Bischof Eberhard von Münster verpfändet an Wilhelm gen. Holwecge, Bürger (oppidanus) in Bocholt (Bucholte), für 100 Mark münsterischer Pfennige seine Mühle in der genannten Stadt (oppidum) samt Zubehör, die Grutpfennige (denarii fermentales) ebendort und seine Leute (homines), die vrigelude heißen, in seinem Gericht (iurisdictio) um Bocholt. Alle Einkünfte von den genannten Sachen und Personen hat Wilhelm auf die Pfandsumme anzurechnen; erst nach vollständiger Rückzahlung derselben können Wilhelm die Pfandschaften genommen werden. Die jährlichen Abgaben (precarie) der Freie (vrien) genannten Leute will der Bischof durch einen Diener oder Boten erheben lassen, damit Wilhelm sie umso leichter erhält. Nach Rückzahlung der Pfandsumme kehren die Pfandschaften uneingeschränkt in die Hand des Bischofs und seiner Kirche zurück. Der Aussteller kündigt sein Siegel und das seiner Kirche an. Acta sunt hec in ecclesia de Borken. Zeugen: Hermann von Lüdinghausen (Ludenchusin), Wessel von Lembeck (Lembeke), Gerlach von Bevern (Beveren), Goswin gen. Brant, Ritter, Goswin von Gemen (Gemene), Alard von Heiden (Heydene), Gerhard von Diepenbrock (Dipenbruke), Heinrich, Richter in Münster, Albert, Küchenmeister, Knappen, Arnold von Erle, Heinrich gen. de Welschelo und Johannes gen. Wrethe, Bürger in Bocholt. in vigilia beati Mathei apostoli