Klage des Franz Wilhelm Mersman ./. Theodor Hane wegen Fenster, Sode etc.
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B-Acta scab, III 117
B-Acta scab Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten)
Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten) >> 1701-1800
1722
Enthält: Klage des fürstlichen Silberdieners Franz Wilhelm Mersman gegen den Prokurator des geistlichen Hofgerichts Theodor Hane, 1722, wegen Fenster, Sode, etc. Kläger wohnt am Aegidiikirchhof im Hause der Vicaria Mariae Magdalenae ??? im Dom, deren früheren Inhaber der Vikar Johan Balthasar Mues in Stapel war. Jetziger Inhaber ist der minderjährige Sohn des Klägers. Das Haus ist das Elternhaus des Domvikars Bernard Uhlenbroick (64 Jahre alt), des Bruders der Frau des Klägers. An dem Brunnen der Parteien ist auch der Grohn'sche Hof berechtigt. Als Zeuge wird vernommen Theodor Hane, Sohn der Eheleute Walter Hane und Elisabeth von Marle, geboren 29. 3. 1650, getauft in der Aegidiikirche, wohnte früher in Wesel und war in der Lehre beim Bürgermeister Velthues in Coesfeld. Erben des Walter Hane sind ferner a) der Kläger, b) der verstorbene Lic. Drachter in Coesfeld, c) Kaspar Henrich Hillebrecht in Heinburg in Österreich, d) Witwe Weinhändler Jakob Hane geb. Elisabeth Margarete Bruchtrup in Münster, e) Devotesse Klara Elisabeth Hane, 51 Jahre alt, f) Walter Zurmühlen in Münster, g) Frau Weinhändler zum Venne geb. Maria Katharina N. in Münster, Witwe Gerhard von Voerden, Anna Clara Rosa Rieker. Erwähnt werden Jungfer Anna Gertrud Budde; Presbyter Anton Wilhelm Aldendorp; Ernst Wilhelm Balcke, Probst an Aegidii; Kopist Johan Friedrich (oder Diedrich) Borghorst; Johan Brüggeman; Johan Josef Henckell; Johan Bernard Hartman; Notar Friedrich Christian Stamkortte; Notar und Domkapitelkämmerer Melchior Berntzen; Witwe Schloetman geb. Maria Uhlenbroick, Schwester des Vikars Uhlenbroick, 63 Jahre alt; Witwe Uhlenbroick geb. Margarete Lehman; Witwe Plot geb. Anna Klara Bose, geb. 1666; Bernard Henrich Behrman und Johan Henrich Hülsbäumer, Theodogiae auditores emeriti; Peter Ignaz Hardemeyer (Harmeyer), theologus emeritius; Albert Blesing; Schneider Herman Terhaer; Tuchmacher Herman Dickhoff; Kaspar Rames; Henrich Lageman; Gerard Brüning, philosophus; Katharina Kremer; Melchior Theodor Kösters, theologiae auditor; Franz Tilbeck; Artilleriebedienter (Soldat) Gerhard von Vorden, 81 Jahre alt, Johan Dieterich Stübbe; Ägidius Trell; Magdalena Mersman, Tochter des Klägers, Witwe Riekers, 50 Jahre alt; Kaspar Swarte; Johan Dietrich Wernekinck; Johan Kaspar Bosendorf; Anna Klara Rose, Schwester des Chirurgen Rose; Maria Gertrud Uhlenbrock, Frau des Klägers; Boldewin Strüver; Notar Henrich Herman Felts; Herman Terfeltstegge; Klara Sofia Hosius, Frau des Beklagten; Johan Dietrich Modersohn; Johan Ignaz Pustekrey; Johan Everdinck und Johan Wennemar Schräder, die als amannenses beim Beklagten gewohnt haben; Schneider Johan Decking; Schneidergeselle Johan Bernard Fenneman. Zu III 117 gehören folgende Akten, die früher unter den acta judicialia lagen und Zeugenverhöre betreffen: früher Nr. 407: Verhör des Gerhard von Voerden, gebürtig aus Dorsten, seit 1661 Artillerist (unter Obrist von Corfey) im münsterschen Heere, nach Kriegsdiensten in Dänemark, Ungarn und im Elsass seit 47 Jahren in Münster lebend, seines Alters über 80-jährig. früher Nr. 408: Verhör des Dietrich (Theodor) Hane, 72 Jahre, der 25 Jahre in Wesel gelebt hat und dann bei dem Bürgermeister Velthues zu Coesfeld im Laden tätig war. früher Nr. 409: Verhör des Vikars Bernhard Uhlenbrock, 65 Jahre alt. früher Nr. 410: Verhör der Witwe N. Rieke, 50/51 Jahre alt, die vormals im Vikariehause gelebt hat. früher Nr. 411: Verhör der Witwe Maria Schlotman, 63 Jahre (Schwester des Vikars Uhlenbrock und der Frau Mersman) und der Witwe Billing, 60 Jahre alt. Ebenso wurde (bisher a. j.) zu Nr. III 117 genommen: früher Nr. 434: Zeugenaussage der Anna Clara Roese, 1666 geboren; sie wird auch als Witwe Plotsche bezeichnet. früher Nr. 445: Zeugenaussage der Jungfer Clara Elisabeth Hane, "51 Jahre ungefähr". früher Nr. 451: Zeugenaussage der Jungfer Anna Gertrud Budde, 25 Jahre (Schwester im Kloster St. Aegidii).
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:16 MEZ