenbücher und Personenstandsregister) vereinigt. Die im Original erhaltenen Stammrollen aus dem 19. Jahrhundert wurden von staatlichen und städtischen Stellen geführt und sind mit deren Abgaben seit etwa 1900 in das Archiv gekommen. Die in der westphälischen Zeit (1808-1813) für Juden gesondert geführten Zivilstandsregister wurden in den Bestand 30 W eingeordnet. Einige Synagogenregister jüdischer Gemeinden des Landes Braunschweig und zwei vom Vorsteher der gemeinde Wolfenbüttel stammende Totenbücher sind etwa 1935-1938 dem Archiv überwiesen bzw. von ihm in Verwahrung genommen worden. Sie konnten 1951 dem Jewish Trust Corporation for Germany übergeben werden, nachdem für das Archiv davon Kopien angefertigt worden waren.
Im Jahr 1948 überließ die niedersächsische Archivverwaltung dem Staatsarchiv eine Reihe von Mikrofilmen jüdischer Synagogenbücher und Personenstandsregister von Gemeinden des ehemaligen Herzogtums Braunschweig sowie der jüdischen Gemeinde Goslar. Sie waren kurz vor Kriegsende 1945 von der Firma Gatermann in Duisburg im Auftrag des Reichssippenamtes aufgenommen worden. Die Originale sollen gegen Ende des 2. Weltkrieges auf Schloß Ratsfeld bei Roßla (Sachsen-Anhalt) gebracht und dort 1948 durch Hochwasser im Keller vernichtet worden sein.
Die Vergrößerung der Mikrofilme erfolgte 1962/63 durch das Fototechnische Institut der Universität Münster, wohin die Filme an das Institutum Judaicum Delitzschianum ausgeliehen worden waren.
Zwei Filme von Personenstandsregistern der jüdischen Gemeinde Holzminden gab das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv Hannover 1965 an das Staatsarchiv ab. Sie wurden inzwischen nach Vergrößerung durch die hiesige Bildstelle in den Bestand aufgenommen.
Wolfenbüttel, Juni 1988
gez. Lohlker
(Archivoberinspektor)
Siehe auch:
39 E Slg = Verzeichnis der die Juden betreffenden Archivalien im Staatsarchiv Wolfenbüttel
36 Alt Nr. 563 = Findbuch 36 Alt Fb. 4: Verzeichnis der die Juden betr. Archivalien um 1930 (mit
Nachträgen bis ca. 1944, 1948)
36 Alt Nr. 824 = Findbuch 3 Kb/3 A Kb: Verzeichnis der die Juden betr. Archivalien im
Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Im Jahr 1948 überließ die niedersächsische Archivverwaltung dem Staatsarchiv eine Reihe von Mikrofilmen jüdischer Synagogenbücher und Personenstandsregister von Gemeinden des ehemaligen Herzogtums Braunschweig sowie der jüdischen Gemeinde Goslar. Sie waren kurz vor Kriegsende 1945 von der Firma Gatermann in Duisburg im Auftrag des Reichssippenamtes aufgenommen worden. Die Originale sollen gegen Ende des 2. Weltkrieges auf Schloß Ratsfeld bei Roßla (Sachsen-Anhalt) gebracht und dort 1948 durch Hochwasser im Keller vernichtet worden sein.
Die Vergrößerung der Mikrofilme erfolgte 1962/63 durch das Fototechnische Institut der Universität Münster, wohin die Filme an das Institutum Judaicum Delitzschianum ausgeliehen worden waren.
Zwei Filme von Personenstandsregistern der jüdischen Gemeinde Holzminden gab das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv Hannover 1965 an das Staatsarchiv ab. Sie wurden inzwischen nach Vergrößerung durch die hiesige Bildstelle in den Bestand aufgenommen.
Wolfenbüttel, Juni 1988
gez. Lohlker
(Archivoberinspektor)
Siehe auch:
39 E Slg = Verzeichnis der die Juden betreffenden Archivalien im Staatsarchiv Wolfenbüttel
36 Alt Nr. 563 = Findbuch 36 Alt Fb. 4: Verzeichnis der die Juden betr. Archivalien um 1930 (mit
Nachträgen bis ca. 1944, 1948)
36 Alt Nr. 824 = Findbuch 3 Kb/3 A Kb: Verzeichnis der die Juden betr. Archivalien im
Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST