Metzner, Joseph (1839-1888) (Bestand)
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Rep. 70 NLT 100
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[1538, 1677, 1831] 1831 - 1888 [2012]
Vorwort
1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Ein Teil des Nachlasses (Nr. 1-2) von Regens Joseph Metzner (1839-1888) wurde bei Ordnungsarbeiten am Nachlassteil Theodor Geiger (1863-1960; NLT 43) entdeckt und einem eigenen Nachlassteil Joseph Metzner zugeordnet. Die Bücher konnten anhand der Widmungen eindeutig als privates Eigentum von Regens Joseph Metzner identifiziert werden. Die Widmungen stammen von dem italienischen Geistlichen Gaetano Cerutti (geb. 1849), der für kurze Zeit am Bamberger Priesterseminar war und 1880 in Bamberg zum Priester geweiht wurde.
Ein Großteil der historischen Forschungsarbeiten wurde bei Provenienzbereinigungen von Beständen des Archivs des Erzbistums Bamberg gefunden. Leider ist nicht mehr nachvollziehbar aus welchem Bestand die Unterlagen herausgenommen wurden.
Die übrigen Unterlagen konnten im Mai 2012 bei einer Verwandten abgeholt werden.
Der kleine Nachlassteil enthält u.a. Unterlagen zu Metzners künstlerischen, literarischen und historischen Werken.
Interessant sind die Korrespondenzpartner von Regens Metzner. Erhalten sind u.a. Briefe folgender Personen: Erzbischof Michael von Deinlein, Erzbischof Friedrich von Schreiber, Prof. Franz Xaver Funk (1840-1907) - Professor für Patrologie in Tübingen, Kunstmalerin Anna Maria Freiin von Oer (1846-1929), Bildhauer Wilhelm Achtermann (1799-1884) und Heimatdichter Franz Wisbacher (1849-1912) aus Ainring.
Joseph Metzner hat um 1870 eine Abhandlung über die Bamberger Dominikanerschwester Columba Schonath (1730-1787) geschrieben, die als unveröffentlichtes Manuskript im Pfarrarchiv St. Gangolf Bamberg erhalten ist (AEB, Rep. 60 PfarrA Bamberg St. Gangolf Nr. 548). Sicher sind aufgrund dieser Arbeit ein Bericht des Paulus Gunzelmann aus Bamberg über eine Erscheinung der Columba Schonath im Jahr 1860 sowie ein Brief des Dominikanerpaters P. Raymund Hecking OP (+1903) im Nachlass überliefert (s. NLT 100 Nr. 8).
Die Bearbeiterin hat für die Verzeichnungsarbeit im Internet nach Informationen zu einigen Personen gesucht. Diese Rechercheergebnisse sind unter der Nr. 38 zu finden.
2. Zur Person
Joseph Metzner wurde am 10. März 1839 als Sohn des Buchbindermeisters Matthäus Metzner (1805-1886) in Bamberg geboren. Am 10. November 1861 wurde er zum Priester geweiht. Joseph Metzner war zunächst Kooperator bei seinem Onkel in Kleukheim, dann in Fürth. Ab 01. Oktober 1863 war er Kaplan in Nürnberg und Religionslehrer an der Erziehungsanstalt in Lichtenhof, der Töchterschule und dem Portschen Instiut. Zum 01. Mai 1867 wurde er Kuratus am Krankenhaus in Bamberg, später in Kulmbach und auf der Veste Rosenberg in Kronach. 1871 wurde er in Bayreuth Militär-Kuratus. Zum 01. Februar 1873 wurde Joseph Metzner Professor am kgl. Gymnasium in Bamberg. Drei Jahre später wurde er Regens im Bamberger Priesterseminar und Dozent für Moral, Pastoral und Liturgik an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Bamberg. Am 25. März 1885 wurde Regens Metzner Domkapitular.
Joseph Metzner war künstlerisch und literarisch begabt und verfasste einige historische Werke zur Bamberger Kirchengeschichte. Außerdem gründete er den St. Heinrichs-Verein Bamberg und war Präses dieses Vereins.
Joseph Metzner verstarb am 05. April 1888.
3. Quellen
AEB, Rep. 70 NL 6/1 Nr. 559, Beschreibung des Lebens und der Todesumstände Josef Metzners aus einem Jahrbuch
AEB, Rep. 70 NLT 615, Nachlassteil von Maria Meier, geb. Metzner (1897-1975)
AEB, Rep. 80 Slg 6 Nr. 1104-pp, Portraitfoto
AEB, Rep. 80 Slg 6 Nr. 1105-pp, Portraitfoto
AEB, Rep. 80 Slg 6 Nr. 1106-pp, Portraitfoto
AEB, Rep. 60 PfarrA Bamberg, St. Gangolf, Tit. I, Fach Nr. 2, Akten Nr. 2 "Columba" (AEB, Rep. 60 PfarrA Bamberg St. Gangolf Nr. 548). Unveröffentlichtes Manuskript von Joseph Metzner, um 1870
AEB, Rep. 60 PfarrA Kleukheim Nr. 1053 ff. (Rechnungen der Filialkirchenstiftung Oberküps mit von Metzner gestalteten Einbänden) vgl. Pfarrarchive - bedrohtes Kulturgut vor Ort. Ein Handbuch. Hrsg. v. Josef Urban, Bamberg 1995 (= Kleinausstellungen im Archiv des Erzbistums Bamberg 2) S. 105 ff.
