Abt Joachim von Rot gewährt dem Fischer von Bleß auf Bitten Kaspar Bernhards Freiherrn von Rechberg das Recht, sich in Kirchdorf niederzulassen. Er soll wie andere Anwohner des Dorfes dem Kloster abgabenpflichtig sein, bleibt aber Eigenmann des Freiherrn von Rechberg, dem auch das Fischrecht in der Iller zusteht. Alle Fische, die der Freiherr nicht braucht, sollen dem Kloster angeboten werden; der Preis wird festgelegt. Der Freiherr erlegt die Summe von 120 fl, die dem Sebastian Geiger gegen jährliche Verzinsung von 6 fl gegeben wird. Dieser Zins von 6 fl ist an Heinrich Seyboldt als Hauszins des Fischers zu bezahlen. Unterschrieben von Abt Joachim und Caspar Bernhard Freiherr v. Rechberg (Vgl. U 592). Orig. Perg.-Kerfzettel, ohne Siegel.
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Abt Joachim von Rot gewährt dem Fischer von Bleß auf Bitten Kaspar Bernhards Freiherrn von Rechberg das Recht, sich in Kirchdorf niederzulassen. Er soll wie andere Anwohner des Dorfes dem Kloster abgabenpflichtig sein, bleibt aber Eigenmann des Freiherrn von Rechberg, dem auch das Fischrecht in der Iller zusteht. Alle Fische, die der Freiherr nicht braucht, sollen dem Kloster angeboten werden; der Preis wird festgelegt. Der Freiherr erlegt die Summe von 120 fl, die dem Sebastian Geiger gegen jährliche Verzinsung von 6 fl gegeben wird. Dieser Zins von 6 fl ist an Heinrich Seyboldt als Hauszins des Fischers zu bezahlen. Unterschrieben von Abt Joachim und Caspar Bernhard Freiherr v. Rechberg (Vgl. U 592). Orig. Perg.-Kerfzettel, ohne Siegel.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 U 614
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster
Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster >> Urkunden >> IX. Fremde Bestandteile des Klosterarchivs >> 2. Weltliche Personen >> Sonstige
1614 Oktober 16
Urkunden
Kirchdorf an der Iller BC
Pleß MN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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