Amtsgericht Burgdorf (ab 1879) (Bestand)
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NLA HA, Hann. 172 Burgdorf
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.12 Preußische Provinz Hannover >> 1.12.10 Justiz >> 1.12.10.3 Untere Justizbehörden >> 1.12.10.3.4 Amtsgerichte im Landgerichtsbezirk Hildesheim
1818-2001
Bestandsgeschichte: Vorbemerkung zu Acc. 2009/005:
Bei der Verzeichnung der Notarsurkunden wurden die Enthält-Vermerke in den Aktentiteln nur beispielsweise herausgesucht und sollen nur Hinweise auf den möglichen Inhalt der Urkunden geben; die Akten wurden keineswegs systematisch geprüft (im Rahmen einer ersten Erfassung nicht möglich). Ein schneller Überblick über den Inhalt ist jedoch anhand der vollständig für den ganzen Zeitraum vorliegenden Urkundenrollen möglich (Nr. 43 - 47). Wegen einer Vertretung des Notars Konrad Krause s. Hinweis bei Acc. 2009/005 Nr. 17 sowie in der Urkundenrolle (Acc. 2008/005 Nr. 45, S. 3 und 23).
Bestandsgeschichte: Vorbemerkung zu Acc. 22/82:
Die Akten des Gliederungspunktes 10.7 "Weitere landwirtschaftliche Angelegenheiten" wurden nicht alle, sondern in Einzelfällen von allgemeinem Interesse (z.B. Nr. 1345 = Verkauf wegen Grundstücksbedarf für ein Freibad in Ramlingen) übernommen, da zum einen bei der Bearbeitung festgestellt wurde, dass viele Vorgänge (z.B. wegen Verkauf) nach demselben Muster abgelaufen sind. Zum andern sind die Akten dieser Akzession in das Archiv gelangt, bevor die Übernahme a l l e r Grundbücher (in denen Verkäufe rechtsverbindlich dokumentiert sind) beschlossen worden war; sie konnten also neu bewertet und in Teilen kassiert werden, um zu verhindern, dass ihre Aufbewahrung eine Doppelüberlieferung bedeutet hätte.
Unter den hier verzeichneten Testamenten befinden sich einige, welche sozusagen von Amts wegen eröffnet wurden , weil - so in einem Vordruck von 1936 - "...ein Testament in Verwahrung gegeben, dessen Bestimmungen vermutlich durch die starke Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere durch die Geldentwertung, undurchführbar, unzweckmässig oder überhaupt gegenstandslos geworden sind." (z.B. Nr. 1372) oder weil die Erblasser längst verstorben waren.
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass es mehrere Testamente von e i n e m Testator mit verschiedenen Signaturen geben kann. Das ist z.B. dann der Fall, wenn ein früher abgefasstes Testament zurückgenommen oder für ungültig erklärt und Jahre später ein neues errichtet wurde, welches dann während der Verzeichnungsarbeit nur später gefunden und aufgenommen werden konnte.
Auffällig sind hier auch die vielen gleichen Nachnamen, z.B. beim Buchstaben B, was bei der Fülle der Testamente in diesem Bestand nicht verwundern kann. Da auch die Vornamen (Johann, Heinrich, Wilhelm) gehäuft auftreten, müssen bei der Suche nach der gewünschten Person die Geburts- bzw. Sterbedaten, die vielfach vorhanden sind, berücksichtigt werden (Beispiel Ebeling: Nrn. 1644 und 1649 oder auch Feldmann: Nrn. 1659 und 1660).
Hinzuweisen ist noch darauf, dass nicht alle Testamente archivwürdig waren und diese demzufolge kassiert wurden. Das betrifft diejenigen, die vorwiegend standardmäßige Anordnungen enthalten - z.B. die Formel "längs Leib längs Gut" oder außer zu den Bestimmungen der gesetzlichen Erbfolge "...es erben meine Frau und Kinder..." u.a. keine weitergehenden Informationen - z.B. Vermögen oder sonstiger Nachlass des Erblassers - bieten.
Bestandsgeschichte: In den vorliegenden Archivbestand Hann. 172 Burgdorf sind folgende Ablieferungen des Amtsgerichts Burgdorf eingegangen:
Acc. 13/60
Acc. 22/82 (in Bearbeitung)
Acc. 127/87
Acc. 145/89
Acc. 2009/005
Acc. 2012/103
Stand: September 2021
Findmittel: Der Archivbestand Hann. 172 Burgdorf schließt an die Überlieferung des Amtsgerichts Burgdorf vor der Reichsjustizreform 1879 an. Bei der Abgrenzung zu den Archivbeständen Hann. 72 Burgdorf (Amtsgericht Burgdorf vor 1879) und Nds. 725 Burgdorf (Amtsgericht Burgdorf nach 1945) sind Überschneidungen nicht zu vermeiden, so dass in entsprechenden Fällen auch die Findmittel zu diesen Archivbeständen heranzuziehen sind.
