Kulturamt (Bestand)
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SG [41]
Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik) >> Bestände städtischer Provenienz (ab 1808/1815) >> Städtische Provenienz (ab 1929) >> Schul- und Kulturangelegenheiten >> Kulturangelegenheiten
1901 - 2002
Findbuchvorwort: 1. Herkunft des Bestands und Zugang ins Archiv Der Bestand des Kulturamts setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der bereits verzeichnete Bestand umfasst 699 AE und wurde Ende der 1980er Jahre von Dr. Ralf Stremmel erschlossen. Es gibt ein undatiertes Findbuch mit Index, dessen Akten den Zeitraum 1901 bzw. 1929 bis 1985 abdecken. Der nun neu hinzugefügte Teil des Bestands enthält 561 AE. Zu den frühen Zugängen ins Archiv können nur wenige Angaben gemacht werden. In den Listen der Ablieferungen vom 11.12.1950, 22.09.1965 und 12.01.1968 sind keine später vergebenen Archivsignaturen vermerkt. Daher ist unklar, ob neben diesen noch weitere Ablieferungen erfolgt sind. Des Weiteren setzt sich der Bestand aus den folgenden Akzessionen zusammen: Akzession 1982/001 vom 20.10.1982 Akzession 1983/049 vom 29.12.1983 Akzession 1984/031 vom 13.12.1984 Akzession 1985/001 vom 11.01.1985 Aus dem Protokoll der Aktenablieferungen 1984 und 1985 geht hervor, dass sich die Schriftgutablage im Kulturamt nach einem sehr differenzierten Aktenplan richtete. Die damals übernommenen Unterlagen stammten größtenteils aus den 1950er Jahren, allerdings waren auch Unterlagen aus der Vorkriegszeit dabei. Ein Großteil des umfangreichen Bestands zur Theater- und Konzertwerbung sowie Einzelakten über durchgeführte Konzerte und erledigte Vermietungen wurde damals zur Kassation freigegeben. Zwischen 1985 und 1999 ist keine weitere Übernahme dokumentiert. Neu hinzugefügt wurden Akten aus folgenden Akzessionen: Akzession 1999/017 vom 16.04.1999 Akzession 2000/025 vom 10.03.2000 Akzession 2005/003 vom 11.01.2005 Akzession 2006/018 vom 17.08.2006 Akzession 2010/005 vom 25.10.2010 Akzession 2013/017 vom 26.04.2013 Akzession 2017/014 vom 21.09.2017 Bei der Übernahme der Unterlagen 1999 beschrieb der Bearbeiter Michael Korn die Unterlagen als "wohlformiert" und säuberlich beschriftet. Die meisten der Unterlagen befanden sich in Stehordnern. Der Aktenplan war Mitte der 1990er Jahre nach und nach aufgegeben worden. Vor der Verzeichnung umfasste dieser Bestand 32,9 lfm. mit 475 Einheiten. Durch Bewertung und Umbetten wurde er auf 15,6 lfm. reduziert und besteht nun aus 561 AE. Zusammen mit den bisher verzeichneten 699 AE ergibt sich eine Gesamtgröße des Bestands von 1260 AE. Die Laufzeit des ergänzten Bestands reicht von 1931 bis 2002, wobei der Schwerpunkt auf den 1960er bis 1980er Jahren liegt. Den alten Bestand mit eingeschlossen reichen die Dokumente bis 1901 bzw. 1929 zurück und stellen auch den Bereich der 1950er Jahre verstärkt dar. 1.1 Inhaltliche Schwerpunkte Inhaltlich umfassen die Akten die Themenfelder allgemeine Verwaltung, Veranstaltungswesen, kulturelle Zusammenarbeit mit anderen Städten, privates Vereinswesen sowie Bau, Unterhaltung und Vermietung städtischer Gebäude und Räumlichkeiten. Der Themenschwerpunkt liegt deutlich auf dem Veranstaltungswesen, vor allem auf dem Theater- und Konzertbereich. Ein Teil der Unterlagen betrifft die städtischen Kultureinrichtungen Stadtarchiv, Stadtbücherei, Volkshochschule und Deutsches Klingenmuseum, da diese zeitweise dem Kulturamt zugehörig waren. Diese sind jedoch eher allgemeiner Natur. Für Akten über die Tätigkeit der Einrichtungen empfiehlt sich eher ein Blick in die jeweiligen Bestände (siehe Punkt 5). 