Büro Margarete Müller im ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Nach ihrem Studium war Margarete Müller (geb. 1931) von 1950 bis 1958 an verschiedenen landwirtschaftlichen Schulen tätig. Von 1960 bis 1976 arbeitete sie als Vorsitzende der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) bzw. Leiterin der Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) in Kotelow/Kreis Neubrandenburg, ab 1976 als Leiterin der Agrar-Industrie-Vereinigung (AIV) in Friedland. Frau Müller war gewähltes Mitglied der Bezirksleitung der SED Neubrandenburg (1960 - 1963), Mitglied des Staatsrates der DDR (1971 - 1990) und Volkskammerabgeordnete (1963 - 1990). Der Frauenkommission beim Politbüro, dem Präsidium und Sekretariat des Bundesvorstandes des FDGB sowie dem Landwirtschaftsrat der DDR gehörte M. Müller zeitweilig an. Margarete Müller war von 1963 bis 1989 Mitglied des Zentralkomitees und Kandidatin des Politbüros der SED. Im Januar 1990 wurde Margarete Müller aus der SED-PDS ausgeschlossen. Das "Büro Margarete Müller" wurde auf Beschluss des Sekretariats des ZK vom 4. November 1988 im Hause des ZK eingerichtet. Eine besondere Zuständigkeit wurde nicht festgelegt. M. Müller nahm für die Bereiche Landwirtschaft und Frauenpolitik v. a. repräsentative Aufgaben wahr. Die Aktengruppe "Sitzungen des Politbüros" ist relativ gut belegt. Sie beinhaltet Beschluss Auszüge, Vorlagen, Rundschreiben und Informationen. Sporadisch liegen Akten über die Zusammenarbeit mit anderen Büros und Abteilungen des ZK vor. Die "Reden und Ausarbeitungen" zur Landwirtschafts- und Frauenproblematik sind nur für die Jahre 1988 und 1989 dichter überliefert. Die Aktengruppe "Internationale Beziehungen der SED", die lückenhaft ist, beinhaltet Berichte, Informationen usw. über die Zusammenarbeit der SED bzw. der DDR mit Parteien und Staaten. Ebenfalls nicht umfangreich sind die Aktengruppen "Korrespondenz" und "Eingaben". Sie dokumentieren Meinungen von Bürgern der DDR zur politischen Situation sowohl in der SED als auch in der DDR. Einige Eingaben berühren persönliche Angelegenheiten von Privatpersonen, daher bestehen Benutzungsbeschränkungen entsprechend den gesetzlichen Regelungen. Der Teilbestand ist in begrenztem Umfang geeignet, folgende Teilbestände des ZK der SED zu ergänzen: Tagungen des ZK, des Politbüros, des Sekretariates, Büro Gerhard Grüneberg, Büro Werner Felfe, Büro Inge Lange, Abteilung Landwirtschaft sowie Abteilung Frauen und Frauenkommissionen des Politbüros. 53 AE, 1966 - 1989
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 11:56 MESZ