Elseke, Witwe des Ritters Hermans des Wendt, Gotscalk, Herman und Frederik, ihre Söhne, beurkunden, daß sie dem Konvent der Jungfrauen auf der Neustadt zu Lemgo, wo ihr Vater Herman vor dem Altar der zehntausend Ritter begraben liegt, von ihrem Gut soviel gegeben haben, daß sie damit gekauft haben 5 Mark Lemgoer Pfennige für das Seelenheil ihres Vaters und ihrer Voreltern und ihrer selbst. Der Konvent hat sich verpflichtet, daß er, solange das Stift (stichte) besteht, eine Messe an dem genannten Altar halten läßt und daß Ghered als Kapellan für diese Messe angenommen ist, solange er lebt, für die genannte Rente jährlich 30 Schilling zu Ostern, 30 Schilling zu Michaaelis. Die 5 Mark sind auf ihr Gut zu Eddessen (Hedessen) angewiesen und zu Michaelis fällig. Die Messe soll Gheret täglich halten. Kann er sie aus irgendwelchen Gründen nicht halten, soll er einen andern an seine Stelle setzen. Nach seinem Tode sollen Priorin und Konvent einen andern bestimmen, nur daß täglich Messe sei. Lassen sie es daran fehlen, fällt das Gut zurück solange, bis wieder Messe ist. Zeugen: Syvert Bose, Ritter, Lutbrecht und Hinrik de Wende und Conrad Bose, Knappen, Hinrich von Oldenberg, der Freigraf. Desse Bref ist gegheven 1349 jare na der bort unses herren in deme heylighen daghe sunte Vincencius. Original auf Pergament mit drei anhängenden Siegeln.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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