Wasserbau- und Wasserstraßenamt Hameln (Bestand)
Show full title
NLA HA, Hann. 196 Hameln
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.12 Preußische Provinz Hannover >> 1.12.6 Hoch-, Tief- und Wasserbau, Verkehr, Postwesen >> 1.12.6.2 Untere Provinzialbehörden >> 1.12.6.2.3 Wasserstraßenämter
1775-1967
Bestandsgeschichte: Aufgrund des Erlasses des Bundesfinanzministers für Verkehr vom 21. Dezember 1981 sollten die Akten der aufgelösten Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vorrangig an die Archive abgegeben werden. Abgebende Behörden waren in der Regel die Nachfolgedienststellen. So ist auch im Falle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hameln verfahren worden.
Am 5. April 1982 bot das Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden als Nachfolgebehörde dem Hauptstaatsarchiv Hannover die Akten des aufgelösten Wasserschifffahrtsamtes Hameln, zusammen mit einem Aussonderungsverzeichnis an. Am 20. April 1982 habe ich um Aktenkeller des Wasserschifffahrtsamtes Hannoversch Münden die archivwürdigen Akten ausgewählt. Dabei musste ein sehr weiter Maßstab angelegt werden, da eine telefonische Rückfrage bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Hannover ergab, dass diese kurz vorher ohne Rücksprache mit dem Hauptstaatsarchiv ihre Altakten weitgehend vernichtet hatte. Infolgedessen müssen die Akten der nachgeordneten Wasser- und Schifffahrtsämter als Ersatzüberlieferung für das vernichtete Material der vorgesetzten Dienststelle gelten. Dieser Umstand zwang zu einer Übernahme auch von Akten, die man normalerweise nicht auf der unteren, sondern der mittleren Verwaltungsebene archiviert.
Außerdem wurde auf Akten, welche zeittypische wirtschafts-, sozial- und verwaltungsgeschichtliche Details aus der Zeit von 1914 bis 1945 dokumentierten, Wert gelegt, zum Beispiel auf Unterlagen, die über das Sozial- und Arbeitsrecht sowie die besonderen Lebensverhältnisse während der Inflationszeit, der Weltwirtschaftskrise und der Kriegsjahre Auskunft geben. Zudem zeichnete sich die Altregistratur aus Hameln durch eine reichhaltige, durch Blindkassationen wenig dezimierte Überlieferung aus.
Infolgedessen wurde ein relativ umfangreicher Bestand übernommen: Am 5. Mai 1982 gab das
Bestandsgeschichte: Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden 52 m Akten ab (vgl. Acc. 63/82). Ein kleiner Teil der Akten konnte noch nachträglich kassiert werden.
Da das Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden versäumt hatte, die Akten nach der laufenden Zählung des Aussonderungsverzeichnisses zu kennzeichnen, musste das hier nachgeholt werden, was sich als mühsamer Prozess erwies, da die alte Registraturordnung weitgehend verloren gegangen und eine erhebliche Anzahl von Akten überhaupt nicht aufgenommen war. Sie mussten im Aussonderungsverzeichnis nachgetragen werden. Außerdem fanden sich nicht alle Akten an, die im Behördenverzeichnis aufgeführt waren, sei es, dass sie wegen ungenauer Wiedergaben des Aktentitels oder der Altsignatur unter den ungeordneten und unverzeichneten Akten nicht zu identifizieren, sei es, dass sie versehentlich in Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden zurückgeblieben waren. Die nachträglich kassierten oder nicht aufgefundenen Akten wurden im Findbuch vermerkt.
Während des Jahres 1983 bemühte sich Herr Börner, die Ordnung der Ablieferung anhand des Aussonderungsverzeichnisses wieder herzustellen, Ungenauigkeiten des Verzeichnisses zu korrigieren und die unverzeichneten Akten nachzutragen. Diese Arbeit habe ich im Dezember 1983 zu Ende geführt, damit die Akten noch in voll benutzbarem Zustand in die im Frühjahr bevorstehende Umlagerung nach Pattensen einbezogen werden konnten. Die Reinemachefrauen haben die Akten entsprechend dem vorliegenden Verzeichnis in Kartons verpackt. Herr Mattissek hat die vorliegende maschinenschriftliche Abschrift des ergänzten Aussonderungsverzeichnisses gefertigt.
Wegen der zahlreichen Lücken und Nachträge des Aussonderungsverzeichnisses wäre eine Neuverzeichnung dem gewählten Verfahren vorzuziehen gewesen. Sie war 1983/84 wegen der bevorstehenden Verlagerung des Bestandes nach Pattensen nicht zu realisieren, wird aber
Bestandsgeschichte: zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden müssen, wenn Akten, die möglicherweise in Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden zurückgehalten wurden, in diesen Bestand einzugliedern wären.
Der Bestand gliedert sich in zwei Teile, einen ersten Teil A, welcher der Einteilung der alten, undatierten Aktenverzeichnisse der Wasserbauinspektion bzw. des Wasserbauamts Hameln (vgl. Hann. 196 Hameln Nr. 863) folgt, und einen zweiten, kaum nach sachlichen Gesichtspunkten gegliederten Nachtrag (Teil B), der u.a. die nur fragmentisch vorhandenen, älteren Akten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts enthält und zu einem späteren Zeitpunkt in Teil A anhand der Behördensignaturen eingeordnet werden müsste. Ein neueres Aktenverzeichnis des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hameln (vgl. Hann. 196 Hameln Nr. 864) lässt erkennen, dass keineswegs alle Spezialia dem Hauptstaatsarchiv angeboten wurden, sondern wahrscheinlich zum Teil noch in Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden zurückgeblieben sind. Im Falle einer Neuordnung müssten die zeitlichen Überschneidungen mit Bestand Hann. 96 Hameln ausgeglichen werden.
Hannover, den 20. Juni 1984
gez. Dr. Asch
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juni
Bestandsgeschichte: 2006
Am 5. April 1982 bot das Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden als Nachfolgebehörde dem Hauptstaatsarchiv Hannover die Akten des aufgelösten Wasserschifffahrtsamtes Hameln, zusammen mit einem Aussonderungsverzeichnis an. Am 20. April 1982 habe ich um Aktenkeller des Wasserschifffahrtsamtes Hannoversch Münden die archivwürdigen Akten ausgewählt. Dabei musste ein sehr weiter Maßstab angelegt werden, da eine telefonische Rückfrage bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Hannover ergab, dass diese kurz vorher ohne Rücksprache mit dem Hauptstaatsarchiv ihre Altakten weitgehend vernichtet hatte. Infolgedessen müssen die Akten der nachgeordneten Wasser- und Schifffahrtsämter als Ersatzüberlieferung für das vernichtete Material der vorgesetzten Dienststelle gelten. Dieser Umstand zwang zu einer Übernahme auch von Akten, die man normalerweise nicht auf der unteren, sondern der mittleren Verwaltungsebene archiviert.
Außerdem wurde auf Akten, welche zeittypische wirtschafts-, sozial- und verwaltungsgeschichtliche Details aus der Zeit von 1914 bis 1945 dokumentierten, Wert gelegt, zum Beispiel auf Unterlagen, die über das Sozial- und Arbeitsrecht sowie die besonderen Lebensverhältnisse während der Inflationszeit, der Weltwirtschaftskrise und der Kriegsjahre Auskunft geben. Zudem zeichnete sich die Altregistratur aus Hameln durch eine reichhaltige, durch Blindkassationen wenig dezimierte Überlieferung aus.
Infolgedessen wurde ein relativ umfangreicher Bestand übernommen: Am 5. Mai 1982 gab das
Bestandsgeschichte: Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden 52 m Akten ab (vgl. Acc. 63/82). Ein kleiner Teil der Akten konnte noch nachträglich kassiert werden.
