Ratsprotokolle (Auftragsangelegenheiten, Aufsichtsaufgaben, Brüchtengericht)
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Hist. Arch. (I), I-RP-04
Hist. Arch. (I) "Historisches Archiv" der Stadt Solingen (1493-1858)
"Historisches Archiv" der Stadt Solingen (1493-1858) >> I Solingen 03 Bürgermeister und Rat: Ratsprotokolle und Bürgermeisterweisungen
6. Dezember 1757 - 21. März 1772
Enthält: Bekanntgabe landesherrlicher Rundschreiben, Mandate, Befehle, Generale u.a. zu Kriegslasten, Steuern, Währungsfragen, Desertion; seit 60er J. in zunehmender Ausführlichkeit z.B. Brotgewichts- und Brotpreiskontrolle durch Magistrat, zu leichte Brote, Vernehmung der Bäcker (u.a. Bl. 68ff, 73, 110f, Caspar Wilh. u. Joh. Caspar Beckmann Bl. 137f, 169ff, 174); Auszahlung des städtischen Drittels der Kirchmeisterrechnung (Bl. 79); Kaution und Vereidigung des zum Steuerempfänger bestellten ehemaligen Bürgermeisters Johann Clemens Broch (106ff, 109, 111, 143); Stadtwindmühle (Bl. 153'f, 256ff); lutherischer Schöffe Arnold Stamm, 1765 (Bl. 144f, 160), katholischer Schöffe Pleiss (Bl. 225f); Isaac Benjamin schlachtet ca. 2 Tage altes "zum Schlachten unzeitiges" Kalb (Bl 168); Versteigerung enteigneter Mobilien zur Deckung von Steuerschulden (u.a. Theoph. Alte) (Bl. 189ff, 233ff); approbierte Chirurgen Willig, Christoph Gottschalk, Anton Nicolai (Bl. 195); Verhinderung des Wasserablaufs durch Zuschüttung des Stadtgrabens; Akzisevergehen (Bl. 196, 251f, 281f); Forderungen der Witwe Johann Knecht gegen Magistrat aus Kriegsrechnung (Bl. 210-216); Abnahme der Kriegsrechnungen von den Bürgermeistern Meigen und Eickhorn (-Bl. 221); Beschwerde der Bewohner der Mühlenstraße und am Ohlig über Zustand der Straßen (Bl. 229-232); Verkauf von Eßwaren auf dem Markt (236); Eid des Windmühlenpächters und des Müllerknechts (236'); Versteigerung der vom abgerissenen Ohliger Tor stammenden Steine, 1768 (Bl. 237'); Eidesformel des Viehbesehers Johann Peter Unshelm anläßlich der Rinderseuche (Bl. 239); Wahl eines 2. Schöffen nach Entlassung des alten Schöffen Johann Bick (Bl. 271-2873); Straßenpflasterung (Bl. 277f); baulicher Zustand, Reparatur von Stadtschule und Lehrerwohnung (Bl. 278, 280f); Instandhaltung benannter Straßen durch benannte Anlieger (Bl. 284ff); Weigerung den Bürgereid zu leisten (Bl. 287); Übergang der Apotheke von Johann Eulenberg auf Adolph Wilhelm Wisselink; Privilegien für Apotheker Korte und Neuhaus (Bl. 287f); Eid des Bürgermeisters (Bl. 290); Verbot des Ausschenkens und Trinkens von Wein, Bier und Branntwein während der reformierten und katholischen Gottesdienstzeiten, jeweils von Wirten für Gäste der entsprechenden Konfession (Bl. 291); Auftragsvergabe von Brandspritzen und Löscheimern u.a. an Kupferschläger und Lohgerber (Bl. 334ff, 345ff); Schlägerei und Einsatz der Bürgerwehr (349ff); ausführliches Verhör eines fremden des Diebstahls verdächtigen Juden Salomon Moses (Bl. 359-368)
Archivale
Darin: Wasserzeichen des Bandes: springendes Einhorn, vor ihm Reichsapfel; Buchstaben CHF
Knecht, Johann
Eickhorn
Stamm, Arnold
Pleiß
Bick, Johann
Broch, Johann Clemens
Beckmann, Caspar Wilhelm
Korte
Beckmann, Johann Caspar
Benjamin, Isaac
Willig
Gottschalk, Christoph
Nicolai, Anton
Unshelm, Johann Peter
Eulenberg, Johann
Wisselink, Adolph Wilhelm
Neuhaus
Moses, Salomon
Meigen
Ratsprotokoll
Alkohol
Bier
Bürgermeister
Bürgerwehr
Finanzen
Gesundheit
Handwerk
Juden
Kriminalität
Markt
Medizin
Militär
Schule
Steuern
Straßen
Wasser
Wein
Schöffe
Arzt
Rat
Schulden
Apotheke
Diebstahl
Bäcker
Branntwein
Feuerschutz
Kriegskosten
Viehseuche
Wall
Akzise
Windmühle
Kirchenmeister
Stadtgraben
Bürgereid
Bürgerverhöre
Brüchtengericht
Stadtwindmühle
Eid
Viehbeseher
Rinderseuche
Löscheimer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:42 MEZ