Wolter von Keylar und Gerit Koentken, die Kirchmeister zu Kevelaer, bekunden mit Verweis auf die von Herzog Johann von Kleve gebilligte Abtrennung der Kapellen zu Kevelaer und Keylar vom Kirchspiel Weeze und Erhebung Kevelaers zur Pfarrkirche [s. Urkunde von 1472 Juni 3; Regest unter Xanten, Viktorstift, Akten Nr. 48], dass in der Abtrennung abgemacht ist, dass das Kirchspiel Kevelaer dem Pastor von Weeze jährlich 10 Rheinische Gulden und 1 Rheinischen Gulden für die 11 Scheffel Roggen, die der Pastor von Weeze jährlich aus dem Hof zu Yntdwick empfing und fortan der Pastor von Kevelaer erhalten soll, zusammen 11 Rheinische Gulden zu je 24 Albus zahlen soll, 6 Gulden an Martini [11. November] und 5 an Johannistag [24. Juni] oder jeweils binnen 14 Tagen danach. Die Kirchmeister können die 11 Gulden ablösen und ihre Kirche davon entlasten. Der Pastor von Weeze oder sein Kapellan können diese Punkte mit geistlichen oder weltlichen Gericht einklagen. - Die Kirchmeister kündigen ihr Kirchensiegel an. Sie haben Arnt von Pellant, den Richter, und die Schöffen von Wetten, unter welchem Schöffentum das Kirchspiel Kevelaer gelegen ist, um Mitteilung gebeten. Diese bestätigen die Wahrheit des Vorstehenden und kündigen ihre Siegel an. Gegeven 1472 die sancti Erasmi episcopi et martiris.