2. Geschichte und Aufgaben des Registraturbildners 2.1 Kulturamt Da sich der Großteil des Bestands auf die Zeit nach 1949 bezieht, wird an dieser Stelle lediglich die Behördengeschichte ab der Gründung des Kulturamtes wiedergegeben. Eine ausführliche Darstellung des Solinger Kulturlebens in der NS- und Besatzungszeit wäre sicherlich wünschenswert, ist aber aufgrund der Fülle der Informationen an dieser Stelle nicht umsetzbar. Einige Quellen, die als Heranführung an das Thema dienen können, sind in Punkt 6 genannt. Zur besseren Übersicht folgt eine Übersicht der Kulturamtsleiter sowie der Kulturdezernenten mit der jeweiligen Amtszeit: "Kulturverantwortliche": 1939 - 1945 Ernst-Erich Strassl (*01.10.1911 - † ?) 1945 Georg Meistermann (*16.06.1911 - † 12.06.1990) 1945 - 1946 Alfred Mayerle (*02.10.1916 - † ?) Kulturamtsleiter: 1948 - 1984 Hans Demmer (*23.09.1919 - † 09.10.1999) 1984 - 2000 Jürgen Ullmann (*1941 - ) 2001 - 2020 Hans Knopper (*15.06.1954 - ) Kulturdezernenten: 1945 Ludwig Brauns (*04.11.1886 - † 24.04.1970) 1945 - 1949 Richard Erntges (*27.12.1890 - † 03.09.1968) 1950 Ludwig Brauns (*04.11.1886 - † 24.04.1970) 1951 - 1955 Richard Erntges (*27.12.1890 - † 03.09.1968) 1956 - 1968 Wolfgang Stroedel (*17.06.1910 - † 24.01.1997) 1968 - 1970 Ulrich Kaiser (*17.06.1908 - † 05.11.1983) 1970 - 1971 Peter Engelen (*28.01.1914 - † 03.03.1984) 1971 - 1971 Ulrich Kaiser (*17.06.1908 - † 05.11.1983) 1971 - 1976 Peter Engelen (*28.01.1914 - † 03.03.1984) 1976 - 1996 Dieter Siebenborn (*20.01.1933 - † 23.03.2018) 1996 - 2001 Eva Krings (*03.01.1956 - ) 2001 - 2008 - Stelle nicht besetzt - 2008 - 2009 Norbert Feith (*15.08.1958 - ) 2009 - 2016 - Stelle nicht besetzt - 2016 - heute Dagmar Becker (*25.03.1961 - ) Das Stadtkulturamt wurde im Mai 1949 aus der Verwaltungsabteilung der Städtischen Bühnen (St.A. 45, auch "Theateramt") und der Kulturabteilung des Amtes für Presse, Verkehr, Kultur und Heimatpflege (St.A. 12) gebildet. Durch diese Neuordnung sollte eine Konzentration der Kulturaufgaben in einem einzigen Amt entstehen. Den genauen Aufgabenbereich legte man wie folgt fest: Theaterverwaltung, Konzertwesen und Verwaltungsangelegenheiten des Städtischen Orchesters, Hallenverwaltung und -vermietung, Förderung des privaten Chorwesens, Veranstaltung von Kunst- und Kunstgewerbeausstellungen, Verwaltung des städtischen Kunstbesitzes, sonstige Angelegenheiten der Bildenden Kunst, Unterhaltung der städtischen Singschule und Heimatpflege. Bis Ende 1949 war das Kulturamt dem Dezernat II unter Stadtdirektor Richard Erntges zugeordnet. Die Stadtbücherei und das Stadtarchiv befanden sich in Dezernat IV unter dem Beigeordneten Dr. Ludwig Brauns. Die Kulturaufgaben wurden im Februar 1950 unter der "Säule 4" zusammengefasst, die neben Schulangelegenheiten und dem Amt für Leibesübungen, die Stadtbücherei (St.A. 43), das Stadtarchiv (St.A. 43), das Stadtkulturamt (St.A. 45) und die Städtischen Bühnen umfasste. Dezernent war der Beigeordnete Dr. Brauns. Im April 1950 kam es zu einer Neuorganisation, wobei die "Säulen" in "Einheiten" umbenannt wurden. "Einheit 3" nannte sich "Kulturpflege" und umfasste das Kulturamt (St.A. 30), die Städtischen Bühnen und Orchester (St.A. 31) und die Stadtbücherei mit Stadtarchiv (St.A. 32). Ab 1951 wurden die Stadtämter wieder Dezernate unterstellt. Das Kulturamt und die Stadtbücherei mit Stadtarchiv zählten erneut zum Dezernat II, dem der Stadtdirektor Erntges vorstand. Das Städtische Orchester und die Städtischen Bühnen sind hier außen vor gelassen. Dies ist vermutlich auf den damals bestehenden Theaterzweckverband mit der Stadt Wuppertal zurückzuführen. 1952 wurde die Volkshochschule, die seit 1949 dem Schulamt zugeordnet war, ein Teil des Kulturamtes. 