Priorin und Konvent auf der Neustadt zu Lemgo beurkunden, daß sie Bürgermeister und Rat auf der Neustadt zu Lemgo gebeten haben, ihre Marienkirche für 12 Jahre zu übernehmen. Sie sollen 2 Männer vom alten und neuen Rat auswählen, welche verwahren, was dem Gotteshaus still oder offenbar geschenkt wird, was in die an der Straße gelegenen Marienzelle kommt und was auf der Biddeltafel gegeben wird. Davon kommt ein Drittel ins Kloster, von dem Rest kommen zwei Teile zur Zimmerei der Kirche, den dritten Restteil soll ihr Kirchherr oder ihr Kaplan auf der Neustadt oder ihr Laienbruder geben, wem sie es befehlen und vor allem den beiden Männern für ihre Arbeit. An Opfertagen sollen sie nicht in der Kirche sammeln, nicht auf der Tafel und nicht auf dem Offertorium, sonst wann sie wollen, auch zu Weihnachten. Zimmereien nur mit ihrem Rat. Wenn sie den Stock aufschließen, soll ihr Kaplan oder Laienbruder zugegen sein. Nach Ablauf der 12 Jahre erhält das Kloster alles zurück. Alles wird dann untersucht, die beiden Männer beschwören, was sie getan. Datum anno domini 1358 in ultima dominica adventus qua cantatur memento. Original auf Pergament mit anhängendem Siegel.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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