Bearbeiter: Anna Ostendorff (2017)
Franz Hauner (2021)
Bei der Verzeichnung der Notarsurkunden wurden die Enthält-Vermerke in den Aktentiteln nur beispielsweise herausgesucht und sollen nur Hinweise auf den möglichen Inhalt der Urkunden geben; die Akten wurden keineswegs systematisch geprüft (im Rahmen einer ersten Erfassung nicht möglich). Ein schneller Überblick über den Inhalt ist jedoch anhand der vollständig für den ganzen Zeitraum vorliegenden Urkundenrollen möglich (Nr. 43 - 47). Wegen einer Vertretung des Notars Konrad Krause s. Hinweis bei Acc. 2009/005 Nr. 17 sowie in der Urkundenrolle (Acc. 2008/005 Nr. 45, S. 3 und 23).
Bestandsgeschichte: Vorbemerkung zu Acc. 22/82:
Die Akten des Gliederungspunktes 10.7 "Weitere landwirtschaftliche Angelegenheiten" wurden nicht alle, sondern in Einzelfällen von allgemeinem Interesse (z.B. Nr. 1345 = Verkauf wegen Grundstücksbedarf für ein Freibad in Ramlingen) übernommen, da zum einen bei der Bearbeitung festgestellt wurde, dass viele Vorgänge (z.B. wegen Verkauf) nach demselben Muster abgelaufen sind. Zum andern sind die Akten dieser Akzession in das Archiv gelangt, bevor die Übernahme a l l e r Grundbücher (in denen Verkäufe rechtsverbindlich dokumentiert sind) beschlossen worden war; sie konnten also neu bewertet und in Teilen kassiert werden, um zu verhindern, dass ihre Aufbewahrung eine Doppelüberlieferung bedeutet hätte.
Unter den hier verzeichneten Testamenten befinden sich einige, welche sozusagen von Amts wegen eröffnet wurden , weil - so in einem Vordruck von 1936 - "...ein Testament in Verwahrung gegeben, dessen Bestimmungen vermutlich durch die starke Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere durch die Geldentwertung, undurchführbar, unzweckmässig oder überhaupt gegenstandslos geworden sind." (z.B. Nr. 1372) oder weil die Erblasser längst verstorben waren.
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass es mehrere Testamente von e i n e m Testator mit verschiedenen Signaturen geben kann. Das ist z.B. dann der Fall, wenn ein früher abgefasstes Testament zurückgenommen oder für ungültig erklärt und Jahre später ein neues errichtet wurde, welches dann während der Verzeichnungsarbeit nur später gefunden und aufgenommen werden konnte.
Auffällig sind hier auch die vielen gleichen Nachnamen, z.B. beim Buchstaben B, was bei der Fülle der Testamente in diesem Bestand nicht verwundern kann. Da auch die Vornamen (Johann, Heinrich, Wilhelm) gehäuft auftreten, müssen bei der Suche nach der gewünschten Person die Geburts- bzw. Sterbedaten, die vielfach vorhanden sind, berücksichtigt werden (Beispiel Ebeling: Nrn. 1644 und 1649 oder auch Feldmann: Nrn. 1659 und 1660).
Hinzuweisen ist noch darauf, dass nicht alle Testamente archivwürdig waren und diese demzufolge kassiert wurden. Das betrifft diejenigen, die vorwiegend standardmäßige Anordnungen enthalten - z.B. die Formel "längs Leib längs Gut" oder außer zu den Bestimmungen der gesetzlichen Erbfolge "...es erben meine Frau und Kinder..." u.a. keine weitergehenden Informationen - z.B. Vermögen oder sonstiger Nachlass des Erblassers - bieten.
Bestandsgeschichte: In den vorliegenden Archivbestand Hann. 172 Burgdorf sind folgende Ablieferungen des Amtsgerichts Burgdorf eingegangen:
Acc. 13/60
Acc. 22/82 (in Bearbeitung)
Acc. 127/87
Acc. 145/89
Acc. 2009/005
Acc. 2012/103
Stand: September 2021
Findmittel: Der Archivbestand Hann. 172 Burgdorf schließt an die Überlieferung des Amtsgerichts Burgdorf vor der Reichsjustizreform 1879 an. Bei der Abgrenzung zu den Archivbeständen Hann. 72 Burgdorf (Amtsgericht Burgdorf vor 1879) und Nds. 725 Burgdorf (Amtsgericht Burgdorf nach 1945) sind Überschneidungen nicht zu vermeiden, so dass in entsprechenden Fällen auch die Findmittel zu diesen Archivbeständen heranzuziehen sind.
Bearbeiter: Anna Ostendorff (2017)
Franz Hauner (2021)
6,5
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