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Das Regiment Madlo
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Weimarer Zeitung, Nr. 299, 22.12.1858, S. 1195: „Von den beiden größeren Dramen, die wir in der letzten Woche sahen, ist Rosts ‚Regiment Madlo‘ bereits früher eingehend von uns besprochen worden; wir konstatiren daher nur, daß dasselbe abermals vor gefülltem Hause und abermals unter wiederholten lebhaftesten Beifallsbezeugungen über die Bretter ging. Wenn letztere besonders laut und stürmisch sich gerade bei solchen Stellen vernehmen ließen (z. B. am Schlusse des 4. Aktes, nach der Erschießung des Grafen Joseph durch den jungen Madlo), welche zwar als ‚Bühneneffekte‘ nicht übel berechnet, aber unter dem Gesichtspunkte der poetischen Wahrheit und Schönheit schwerlich zu rechtfertigen sind, so hat uns die nur abermals in der leider schon öfter gemachten Wahrnehmung bestärkt, daß die Kritik, welche das hiesige Publikum über die Schaubühne – die Stücke wie die Darsteller – übt, Mancherlei zu wünschen übrig läßt. In der Rolle der ‚Dolores‘ sahen wir Frl. Pabst zum zweiten Male. Wir können das Urtheil, das wir über sie als ‚Deborah‘ gefällt, auch nach diesem zweiten Gastspiele nur wiederholen: ihre reichen Mittel traten diesmal noch vortheilhafter, als damals, hervor; aber auch diesmal hatten wir in den Bewegungen des Körpers wie in der Modulation der Stimme die bessere dramatische Schule zu vermissen, welche allein derartige Mittel in der rechten poetischen Weise wirksam zu machen vermag.“