Friedrich Baumgärtner (Bau/e/mgertner) von Dornau (Do/e/rnau/o/) und seine Ehefrau Liutgard (Luka) verkaufen gemeinsam Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg einen Zins von 10 Schilling Heller. Diesen sollen sie künftig jedes Jahr am 11. November (vff sancte Martins dag in deme wintere) dem Präsenzmeister (irem amptmann, wer des iars presencier ist) des Stifts entrichten. Der Zins gefällt von Haus und Garten in der Vorstadt (in dem furbu/e/e) von Aschaffenburg in der Schmiedegasse (Smedegaszen) zwischen den Häusern des Bäckers [Johann] Drutman und der Luzichin Gegir. Von diesem Haus stehen der Kammer (kamerie) des Stifts bereits jährlich 26 Heller zu. Der verkaufte Zins ist für die Präsenzreichnisse der Vikarie, die Johann Schwab (Swaph) am Altar auf dem Marienchor (vf vnser Frauwen kore) in der Stiftskirche gestiftet hat, bestimmt. Die Verkäufer haben dafür von den Käufern 8 Pfund weniger 6 Schilling Heller erhalten. Auf Bitte der Verkäufer fertigt der öffentlich Notar Heinrich Sedeler von Aschaffenburg ein Notariatsinstrument über diesen Verkauf an.