Leopold Friedrich Reißinger, B. in der kaiserlich erzfürstlich oberösterreichischen Stadt Scheer, verkauft dem wohledlen und gestrengen Johann Hilbi, Landschreiber, zu Eigen seine Behausung mit allen Gerechtigkeiten sowie Scheuer, Stallung und Dunglege (Thumbkgin) beim alten Spitalhaus gegenüber der Stadtmauer, einen Krautgarten hinter der Badstube in der Au und 3 Äcker von 2 J., 1 1/4 J. und 1 J. sowie ein Viertel Akker in den neuen Luppold Stockteilen [alles näher lokalisiert]. Aus allem gehen nur die gewöhnlichen Steuern und der Zehnt, aus den 2 J. am Schnellengraben jedoch zusätzlich die 9. Garbe. Der Empfang des Kaufpreises von 1385 fl. wird bestätigt. Der Verkäufer behält sich Wohnrecht und den Ertrag der verkauften Äcker bis Martini 1696 vor. Er verspricht, daß die verkauften Stücke unbelastet und die 20 fl. Kapital auf das Haus gegenüber der St. Sebastians-Bruderschaft abgelöst worden sind; er leistet zu gen. Bedingungen Währschaft. Gen. Personen: Georg Gutknecht; Caspar Schnell; Hans Georg Teglin; Waldburga Schultheiß; Christoph Ratzenhofer; Matheus Küferlin; Johannes Frickh, Bm.; Georg Speh; Johannes Stumpp; Christian Reißer; Christoph Will.
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Leopold Friedrich Reißinger, B. in der kaiserlich erzfürstlich oberösterreichischen Stadt Scheer, verkauft dem wohledlen und gestrengen Johann Hilbi, Landschreiber, zu Eigen seine Behausung mit allen Gerechtigkeiten sowie Scheuer, Stallung und Dunglege (Thumbkgin) beim alten Spitalhaus gegenüber der Stadtmauer, einen Krautgarten hinter der Badstube in der Au und 3 Äcker von 2 J., 1 1/4 J. und 1 J. sowie ein Viertel Akker in den neuen Luppold Stockteilen [alles näher lokalisiert]. Aus allem gehen nur die gewöhnlichen Steuern und der Zehnt, aus den 2 J. am Schnellengraben jedoch zusätzlich die 9. Garbe. Der Empfang des Kaufpreises von 1385 fl. wird bestätigt. Der Verkäufer behält sich Wohnrecht und den Ertrag der verkauften Äcker bis Martini 1696 vor. Er verspricht, daß die verkauften Stücke unbelastet und die 20 fl. Kapital auf das Haus gegenüber der St. Sebastians-Bruderschaft abgelöst worden sind; er leistet zu gen. Bedingungen Währschaft. Gen. Personen: Georg Gutknecht; Caspar Schnell; Hans Georg Teglin; Waldburga Schultheiß; Christoph Ratzenhofer; Matheus Küferlin; Johannes Frickh, Bm.; Georg Speh; Johannes Stumpp; Christian Reißer; Christoph Will.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 1012
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 17. Jahrhundert >> 1690 - 1699
1695 Januar 21
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: auf Bitten des A. die Stadt Scheer mit dem größeren Sg.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; in Holzkapsel; stark abgegriffen und leicht besch.; Legende: SIGILLVM DER STAT SCHERR; in einem Schild eine Schere mit nach oben geöffneten Schneiden, die oben von einem Fisch und zwischen den Schneiden sowie rechts, links und unten von einer Rose begleitet ist, über dem Schild ein Engel.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; in Holzkapsel; stark abgegriffen und leicht besch.; Legende: SIGILLVM DER STAT SCHERR; in einem Schild eine Schere mit nach oben geöffneten Schneiden, die oben von einem Fisch und zwischen den Schneiden sowie rechts, links und unten von einer Rose begleitet ist, über dem Schild ein Engel.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:45 MESZ
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