Da das Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden versäumt hatte, die Akten nach der laufenden Zählung des Aussonderungsverzeichnisses zu kennzeichnen, musste das hier nachgeholt werden, was sich als mühsamer Prozess erwies, da die alte Registraturordnung weitgehend verloren gegangen und eine erhebliche Anzahl von Akten überhaupt nicht aufgenommen war. Sie mussten im Aussonderungsverzeichnis nachgetragen werden. Außerdem fanden sich nicht alle Akten an, die im Behördenverzeichnis aufgeführt waren, sei es, dass sie wegen ungenauer Wiedergaben des Aktentitels oder der Altsignatur unter den ungeordneten und unverzeichneten Akten nicht zu identifizieren, sei es, dass sie versehentlich in Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden zurückgeblieben waren. Die nachträglich kassierten oder nicht aufgefundenen Akten wurden im Findbuch vermerkt.
Während des Jahres 1983 bemühte sich Herr Börner, die Ordnung der Ablieferung anhand des Aussonderungsverzeichnisses wieder herzustellen, Ungenauigkeiten des Verzeichnisses zu korrigieren und die unverzeichneten Akten nachzutragen. Diese Arbeit habe ich im Dezember 1983 zu Ende geführt, damit die Akten noch in voll benutzbarem Zustand in die im Frühjahr bevorstehende Umlagerung nach Pattensen einbezogen werden konnten. Die Reinemachefrauen haben die Akten entsprechend dem vorliegenden Verzeichnis in Kartons verpackt. Herr Mattissek hat die vorliegende maschinenschriftliche Abschrift des ergänzten Aussonderungsverzeichnisses gefertigt.
Wegen der zahlreichen Lücken und Nachträge des Aussonderungsverzeichnisses wäre eine Neuverzeichnung dem gewählten Verfahren vorzuziehen gewesen. Sie war 1983/84 wegen der bevorstehenden Verlagerung des Bestandes nach Pattensen nicht zu realisieren, wird aber
Bestandsgeschichte: zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden müssen, wenn Akten, die möglicherweise in Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden zurückgehalten wurden, in diesen Bestand einzugliedern wären.
Der Bestand gliedert sich in zwei Teile, einen ersten Teil A, welcher der Einteilung der alten, undatierten Aktenverzeichnisse der Wasserbauinspektion bzw. des Wasserbauamts Hameln (vgl. Hann. 196 Hameln Nr. 863) folgt, und einen zweiten, kaum nach sachlichen Gesichtspunkten gegliederten Nachtrag (Teil B), der u.a. die nur fragmentisch vorhandenen, älteren Akten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts enthält und zu einem späteren Zeitpunkt in Teil A anhand der Behördensignaturen eingeordnet werden müsste. Ein neueres Aktenverzeichnis des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hameln (vgl. Hann. 196 Hameln Nr. 864) lässt erkennen, dass keineswegs alle Spezialia dem Hauptstaatsarchiv angeboten wurden, sondern wahrscheinlich zum Teil noch in Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden zurückgeblieben sind. Im Falle einer Neuordnung müssten die zeitlichen Überschneidungen mit Bestand Hann. 96 Hameln ausgeglichen werden.
Hannover, den 20. Juni 1984
gez. Dr. Asch
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juni
Bestandsgeschichte: 2006
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik)
- Gliederung (Archival tectonics)
- 1 Staatliche Bestände (Archival tectonics)
- 1.12 Preußische Provinz Hannover (Archival tectonics)
- 1.12.6 Hoch-, Tief- und Wasserbau, Verkehr, Postwesen (Archival tectonics)
- 1.12.6.2 Untere Provinzialbehörden (Archival tectonics)
- 1.12.6.2.3 Wasserstraßenämter (Archival tectonics)