C Rep. 060-13 Nationale Front, Bezirksausschuss Berlin (Bestand)
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C Rep. 060-13
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 7 Kammern und Körperschaften, Parteien, Organisationen und Vereine >> C 7.2 Verbände und Vereine
Vorwort: C Rep. 060-13 Nationale Front, Bezirksausschuss Berlin
1. Geschichte der Organisation
Die Nationale Front war eine von 1949 bis 1990 in der DDR wirkende Sammelbewegung aller Parteien und Massenorganisationen und vieler Verbände und Vereinigungen. Sie ging aus der 1947 von der SED zur Gründung eines Gesamtdeutschen Staates initiierten Volkskongressbewegung hervor. Die Nationale Front organisierte sich nach dem Territorialprinzip mit Bezirks-, Kreis- und Ortsausschüssen.
Zunächst als gesamtdeutsche, sozialistische nationale Bewegung weitergeführt, beschränkten sich nach dem Mauerbau die Tätigkeitsschwerpunkte auf innenpolitisches Engagement in der DDR. Die wichtigsten Aufgaben bestanden in der Vorbereitung und Durchführung der Wahlen und in der Anregung kommunaler Aktivitäten der Bevölkerung.
Anfang 1990 scheiterte der Versuch, mit der Bildung einer "Nationalen Bürgerbewegung" die bisherigen Ausschüsse der Nationalen Front umzuwandeln, zumal die oppositionelle Bürgerbewegung dieser Nachfolgeorganisation die Akzeptanz versagte. Mitte 1990 kam es daher zur Auflösung der Nationalen Front.
Die Überlieferung, die lediglich einen Splitterbestand darstellt, gelangte 1981 in das Stadtarchiv Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 17 Akten (0,60 lfm) mit der Laufzeit 1969 - 1976 (1987). Er beinhaltet Sitzungsprotokolle des Bezirksausschusses Berlin und seines Sekretariats sowie Unterlagen zu den Kommunalwahlen 1989.
Die vorliegenden Datensätze basieren auf einer Retrokonversion des Findbuches. Er ist benutzbar über die Datenbank und ein Findbuch.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 060-13, Nationale Front, Bezirksausschuss Berlin, Nr. .. .
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 904-100 Grundorganisation der SED - Nationalrat der Nationalen Front der DDR
LAB C Rep. 910 FDGB Bezirksvorstand Berlin
BA DY 6 Nationalrat der Nationalen Front
4. Literatur
Information, hrsg. vom Nationalrat der Nationalen Front, Berlin 1967-1976.
Mach mit. Zeitschrift für die Ausschüsse der Nationalen Front, Berlin 1976-1989.
Nationale Front des demokratischen Deutschland, Informationsdienst, Berlin 1950-1966.
Berlin, August 2016 und Oktober 2019 Monika Schmidt, Kerstin Bötticher
1. Geschichte der Organisation
Die Nationale Front war eine von 1949 bis 1990 in der DDR wirkende Sammelbewegung aller Parteien und Massenorganisationen und vieler Verbände und Vereinigungen. Sie ging aus der 1947 von der SED zur Gründung eines Gesamtdeutschen Staates initiierten Volkskongressbewegung hervor. Die Nationale Front organisierte sich nach dem Territorialprinzip mit Bezirks-, Kreis- und Ortsausschüssen.
Zunächst als gesamtdeutsche, sozialistische nationale Bewegung weitergeführt, beschränkten sich nach dem Mauerbau die Tätigkeitsschwerpunkte auf innenpolitisches Engagement in der DDR. Die wichtigsten Aufgaben bestanden in der Vorbereitung und Durchführung der Wahlen und in der Anregung kommunaler Aktivitäten der Bevölkerung.
Anfang 1990 scheiterte der Versuch, mit der Bildung einer "Nationalen Bürgerbewegung" die bisherigen Ausschüsse der Nationalen Front umzuwandeln, zumal die oppositionelle Bürgerbewegung dieser Nachfolgeorganisation die Akzeptanz versagte. Mitte 1990 kam es daher zur Auflösung der Nationalen Front.
Die Überlieferung, die lediglich einen Splitterbestand darstellt, gelangte 1981 in das Stadtarchiv Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 17 Akten (0,60 lfm) mit der Laufzeit 1969 - 1976 (1987). Er beinhaltet Sitzungsprotokolle des Bezirksausschusses Berlin und seines Sekretariats sowie Unterlagen zu den Kommunalwahlen 1989.
Die vorliegenden Datensätze basieren auf einer Retrokonversion des Findbuches. Er ist benutzbar über die Datenbank und ein Findbuch.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 060-13, Nationale Front, Bezirksausschuss Berlin, Nr. .. .
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 904-100 Grundorganisation der SED - Nationalrat der Nationalen Front der DDR
LAB C Rep. 910 FDGB Bezirksvorstand Berlin
BA DY 6 Nationalrat der Nationalen Front
4. Literatur
Information, hrsg. vom Nationalrat der Nationalen Front, Berlin 1967-1976.
Mach mit. Zeitschrift für die Ausschüsse der Nationalen Front, Berlin 1976-1989.
Nationale Front des demokratischen Deutschland, Informationsdienst, Berlin 1950-1966.
Berlin, August 2016 und Oktober 2019 Monika Schmidt, Kerstin Bötticher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