Extrakte von Protokollen und Missiven der schwarzenbergischen Prokuratoren zu Speyer in Sachen Georg Graf zu Castell als Kläger contra Johann Graf zu Schwarzenberg als Beklagten, iniuriarum et denegatae iustitiae etc. den Contz Steiff von Frankenfeld, nun castellischen Untertanen zu Ziegenbach betreffend
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Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv 214/10
Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv
Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv >> Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv (Rep. 321.5) >> XII.a. Territorial- und vogteiliche Obrigkeit in der Grafschaft Schwarzenberg >> 12.233. Flüchtige Delinquenten aus Thierberg und Frankenfeld
1588 - 1596
NB: der Ursprung dieses Prozesses ist, nachdem Graf Johann zu Schwarzenberg in einer Instruktion, die er 1586 durch seinen Sekretär Christoph Leubel coram notario et testibus zu Rüdenhausen dem Grafen Georg zu Castell öffentlich verlesen und darüber publica documenta begehren ließ, den Grafen zu Castell angetastet hat, als ob er ein receptator latronum wäre und öffentliche Totschläger, treulose und meineidige Blutschänder (Contz Steiff und Fritz Örttlein meinend) zu Untertanen aufnehme, schütze und ihnen Aufenthalt gewähre, auch verbotene Eide schwören ließe, daher hat Graf Georg zu Castell den Grafen Johann zu Schwarzenberg über diese Injurien anfänglich vor das Reichs-Austrägalgericht requirieren, nachgehends bei ausgebliebener Denomination dreier Kurfürsten oder Fürstenmäßigen einen processum iniuriarum et denegatae seu protractae iustitiae anstellen lassen
Schwarzenberger Archiv
Akten
deutsch
Registratursignatur/AZ: Schw. Arch. XII.233.5
Castell, Georg Graf von
Schwarzenberg, Johann III. Freiherr/Graf zu (gest. 1588)
Steiff, Konrad
Leubel, Christoph
Örtlein, Friedrich
Frankenfeld (Gde. Baudenbach, Lkr. Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim)
Castell, Grafschaft
Ziegenbach (Gde. Markt Bibart, Lkr. Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim)
Rüdenhausen (Lkr. Kitzingen)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2023, 11:11 MEZ
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- XII.a. Territorial- und vogteiliche Obrigkeit in der Grafschaft Schwarzenberg (Gliederung)
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