Hermann von Holdinchove, Richard, der Bruder des Wilhelm Becker (Pistoris), und Rutger gen. Gradighe, Bürger zu Werl (Werlenses), bekunden, sie hätten mit Zustimmung ihrer Erben dem Kloster von Oelinghausen (Olinchusen) Geldrenten (annuas perpetuas denariorum pensiones) verkauft, und zwar habe Hermann eine Rente von vier Schillingen verkauft, von denen zwei aus dem Hausplatz der Frau gen. Kneveleresche, die anderen zwei aus dem Hausplatz vor dem Hof (curiam) des Herbord gen. up dem Velde als Einheit zu zahlen sind, so daß ein Mangel an der einen Rente durch die andere ausgeglichen wird. Richard habe ebenfalls eine Rente von vier Schillingen aus seinem Hausplatz verkauft. Schließlich habe auch Rutger eine Rente von vier Schillingen aus seinem Hausplatz verkauft. Alle Renten sind jährlich zu Michaelis zu entrichten. Die genannten Hausplätze sind nicht durch andere Renten belastet außer dem Wortgeld (denarii areales), das in der Volkssprache "wuortpennighe" heißt. Wilhelm Becker (Pistor) und Johannes gen. Scolere, beide Bürgermeister zu Werl, sowie Emelricus gen. Wale, Hermann gen. Wendelere, Theodericus Dytleui, Heinrich gen. Heyne, Hermann gen. Melkestere, Heinrich Kauolt, Heinrich Crevith, Jacob Nolle, Heinrich Prosekese und Everhard gen. Kespeke, alles Ratsherren zu Werl, vor denen die Verträge geschlossen wurden, künden die Anhängung des Siegels der Stadt Werl an. Geschehen 1302 April 23 (in festo beati Georgii). Zeugen: Johannes Schreiber (Scriuere), Heinrich von Berstrate, Ludolf von Pentelinc, Heinrich von Berdinc und sein Sohn Heinrich, Everhard gen. Swinincholth, alles Bürger zu Werl.