4. Veröffentlichungen
Joseph Metzner: Herzensfrühling. Gedichte. Bamberg 1865
Joseph Metzner: Stephan Schulers Saalbuch der Frauenkirche in Nürnberg. Bamberg 1869
Joseph Metzner: Fabiola. Ein Lebensbild aus d. Zeit d. Kaisers Honorius ; für Pensionate u. höhere Töchterschulen. Bamberg 1871
Joseph Metzner: Dichter-Spenden. Zum Besten des St.-Heinrichs-Vereins für katholische Lehrlinge in Bamberg. Bamberg 1883
Joseph Metzner: Friedrich Nausea aus Waischenfeld, Bischof von Wien. Regensburg 1884
Joseph Metzner: Ernst von Mengersdorf, Fürstbischof von Bamberg. Die Weihbischöfe Dr. Jakob Feucht und Dr. Johann Ertlin. Biographische Skizzen. Bamberg 1886
Joseph Metzner: Geschichte des Ernestinums und Ottonianums zu Bamberg. Als Fortsetzung der Geschichte des Ernestinischen Klerikalseminars von Dr. L.C. Schmitt bearbeitet. Bericht des Historischen Vereins Bamberg 47 (1894)
5. Literatur
Josef Urban: Das Priesterseminar und die Bamberger Theologie im 19. Jahrhundert. In: Seminarum Ernestinum. 400 Jahre Priesterseminar Bamberg. Hrsg. v. Michael Hofmann u.a.. Bamberg 1986, S. 172-197
Derselbe: Die Bamberger Kirche in Auseinandersetzung mit dem Ersten Vatikanischen Konzil. Bamberg 1982 (Berichte des Historischen Vereins Bamberg, Beiheft 15/I und II)
Reindl, Albin: Domkapitular Joseph Metzner (1839-1888). Regens, Lycealprofessor, Gründer des St. Heinrichsvereins Bamberg. In: Bericht des Historischen Vereins Bamberg Bd. 137. Bamberg 2001, S. 285-322
6. Zitierweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 100, Nr. ...
1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Ein Teil des Nachlasses (Nr. 1-2) von Regens Joseph Metzner (1839-1888) wurde bei Ordnungsarbeiten am Nachlassteil Theodor Geiger (1863-1960; NLT 43) entdeckt und einem eigenen Nachlassteil Joseph Metzner zugeordnet. Die Bücher konnten anhand der Widmungen eindeutig als privates Eigentum von Regens Joseph Metzner identifiziert werden. Die Widmungen stammen von dem italienischen Geistlichen Gaetano Cerutti (geb. 1849), der für kurze Zeit am Bamberger Priesterseminar war und 1880 in Bamberg zum Priester geweiht wurde.
Ein Großteil der historischen Forschungsarbeiten wurde bei Provenienzbereinigungen von Beständen des Archivs des Erzbistums Bamberg gefunden. Leider ist nicht mehr nachvollziehbar aus welchem Bestand die Unterlagen herausgenommen wurden.
Die übrigen Unterlagen konnten im Mai 2012 bei einer Verwandten abgeholt werden.
Der kleine Nachlassteil enthält u.a. Unterlagen zu Metzners künstlerischen, literarischen und historischen Werken.
Interessant sind die Korrespondenzpartner von Regens Metzner. Erhalten sind u.a. Briefe folgender Personen: Erzbischof Michael von Deinlein, Erzbischof Friedrich von Schreiber, Prof. Franz Xaver Funk (1840-1907) - Professor für Patrologie in Tübingen, Kunstmalerin Anna Maria Freiin von Oer (1846-1929), Bildhauer Wilhelm Achtermann (1799-1884) und Heimatdichter Franz Wisbacher (1849-1912) aus Ainring.
Joseph Metzner hat um 1870 eine Abhandlung über die Bamberger Dominikanerschwester Columba Schonath (1730-1787) geschrieben, die als unveröffentlichtes Manuskript im Pfarrarchiv St. Gangolf Bamberg erhalten ist (AEB, Rep. 60 PfarrA Bamberg St. Gangolf Nr. 548). Sicher sind aufgrund dieser Arbeit ein Bericht des Paulus Gunzelmann aus Bamberg über eine Erscheinung der Columba Schonath im Jahr 1860 sowie ein Brief des Dominikanerpaters P. Raymund Hecking OP (+1903) im Nachlass überliefert (s. NLT 100 Nr. 8).
