Der Rat der Stadt Frankfurt am Main bekundet, dass bei seiner Kanzlei Maria, Witwe des ehemaligen Frankfurter Bürgers Hombert Aprill, erschienen ist und eine Urkunde über die eheliche Geburt ihrer Tochter Katharina erbeten und sich dabei darauf bezogen hat, dass sie bereits am 12. Dezember 1627 bei gleicher Kanzlei wegen ihrer Heirat (ihres an andern orten gehaltenen kirchgangs) einen beglaubigten Schein vorgelegt und Zeugen für die eheliche Geburt ihrer Kinder vorgestellt hat. Der Rat bestätigt, dass Maria zur angegebenen Zeit einen auf Pergament geschriebenen und mit dem Siegel der Stadt Elverdinge (Elverding) behängten Schein vorgelegt hat, aus dem hervorging, dass am 2. Januar 1597 Hombert Aprill und Maria Benoist, die Antragstellerin, als ledige Personen in dortiger Kirche durch den Prediger Johann Kalmann (Joannem Kalmannum) im Beisein von Abraham Momquin, Peter Pistoris und Werner Katerberg, damals alle Bürger zu Köln, getraut wurden. Der dem Rat vorgestellte Zeuge Abraham Momquin, jetzt Bürger und Handelsmann zu Hanau, erklärte unter Eid, dass vor ungefähr dreißig Jahren, von 1627 an gerechnet, Hombert Aprill von Valenciennes (Valencin), ehelicher Sohn des Jakob Aprill dortselbst, sich als lediger Geselle mit der Antragstellerin Maria, Tochter des Jakob Benoist von Valenciennes, die sich damals beide zu Köln aufhielten, verheiratete und beide zu Elverdinge als ledige Personen kirchlich getraut wurden, wobei er neben anderen selbst als Zeuge anwesend war. Weiterhin bestätigte er, dass diese Eheleute ihre Tochter Katharina, die nach Aussage der Frankfurter Kirchenbücher am 20. April 1605 in Frankfurt getauft wurde, und andere Kinder ehelich miteinander gezeugt haben. Diese Aussage ist bei der Kanzlei des Rats protokolliert. Die Aussteller beurkunden hiermit dieses alles und außerdem, dass Katharina weder ihnen noch sonst jemandem mit Leibeigenschaft zugehörig ist.
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