1954 folgte das neugegründete Deutsche Klingenmuseum. Ab 1962 gab es das Dezernat "Schul- und Kulturverwaltung", dem das Schulverwaltungsamt und das Kulturamt (St.A. 41), mit den zugehörigen Stadtämtern Städtisches Orchester (41/Orch), Deutsches Klingenmuseum (41/DKM) und Jugendmusikschule (41/JMS) angehörten. Die Volkshochschule (41/VHS), die Stadtbücherei (41/Bü) und das Stadtarchiv (41/Arch) waren zwar dem Kulturamt zugeordnet, unterstanden jedoch unmittelbar dem Dezernenten. Das Kulturamt war nun, zusammen mit dem Schulverwaltungsamt und dem Sportamt, dem Dezernat IV unter dem Beigeordneten Dr. Dr. Stroedel unterstellt. Im Jahr 1975 wurden das Stadtarchiv (St.A. 44), die Stadtbücherei (St.A. 42) und die Volkshochschule (St.A. 43) selbstständige Stadtämter. Das Städtische Orchester, das Deutsche Klingenmuseum und die Jugendmusikschule blieben weiterhin dem Kulturamt untergeordnet. Ab Juli 1991 wurden das Deutsche Klingenmuseum, die Musikschule und das Stadtarchiv als sogenannte "Institute" des Kulturamtes geführt, die direkt dem Kulturdezernenten unterstanden. Die fachlichen Aufgaben wurden in eigener Verantwortung geregelt. Das Kulturamt übernahm die Abwicklung der anfallenden Verwaltungsaufgaben, insbesondere das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen. Die Stadtbücherei (St.A. 42) und die Volkshochschule (St.A. 43) bleiben weiterhin eigenständig. Die Zusammenlegung der beiden Orchester der Städte Remscheid und Solingen führte 1995 zur Gründung der Bergischen Symphoniker GmbH. Im Jahr 1998 erfolgte eine grundlegende Neustrukturierung der Verwaltung. Die bisherige Aufteilung in Dezernate wurde aufgegeben, stattdessen wurden Ressorts gebildet. Das Ressort 4 "Schule, Kultur, Sport, Freizeit, Bürgerbüro" wurde gebildet. Dazu gehörten die Stadtdienste Schulen, Einwohnerwesen, Bücherei (SD 423), Deutsches Klingenmuseum (SD 424), Stadtarchiv (SD 425), Kulturbüro (SD 426), Volkshochschule/Berufsbildungszentrum (SD 427), Musikschule (SD 428) und Sport/Freizeit sowie der Servicedienst Hallenmanagement (SD 431) und die Beteiligungen Orchester GmbH Solingen/Remscheid, Schlossbauverein Burg und das Museum Baden. Die Umbenennung in "Kulturbüro" nahmen wir zum Anlass, den Bestand an dieser Stelle abzugrenzen. Eine Übersicht über die Änderungen der Organisationsnummern und Zuständigkeiten (1935 bis 1980) findet sich in der Bibliothek unter der Signatur RS 2.2.0. Zur Organisation des Kulturamtes geben die Akten SG 8277, SG 32650 und SG 32467 durch Geschäftsverteilungs-, Aufgabengliederungs- und Stellenpläne einen Einblick. 2.2. Städtische Bühnen Da die Stadt Solingen zu keiner Zeit ein eigenes Schauspielensemble unterhielt, waren sie auf Gastspiele anderer Bühnen angewiesen. Im Laufe der Zeit gab es jedoch mehrfach Theaterzweckverbände mit den Nachbarstädten Remscheid und Wuppertal. Die "Bergische Bühne Remscheid-Solingen" wurde durch die Zerstörung des Remscheider Theaters im 2. Weltkrieg spielunfähig. Es gründete sich die "Spielgemeinschaft Bergischer Künstler", die sich aus Mitgliedern dieses Verbandes zusammensetzte und Aufführungen in Solingen gab. Am 31. August 1946 erfolgte die Eröffnung der Städtischen Bühnen Solingen. Die Schauspielaufführungen übernahm das Rheinische Landestheater aus Neuss. Unter Förderung der Stadtverwaltung erfolgte ebenfalls 1946 die Neugründung des Vereins "Solinger Theatergemeinde e.V.", der sich 1947 in "Kulturgemeinde - Volksbühne Solingen e.V." umbenannte. Ziel dieses Vereins war es, seinen Mitgliedern günstige Theaterkarten zur Verfügung zu stellen und so Theaterbesuche für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen. Die Mitgliederzahl stieg rasch auf über 5000 an. 1949 planten Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Gründung eines Theaters und eines Orchesters für alle drei Städte. Hinderlich war jedoch die fehlende Theaterspielstätte in Remscheid. In der Sitzung des Kulturausschusses am 21.12.1949 wurde die Auflösung der Städtischen Bühnen und des Städtischen Orchesters Solingen zum Ende der Spielzeit 1949/50 beschlossen. Am 15.08.1950 erfolgte dann die Gründung eines Zweckverbands für Theater und Orchester mit Wuppertal. 