Die Bearbeiterin hat für die Verzeichnungsarbeit im Internet nach Informationen zu einigen Personen gesucht. Diese Rechercheergebnisse sind unter der Nr. 38 zu finden.
2. Zur Person
Joseph Metzner wurde am 10. März 1839 als Sohn des Buchbindermeisters Matthäus Metzner (1805-1886) in Bamberg geboren. Am 10. November 1861 wurde er zum Priester geweiht. Joseph Metzner war zunächst Kooperator bei seinem Onkel in Kleukheim, dann in Fürth. Ab 01. Oktober 1863 war er Kaplan in Nürnberg und Religionslehrer an der Erziehungsanstalt in Lichtenhof, der Töchterschule und dem Portschen Instiut. Zum 01. Mai 1867 wurde er Kuratus am Krankenhaus in Bamberg, später in Kulmbach und auf der Veste Rosenberg in Kronach. 1871 wurde er in Bayreuth Militär-Kuratus. Zum 01. Februar 1873 wurde Joseph Metzner Professor am kgl. Gymnasium in Bamberg. Drei Jahre später wurde er Regens im Bamberger Priesterseminar und Dozent für Moral, Pastoral und Liturgik an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Bamberg. Am 25. März 1885 wurde Regens Metzner Domkapitular.
Joseph Metzner war künstlerisch und literarisch begabt und verfasste einige historische Werke zur Bamberger Kirchengeschichte. Außerdem gründete er den St. Heinrichs-Verein Bamberg und war Präses dieses Vereins.
Joseph Metzner verstarb am 05. April 1888.
3. Quellen
AEB, Rep. 70 NL 6/1 Nr. 559, Beschreibung des Lebens und der Todesumstände Josef Metzners aus einem Jahrbuch
AEB, Rep. 70 NLT 615, Nachlassteil von Maria Meier, geb. Metzner (1897-1975)
AEB, Rep. 80 Slg 6 Nr. 1104-pp, Portraitfoto
AEB, Rep. 80 Slg 6 Nr. 1105-pp, Portraitfoto
AEB, Rep. 80 Slg 6 Nr. 1106-pp, Portraitfoto
AEB, Rep. 60 PfarrA Bamberg, St. Gangolf, Tit. I, Fach Nr. 2, Akten Nr. 2 "Columba" (AEB, Rep. 60 PfarrA Bamberg St. Gangolf Nr. 548). Unveröffentlichtes Manuskript von Joseph Metzner, um 1870
AEB, Rep. 60 PfarrA Kleukheim Nr. 1053 ff. (Rechnungen der Filialkirchenstiftung Oberküps mit von Metzner gestalteten Einbänden) vgl. Pfarrarchive - bedrohtes Kulturgut vor Ort. Ein Handbuch. Hrsg. v. Josef Urban, Bamberg 1995 (= Kleinausstellungen im Archiv des Erzbistums Bamberg 2) S. 105 ff.
4. Veröffentlichungen
Joseph Metzner: Herzensfrühling. Gedichte. Bamberg 1865
Joseph Metzner: Stephan Schulers Saalbuch der Frauenkirche in Nürnberg. Bamberg 1869
Joseph Metzner: Fabiola. Ein Lebensbild aus d. Zeit d. Kaisers Honorius ; für Pensionate u. höhere Töchterschulen. Bamberg 1871
Joseph Metzner: Dichter-Spenden. Zum Besten des St.-Heinrichs-Vereins für katholische Lehrlinge in Bamberg. Bamberg 1883
Joseph Metzner: Friedrich Nausea aus Waischenfeld, Bischof von Wien. Regensburg 1884
Joseph Metzner: Ernst von Mengersdorf, Fürstbischof von Bamberg. Die Weihbischöfe Dr. Jakob Feucht und Dr. Johann Ertlin. Biographische Skizzen. Bamberg 1886
Joseph Metzner: Geschichte des Ernestinums und Ottonianums zu Bamberg. Als Fortsetzung der Geschichte des Ernestinischen Klerikalseminars von Dr. L.C. Schmitt bearbeitet. Bericht des Historischen Vereins Bamberg 47 (1894)
5. Literatur
Josef Urban: Das Priesterseminar und die Bamberger Theologie im 19. Jahrhundert. In: Seminarum Ernestinum. 400 Jahre Priesterseminar Bamberg. Hrsg. v. Michael Hofmann u.a.. Bamberg 1986, S. 172-197
Derselbe: Die Bamberger Kirche in Auseinandersetzung mit dem Ersten Vatikanischen Konzil. Bamberg 1982 (Berichte des Historischen Vereins Bamberg, Beiheft 15/I und II)
Reindl, Albin: Domkapitular Joseph Metzner (1839-1888). Regens, Lycealprofessor, Gründer des St. Heinrichsvereins Bamberg. In: Bericht des Historischen Vereins Bamberg Bd. 137. Bamberg 2001, S. 285-322
6. Zitierweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 100, Nr. ...
39 VEs
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 12:22 MESZ