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Abbildung von Murray Hall
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Schwarz-Weiß-Fotografie vermutlich einer Druckgrafik, die Murray-Hall zeigt. Er ist vom Kopf bis zu den Füßen zu sehen und wurde frontal porträtiert. Er trägt einen langen, dunklen Mantel, dessen obere Knöpfe geschlossen sind, dunkle Hosen und Schuhe, ein helles Hemd mit Krawatte. Auf dem Kopf trägt er einen Melonenhut, unter dem linken Arm vermutlich eine Aktentasche. Die rechte Hand hat er in der Tasche seines Mantels verborgen. Der Hintergrund ist neutral, nur der Boden, auf dem er steht, ist mit Schraffuren versehen. Er blickt die Betrachtenden an.
Kontext:
Murray Hall (1841–1901) war ein Politiker der Tammany Hall, einer Organisation der Demokratischen Partei in New York City. Hall lebte als Mann, sein Geburtsgeschlecht war als weiblich deklariert worden. Erst als er starb, wurde letzteres bekannt.
Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und andere, die sich für die Rechte (sexueller) Minderheiten einsetzen, griffen in ihren Schriften und weiteren aufklärerischen Arbeiten oft auf historische oder bekannte Persönlichkeiten zurück, die nicht in geschlechtliche Normvorstellungen passten. Damit verwiesen sie auf eine lange Traditionslinie von Identitätskonzepten, die jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Norm lagen.
Politiker
Geschlechterrolle
Druckgrafik
Transgender
Murray Hall (1840-1901)
Bildunterschrift in o. A.: Zeitungsausschnitte.: Murray-Hall
Bildunterschrift in Hirschfeld/Tilke: Der erotische Verkleidungstrieb: Geschlechtsentdeckung nach dem Tode (vergl. „Transvestiten“ pag. 401–414).
Der Tammany-Politiker „Mr.“ Murray-Hall, der 30 Jahre als Mann lebte, zweimal verheiratet war und eine Adoptivtochter hatte, die auf's Höchste überrascht war, als der Leichenbeschauer das weibliche Geschlecht ihres Vaters feststellte.
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-414_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft