Militanter Wutbürger? Xavier Naidoo und seine "Marionetten"
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/028 R170052/201
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/028 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2017
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2017 >> Unterlagen
11. Mai 2017
Er singt von "Volks-in-die-Fresse-Tretern" und meint damit gewählte Volksvertreter. Xavier Naidoo scheint in seinem Lied "Marionetten" den ganzen Staat infrage zu stellen.
Xavier Naidoo bringt sich wieder einmal in den Verdacht, rechts abgebogen zu sein. Schon vor drei Jahren hat er für Schlagzeilen gesorgt, weil er vor sogenannten "Reichsbürgern" auftrat. Jetzt erweckt er mit dem Lied "Marionetten" den Eindruck, unser System abschaffen zu wollen - vielleicht sogar mit Gewalt. Ist der Popstar mit seiner Band "Söhne Mannheims" in die rechtspopulistische Ecke gerückt? Rechtsextremismus-Experte Dirk Wilking sieht in Naidoo keinen "Reichsbürger". Er befürchtet aber, dass Naidoo die Gedankenwelt der Reichsbürger vor allem bei Jüngeren hoffähig machen könnte, und das sei brandgefährlich.
Doch die Söhne Mannheims fühlen sich falsch verstanden, berufen sich auf die Kunstfreiheit. Warum also die ganze Aufregung? Xavier Naidoo hat zur Stadt Mannheim enge Verbindungen, große Projekte sind geplant. Aber kann die Stadt unter diesen Voraussetzungen weiterhin Geschäfte oder gar Werbung mit ihrem bekanntesten Sohn machen?
Xavier Naidoo bringt sich wieder einmal in den Verdacht, rechts abgebogen zu sein. Schon vor drei Jahren hat er für Schlagzeilen gesorgt, weil er vor sogenannten "Reichsbürgern" auftrat. Jetzt erweckt er mit dem Lied "Marionetten" den Eindruck, unser System abschaffen zu wollen - vielleicht sogar mit Gewalt. Ist der Popstar mit seiner Band "Söhne Mannheims" in die rechtspopulistische Ecke gerückt? Rechtsextremismus-Experte Dirk Wilking sieht in Naidoo keinen "Reichsbürger". Er befürchtet aber, dass Naidoo die Gedankenwelt der Reichsbürger vor allem bei Jüngeren hoffähig machen könnte, und das sei brandgefährlich.
Doch die Söhne Mannheims fühlen sich falsch verstanden, berufen sich auf die Kunstfreiheit. Warum also die ganze Aufregung? Xavier Naidoo hat zur Stadt Mannheim enge Verbindungen, große Projekte sind geplant. Aber kann die Stadt unter diesen Voraussetzungen weiterhin Geschäfte oder gar Werbung mit ihrem bekanntesten Sohn machen?
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Audio-Visuelle Medien
Wilking, Dirk; Rechtsextremismus-Experte und Geschäftsführer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:20 MEZ
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