Kurfürst Philipp von der Pfalz bevollmächtigt seine Räte Hans von Wallbrunn (Walborn), Ritter und Burggraf zu Starkenberg, und Doktor Dietrich von Plieningen, dass sie den Erbteil am Schloss und Amt Klingenberg am Main, den Graf Philipp II. von Hanau-Lichtenberg dem Pfalzgrafen und dessen "lieben sone" Landgraf Wilhelm III. von Hessen verkauft hat, mit allem Zubehör einnehmen, die Huldigung der Untertanen empfangen und das Schloss gebührlich besetzen und versehen. Kurfürst Philipp weist alle Knechte, "verwandten" und Untertanen des Schlosses und Amts Klingenberg um Gehorsam gegenüber seinen Räten an.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bevollmächtigt seine Räte Hans von Wallbrunn (Walborn), Ritter und Burggraf zu Starkenberg, und Doktor Dietrich von Plieningen, dass sie den Erbteil am Schloss und Amt Klingenberg am Main, den Graf Philipp II. von Hanau-Lichtenberg dem Pfalzgrafen und dessen "lieben sone" Landgraf Wilhelm III. von Hessen verkauft hat, mit allem Zubehör einnehmen, die Huldigung der Untertanen empfangen und das Schloss gebührlich besetzen und versehen. Kurfürst Philipp weist alle Knechte, "verwandten" und Untertanen des Schlosses und Amts Klingenberg um Gehorsam gegenüber seinen Räten an.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 365
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1493 Juli 30 (dinstags nach Jacobi apostoli)
fol. 247r [alt: 194r]
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Wie her Hansen von Walbron und doctor Diethern von Plainingen macht geben ist das sloß Klingenberg inzunemmen zu besetzen und huldung zunemmen et cetera". Vgl. auch die vorherige Urkunde (Nr. 364), wonach die Räte zur Aufrichtung eines Kaufvertrags bevollmächtigt werden (unter demselben Datum!).
Wallbrunn, Hans V. von; Ritter, Burggraf zu Starkenburg, -1498
Klingenberg am Main MIL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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