Die Lehen, die von den Grafen von Gleichen dem Kloster Hersfeld heimgefallen und mit dem Kloster 1648 an die Landgrafen von Hessen gekommen waren,...
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Urk. 14, 671
A I u, Fürsten zu Hohenlohe sub dato
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. Fürsten und Graffen zu Hohenlohe, Neuenstein= und Langenburgischer Linien, Nr. 1
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe H >> Hoc-Hol >> Hohenlohe, Fürsten von
1782 Juni 20
Lehnsrevers
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Lehen, die von den Grafen von Gleichen dem Kloster Hersfeld heimgefallen und mit dem Kloster 1648 an die Landgrafen von Hessen gekommen waren, nämlich: 1.) die Kirche und der Acker zu Herbelsdorf [Wüstung zwischen Kranichborn und Werningshausen, Lkr. Sömmerda]; 2.) Dorf und Gericht Kranichborn [Ortsteil der Gem. Großrudestedt, Lkr. Sömmerda] und was im Bezirk (befange) liegt; 3.) Wenigen-Schallenburg [Wüstung südwestlich von Schallenburg, Ortsteil der Stadt Sömmerda, Lkr. Sömmerda] mit seinem Zubehör und seinem Bezirk (befange); 4.) das Kirchlehen im Dorf Griefstedt [Gem., Lkr. Sömmerda]; 5.) die Fischweide und 15 Hufen Land zu Griefstedt; 6.) Bonsdorf und was dazu gehört; 7.) ein Anteil am Holz, genannt das Rabenholz, zu Eschenbergen [Gem., Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue, Lkr. Gotha] (Eschenberg); 8.) die Dörfer Werningshausen [Gem., Lkr. Sömmerda], Pferdingsleben [Gem., Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue, Lkr. Gotha] und Emleben [Gem., Lkr. Gotha] mit zahlreichen im Einzelnen aufgeführten Diensten, Zinsen, Steuern, Einkünften, Rechten und Freiheiten; 9.) die Kirchlehen zu Pferdingsleben und Emleben; 10.) Gosperode mit Zubehör; 11.) alles, was die Grafen von Gleichen im Gericht zu Gleichen [Burgruine auf der Gemarkung von Wandersleben, Ortsteil der Landgem. Drei Gleichen, Lkr. Gotha] vom Kloster Hersfeld zu Lehen getragen hatten; 12.) die 1525 Dezember 6 von den Grafen von Gleichen für eine namhafte Summe von Propst und Konvent des Klosters Göllingen mit Zustimmung des Abts des Klosters Hersfeld erworbenen Zinsen und Rechte zu Eschenbergen, Molschleben [Gem., Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue, Lkr. Gotha] und Hausen; 13.) die vom Kloster Hersfeld herrührenden und in der Grafschaft Gleichen liegenden Ritter- und Lehnschaften, nämlich das Rittergut des Grafen Johann Friedrich von Hohenlohe zu Wannigsroda [Ortsteil der Gem. Emleben, Lkr. Gotha] und die Zinse des Rats zu Ohrdruf zu Emleben. Alle Lehen werden zu neuem Mannlehen verliehen. [Ehemals Lehen des Klosters Hersfeld]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heinrich August Fürst zu Hohenlohe
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heinrich August Fürst zu Hohenlohe
Belehnte/r: Heinrich August Fürst zu Hohenlohe, Sohn des verstorbenen Christian Kraft Grafen von Hohenlohe und Gleichen, Ludwig Friedrich Karl Fürst zu Hohenlohe, Sohn des verstorbenen Johann Friedrich Grafen von Hohenlohe und Gleichen, Christian Albrecht Ludwig, Wilhelm Friedrich Gustav, Friedrich August und Friedrich Ernst Fürsten zu Hohenlohe, Söhne des verstorbenen Ludwig Fürsten zu Hohenlohe, alle aus der neuensteinischen und langenburgischen Linie, und weitere namentlich genannte Personen
Identifikation von Herbelsdorf und Wenigen-Schallenburg nach Werneburg, Ortschaften und Wüstungen Thüringens, S. 82 und 99.
Identifikation von Herbelsdorf und Wenigen-Schallenburg nach Werneburg, Ortschaften und Wüstungen Thüringens, S. 82 und 99.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
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