1951 wurde dieser Zweckverband für das Theater für weitere vier Jahre verlängert, die beiden Orchester waren ab diesem Jahr aber wieder eigenständig. Nach und nach erwiesen sich die unterschiedlichen Bühnenverhältnisse der Städte als problematisch, sodass der Verband nach der Spielzeit 1954/55 in beiderseitigem Interesse wieder aufgelöst wurde. Mit der Eröffnung des Solinger Theater und Konzerthauses 1963 wurden vor allem benachbarte Bühnen engagiert, wobei man versuchte, möglichst wenige Bühnen zu beauftragen, um ein gleichbleibendes künstlerisches Niveau zu gewährleisten. In den 1980er Jahren etablierten sich Operetten-Eigeninszenierungen, die mit einem eigens zusammengestellten Ensemble aufgeführt wurden. Den Großteil der das Theater betreffenden Akten, beziehen sich auf einzelne Gastspiele oder Eigeninszenierungen. Zudem gibt es für die Zeit von 1973 bis 1997 eine umfangreiche Zeitungsausschnittsammlung über Theaterveranstaltungen in Solingen und der Umgebung. 2.3. Städtisches Orchester Das Städtische Orchester wurde am 18.01.1929 als "Erwerbslosen-Orchester" unter der Leitung von Werner Saam gegründet. Es trug zunächst den Namen "Sinfonie-Orchester Solingen". Anfangs gab es für das Orchester keine finanzielle Unterstützung von Seiten der Stadt. 1935 wurde zusammen mit der Stadt Remscheid das Bergische Landesorchester gegründet. Im Jahr 1939 kam es dann zur Gründung des Städtischen Orchesters Solingen, das bis 1944 bestand. Es trug den Beinamen "Niederbergisches Landesorchester". Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einer Neuaufstellung des Orchesters, die aber im Wesentlichen unter Heranziehung der alten Mitglieder erfolgte. Bereits Ende Juli 1945 konnte es wieder auftreten. Die Währungsreform lenkte den Blick auf die Kosten für die Unterhaltung eines eigenen Theaterensembles und Orchesters. Die Gagenhöhe des Theaters sollte verringert, das Orchester reduziert werden. Um dies zu erreichen, wurde das gesamte Personal der Städtischen Bühnen und des Orchesters zum 31. März 1949 entlassen und anschließend mit geringerem Verdienst teilweise wieder eingestellt. Das Städtische Orchester wurde um fast ein Drittel reduziert (von 60 auf 42 Musiker). Um weiterhin die Durchführung großer Sinfoniekonzerte zu ermöglichen, wurde eine Aushilfsvereinbarung mit der Stadt Remscheid getroffen. Es kam zur Gründung der "Bergischen Bühne Remscheid-Solingen GmbH". Dieser Verband hielt jedoch nur ein Jahr an, worauf die Auflösung der Städtischen Bühnen und des Städtischen Orchesters zum Ende der Spielzeit 1949/50 beschlossen wurde. Mit Gründung des Zweckverbands mit der Stadt Wuppertal 1950 wurde auch ein gemeinsames Orchester gegründet. Es setzte sich aus einem Solinger und einem Wuppertaler Teil zusammen, der in den jeweiligen Städten stationiert blieb. Das Solinger Orchester erhielt für Konzerte Unterstützung aus Wuppertal. 1951 wurde dieser Zweckverband nur für das Theater verlängert, das Solinger Orchester war ab diesem Jahr wieder eigenständig. 1966 gab es erneute Gespräche zur Zusammenlegung der Orchester der Städte Remscheid und Solingen. Da keine Einigung erzielt werden konnte, kam es zu weiteren Verkleinerungen des Orchesters. Bis 1990 trug das Orchester den Namen "Städtisches Orchester Solingen", anschließend wurde es in "Symphonieorchester der Stadt Solingen" umbenannt. Zum Zusammenschluss mit dem Orchester der Stadt Remscheid kam es 1995, als die "Bergische Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH" gegründet wurde. In dem Archivbestand befinden sich viele Akten zu Vorgesprächen über die Fusionierung und zur Gründung der Bergischen Symphoniker. Den Schwerpunkt der Akten des Städtischen Orchesters bilden Einzelakten über durchgeführte Konzerte. Aufgrund der großen Menge, sind diese im Findbuch nach Zeiträumen gegliedert. Die Akten der Bergischen Symphoniker werden im Bestand "Fi 32 - Bergische Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH" weiter archiviert. 2.4. Weitere Aufgaben des Kulturamtes Neben der Betreuung der Städtischen Bühnen und des Städtischen Orchesters bestanden die anderen beiden großen Aufgabenbereiche des Kulturamtes in der Verwaltung der Städtischen Hallen und in der sogenannten "freiwilligen Kulturarbeit". Die Unterlagen zur Hallenverwaltung umfassen vor allem die Bücher, welche zur Belegung und Vermietung der städtischen Hallen geführt wurden. Besonders erwähnenswert sind in diesem Bereich die Diskussionen um die Vermietung städtischer Räume an politische Parteien. (Zu finden u.a. in SG 8410, SG 8411 und SG 32510, SG 32511). Der Bereich der "freiwilligen Kulturarbeit" ist bunt gemischt und umfasst auch viele Einzelprojekte, deren vollständige Auflistung an dieser Stelle nicht sinnvoll ist. Die Schwerpunkte dabei sind Förderung der Kunst, Förderung des Musikwesens, Heimatpflege, Betreuung der Chöre, Singschule/Musikschule. Im Bereich der Kunstförderung fällt, gemessen an der Menge des vorhandenen Aktenmaterials, vor allem die Förderung der Bildenden Kunst ins Auge. Häufig wurden Wettbewerbe zur Anbringung künstlerischen Schmucks an Bauten veranstaltet, bei denen es eine rege Teilnahme Solinger -, aber auch auswärtiger Künstler gab. Zu den ältesten Veranstaltungen im Ausstellungsbereich gehört wohl die "Bergische Kunstausstellung" (seit 2012 "Internationale Bergische Kunstausstellung"), die seit 1947 jährlich stattfindet. Bekannte Solinger Künstler wie Lies Ketterer, Jan Boomers und Georg Meistermann, um nur einige zu nennen, werden mehrfach in den Akten erwähnt. Bei der Förderung des Musikwesens ist neben der Verleihung von diversen Musikpreisen, auch die Förderung der Jazz- und Rockmusik zu nennen. Auf Initiative des Kulturamtes wurde 1985 das Solinger Rockbüro gegründet. Träger waren die Arbeitsgemeinschaft Rock, das Kulturamt sowie das Jugendamt. Die Hauptaufgabe bestand in der Interessenvertretung und Förderung junger Rockmusiker, was sich z.B. in der Organisation von Probenräumen zeigte. Der Verein besteht bis heute unter dem Namen "Cow Club". Der Aspekt der Heimatpflege umfasste u.a. die Förderung von Mundart und Mundartschriftstellern sowie finanzielle Beteiligungen der Stadt bei der Herausgabe heimatkundlicher Bücher. Dazugehörig befasste sich der Bereich der Denkmalpflege vor allem mit der Erhaltung alter Solinger Gebäude und Hofschaften. Das Chorwesen wird in den vorhandenen Akten weniger häufig widergespiegelt, als es die Bedeutung des Chorwesens für Solingen vielleicht vermuten lässt. Vereinzelt gibt es Akten zu Chören, darunter auch die Akte SG 8660 betreffend den Männergesangverein "Bergischer Sängerkreis Solingen-Meigen 1801", in der sich das älteste Schriftstück des Bestandes (1901) befindet. Dabei handelt es sich um eine Ausgabe des Solinger Kreisintelligenzblatt vom 29.05.1901 und um das "Festbuch zum Nationalen Gesangswettstreit Pfingsten" aus demselben Jahr. Auch zur Gründung der "Zentralstelle für den deutschsprachigen Chorgesang in der Welt" 1976 befindet sich nur eine Akte im Bestand (SG 32615). Wie zuvor bereits erwähnt, sind Akten zu den städtischen Kultureinrichtungen Stadtarchiv, Stadtbücherei, Deutsches Klingenmuseum und Volkshochschule zwar vorhanden, aber nicht sehr ergiebig, was die Tätigkeiten der Einrichtungen betrifft. Die Akten befassen sich größtenteils mit Haushalts- und Personalangelegenheiten (z.B. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen). 2.5. Brand der Stadthalle und Bau des Theaters und Konzerthauses Einen großen Einschnitt erlitt das Solinger Kulturleben durch den Brand der Stadthalle in der Nacht vom 12. auf den 13. März 1957, bei dem das Gebäude vollständig zerstört wurde. Die Mehrheit des Noten- und Instrumentenbestandes konnte jedoch gerettet werden, sodass das Solinger Orchester weiterhin einsatzfähig blieb. Die Theateraufführungen wurden in die Festhalle Ohligs und nach Wuppertal verlegt, wo die Wuppertaler Bühnen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellten. Bereits am Abend des 13. März konnte das Programm fortgesetzt werden. Die Besucher wurden fortan mit Bussen zu den Spielorten gefahren. Am 24. April 1957 wurde die Planung eines neuen Theaters und Konzerthauses beschlossen. Dieses sollte am gleichen Ort entstehen, an dem vorher die Stadthalle gestanden hatte. Nach der Grundsteinlegung am 17. Dezember 1960, konnte bereits drei Jahre später, nämlich am 11. Mai 1963, die Eröffnung stattfinden. Insgesamt kostete der Neubau mehr als 12,9 Millionen DM. In den folgenden Jahren wurde das Theater und Konzerthaus aufgrund seiner Größe und Modernität zum Aushängeschild für das Solinger Kulturleben. Zum Wiederaufbau des Theaters und Konzerthauses finden sich zahlreiche Akten im Bestand. 3. Bearbeitung des neu verzeichneten Bestandes Die Verzeichnung wurde von Oktober 2017 bis Februar 2018 und November 2019 bis Januar 2020 von der Auszubildenden Svenja Farsen unter der Anleitung von René Klaes durchgeführt. Die Akten wurden als Bestand "Kulturamt" innerhalb der Bestandsgruppe "SG" (Akten der Stadt Solingen ab 1929) hinzugefügt und umfassen die Nummern SG 32354 - SG 32714 und SG 44093 - SG 44292. Aus den abgelieferten 475 Einheiten wurden 561 AE gebildet. Aus Gründen der Platzersparnis im Magazin wurden sehr umfangreiche Akten an geeigneten Stellen getrennt, um die maximale Dicke einer AE von 4 cm nicht zu überschreiten. In der Verzeichnung wurde dokumentiert, welche AE ursprünglich zusammengehörten. Einige Ordner waren so vollgepackt, dass bis zu vier AE gebildet werden mussten. In vielen Fällen befanden sich die Unterlagen in den Stehordnern in Heftern, durch die Inhalte thematisch abgegrenzt wurden. Um diese Ordnung bei der Umbettung zu erhalten, wurden die Deckblätter mit Beschriftung abgetrennt und an der entsprechenden Stelle eingelegt. Alternativ wurden gelbe Einlegezettel verwendet, auf die die Beschriftung übertragen wurde. Die Entmetallisierung und Umbettung der Akten in archivgerechte Mappen und Kartons wurde parallel zur Verzeichnung von Reinhard Fischer durchgeführt. 3.1 Klassifikation Die Klassifikation des früheren Findbuchs orientierte sich stark am Aktenplan des Kulturamtes. Dadurch, dass dieser sehr differenziert war, gab es sehr viele Klassifikationspunkte (insgesamt 74), die oftmals nur sehr wenige bis gar keine AE enthielten, andere Punkte enthielten dafür ca. 70 AE. Zudem befanden sich in den neu hinzugefügten Unterlagen Themenbereiche, die in der alten Klassifikation nicht berücksichtigt wurden. Aus diesen Gründen fand im April 2019 eine Überarbeitung der Klassifikation statt, bei der die insgesamt 1260 AE in 48 Klassifikationsgruppen eingeteilt wurden, wobei maximal 57 AE unter einen Klassifikationspunkt gefasst wurden. Es wurde versucht, Gruppen zwischen 20 und 40 AE zu bilden. Die Unterteilung erfolgte dabei zumeist nach inhaltlichen Gesichtspunkten. Bei einer zu großen Anzahl von AE unter einem Klassifikationspunkt wurde entweder eine weitere inhaltliche Differenzierung vorgenommen oder ein zeitlicher Rahmen gesetzt. Das Inhaltsverzeichnis dieses Findbuchs entspricht der Klassifikation des Bestands. 3.2 Kassation und Abgaben an andere Bestände Da über den bisherigen Bestand keine Informationen über Bewertungskriterien und Kassation vorliegen, beziehen sich die folgenden Angaben auf den neu hinzugefügten Teil des Bestands. Kassiert wurden Akten bzw. Teile von Akten mit geringer Aussagekraft wie Rechnungen, Terminbestätigungen, sowie Material, das in Form von Rundbriefen von überregionalen Stellen an verschiedene Städte versandt worden ist. Ebenso wurden Dubletten von Sitzungsniederschriften, Plakaten und Programmheften kassiert. Für kassierte Plakate wurde an entsprechender Stelle ein Verweis auf den Plakatbestand eingefügt. Aktenordner, die ausschließlich Plakate enthielten, wurden an den Plakatbestand abgegeben und dort entsprechend verzeichnet. Vereinzelte Plakate in Akten, die bisher nicht im Plakatbestand vorhanden waren, wurden dort belassen. Gleichfalls wurden keine Programmhefte entnommen, um sie der Zeitgeschichtlichen Sammlung ("EX") hinzuzufügen. 4. Benutzungsmodalitäten und Zitierweise Die Nutzung der Akten ist zulässig nach Ablauf einer Schutzfrist von dreißig Jahren nach Entstehung der Unterlagen (ArchivG NRW §7). Für personenbezogenes Schriftgut, endet die Schutzfrist jedoch nicht vor Ablauf von 1. zehn Jahren nach dem Tod der betroffenen Person oder der letztverstorbenen von mehreren betroffenen Personen, deren Todesjahr dem Stadtarchiv Solingen bekannt ist, 2. hundert Jahren nach der Geburt der betroffenen Person oder der Geburt der letztgeborenen von mehreren Personen, deren Todesjahr dem Stadtarchiv Solingen nicht bekannt ist, und 3. sechzig Jahren nach Entstehung der Unterlagen, wenn weder das Todes- noch das Geburtsjahr der betroffenen Person oder einer der betroffenen Personen dem Stadtarchiv Solingen bekannt sind. Zitiert wird der Bestand nach dem Schema "Stadtarchiv Solingen, SG [entsprechende Nummer der Akte z.B. 32354]. Zur Bestellung von Akten genügt die Angabe der Signatur sowie des Namens des Benutzers auf dem rosa Bestellzettel. 5. Hinweise auf ergänzende oder parallele Bestände Amtliches Schriftgut: SG [13] - Presse- und Informationsamt SG [42] - Stadtbücherei SG [43] - Volkshochschule SG [45] - Deutsches Klingenmuseum SG [47] - Stadtarchiv SG [4.01] - Dezernat Schulen, Kultur und Sport (Erntges, Stroedel) SG [4.01 S] - Dezernat Schulen, Kultur und Sport (Siebenborn) PA - Personalakten Protokollbestände: - Kulturausschuss (1945-2004) (V-A-107) - Haupt- und Kulturausschuss (2004-2009) (V-A-058) - Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus (2009 - heute) (V-A-107) - Jury für das Anbringen künstlerischen Schmucks ([1955] -1972) (V-A-108) - Kunstbeirat (1972- [1997]) (V-A-108) - Sonderausschuss für den Theaterneubau (1959-1960) (V-A-098) - Theater-Sonderausschuss (1960-1964) (V-A-098) - Unterkommission des Theatersonderausschusses (1964) (V-A-098) Nichtamtliches Schriftgut und Sammlungsbestände: - Fi 32 - Bergische Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH - Plakatsammlung - Zeitgeschichtliche Sammlung ("EX"): Programmzettel, Flyer, Ankündigungen… - EX 1126 Kulturamt, Kulturbüro (1986-2011) - EX 1127 Kulturamt (1955-2005) - EX 1233 Kulturmanagement (2012-2014) - Drucksachensammlung - Vereinsbestände, insbesondere - Ve 014 - Konzerthaus- und Theaterbauverein Solingen - Ve 057 - Förderkreis Kommunikationszentrum Solingen - Ve 077 - Kulturgemeinde Volksbühne Solingen - Bibliotheksbestand, u.a. - Verwaltungsberichte der Stadt (IV B 7) - Mitteilungsblatt der Stadtverwaltung (IV L 1) - Telefonverzeichnis der Stadtverwaltung (IV B 351) - Entwicklungszahlen im Bereich des Dezernats Kultur seit 1945 (IV B 3000) - Verwaltungsaufbau 1935-1980 (RS 2.2.0) - Ein Stadtbote für die Westentasche (KA 4620) - Zeitungsdokumentation 6. Weiterführende Quellen Als frühste Quelle bieten sich die Bände der Zeitungsausschnittsammlung FA 2/45-48 an. Dabei handelt es sich um Zeitungsartikel, meist zu Veranstaltungen, aus dem Zeitraum 1913 bis 1941. Für die Zeit des 2. Weltkriegs sind als erster Einstieg die Zeitungsausschnittsammlungen FA 35/28 und FA 35/29 zu empfehlen. Sie decken den Zeitraum 1939 bis 1942 ab. Einen Einblick in die Besatzungszeit bietet die Akte SG 2535. Auch andere der älteren Akten können einen Einstieg in die Thematik bilden. Für einen Einblick in das aktuelle Kulturleben empfiehlt es sich, einen Blick in GA 2218 "Kulturmagazin: Stadtillustrierte für Wuppertal, Solingen und Remscheid" (1978), GA 2218 A "Coolibri" (1984, 1992-heute), GA 2218 B "Heinz" (1993-heute) und GA 2218 C "jam" (1989-1992) zu werfen. Svenja Farsen, 5. Juni 2020 Register Abkürzungsverzeichnis ADS August-Dicke-Schule AE Archiveinheit AG Aktiengesellschaft betr. betreffend bzw. beziehungsweise BRD Bundesrepublik Deutschland bzgl. bezüglich ca. circa CDU Christlich Demokratische Union DDR Deutsche Demokratische Republik DGB Deutscher Gewerkschaftsbund DKP Deutsche Kommunistische Partei DM Deutsche Mark EDV Elektronische Datenverarbeitung einschl. einschließlich engl. englisch e.V. eingetragener Verein Fa. Firma GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte IHK Industrie- und Handelskammer i.R. im Ruhestand KdF Kraft durch Freude KG Kommanditgesellschaft KGSt Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement KPD Kommunistische Partei Deutschlands K.V. Köchelverzeichnis lfm. laufende(-r) Meter MdL Mitglied des Landtags MGV Männergesangverein NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands NRW Nordrhein-Westfalen NRZ Neue Rhein-Zeitung NSDAP Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NWDR Nordwestdeutscher Rundfunk St.A. Stadtamt SD Stadtdienst u.a. unter anderem u.a.m. und andere mehr UFA Universum Film AG usw. und so weiter u.v.a.m. und viele andere mehr v.a. vor allem vs. versus WDR Westdeutscher Rundfunk ZDF Zweites Deutsches Fernsehen z.T. zum Teil
Eingrenzung und Inhalt: Allgemeine Verwaltung; Finanzangelegenheiten; Mitgliedschaften in überregionalen Vereinen; Personalangelegenheiten; Statistik; Städtische Gebäude, Kulturzentren (Stadthalle, Theater und Konzerthaus, Kommunikationszentrum, Cobra); Vermietung und Verpachtung städtischer Räumlichkeiten; Städtische Kultureinrichtungen (Stadtarchiv, Stadtbücherei, Deutsches Klingenmuseum, Volksbildungsstätte, Volkshochschule); Förderung des Musikwesens; Städtisches Orchester; Städtische Konzerte; Städtischer Chor, Städtischer Singverein; Musikschule, Jugendmusikschule, Jugendblasorchester, Singschule; Bergische Symphoniker; Förderung des Theaterwesens; Eigeninszenierungen; Gastspiele auswärtiger Bühnen, Sondergastspiele; Förderung der Kunst; Heimatpflege, Heimatschrifttum; Denkmäler; Veranstaltungen; Programmhefte, Werbung; Ausstellungen (u.a. Bergische Kunstausstellung); Vereinswesen; Stiftungen; Einzelne Künstler, Künstlervereinigungen
Eingrenzung und Inhalt: Allgemeine Verwaltung; Finanzangelegenheiten; Mitgliedschaften in überregionalen Vereinen; Personalangelegenheiten; Statistik; Städtische Gebäude, Kulturzentren (Stadthalle, Theater und Konzerthaus, Kommunikationszentrum, Cobra); Vermietung und Verpachtung städtischer Räumlichkeiten; Städtische Kultureinrichtungen (Stadtarchiv, Stadtbücherei, Deutsches Klingenmuseum, Volksbildungsstätte, Volkshochschule); Förderung des Musikwesens; Städtisches Orchester; Städtische Konzerte; Städtischer Chor, Städtischer Singverein; Musikschule, Jugendmusikschule, Jugendblasorchester, Singschule; Bergische Symphoniker; Förderung des Theaterwesens; Eigeninszenierungen; Gastspiele auswärtiger Bühnen, Sondergastspiele; Förderung der Kunst; Heimatpflege, Heimatschrifttum; Denkmäler; Veranstaltungen; Programmhefte, Werbung; Ausstellungen (u.a. Bergische Kunstausstellung); Vereinswesen; Stiftungen; Einzelne Künstler, Künstlervereinigungen
Findbuch: 1260 AE
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