Dornemann, Luise (Bestand)
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BArch NY 4278
call number: NY 4278
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> D
1920-1992
Bestandsbeschreibung: 23. Februar 1901 in Aurich/Ostfriesland geboren
1907 - 1910 Besuch der Volksschule
1910 - 1917 Besuch des Lyzeums
1920 Universitätsreifeprüfung am Oberlyzeum Aachen
1921 Lehrerinnenexamen in Aachen
1921 - 1922 Hilfsredakteurin an der "Aachener Post"
1923 Heirat mit Hans Dornemann (1898-1933, von der SS ermordet)
1922 - 1924 Lehrerin im Ruhrgebiet
1928 Eintritt in die KPD
ab 1930 Mitarbeit in der Reichsleitung des "Verbandes proletarischer Freidenker"
1932 - 1933 Vorsitzende des Einheitsverbandes für proletarische Sexualreform und Mutterschutz, Leiterin der Sexualberatungsstelle Düsseldorf
bis 1936 Arbeit als Näherin und Hausangestellte, illegale Arbeit in Berlin
1936 - 1947 Emigration nach Großbritannien, Mitglied der Leitung des Freien Deutschen Kulturbundes, später politische Sekretärin des Britischen Rates für Deutsche Demokratie
ab 1947 Mitglied der SED und des DFD
ab 1948 Mitarbeit im DFD Bundesvorstand und im Bundessekretariat, verantwortlich für Schulung, Kultur, Erziehung, später für Internationale Beziehungen
1949 - 1989 Mitglied des DFD-Bundesvorstands
1952 - 1953 deutsche Vertreterin in der Internationalen Demokratischen Frauenförderation
1953 - 1963 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED
ab 1963 freischaffende Schriftstellerin
17. Januar 1991 in Berlin verstorben
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass von Luise Dornemann wurde in den Jahren 1986 und 1992 von ihr selbst sowie ihren Erben dem Zentralen Parteiarchiv der SED bzw. der Stiftung übergeben.
Die Überlieferungen belegen die publizistische Tätigkeit Luise Dornemanns, in der sie sich v. a. mit bedeutenden Frauenpersönlichkeiten der deutschen Frauenpolitik befasste. Das Hauptgewicht des Nachlasses bilden Materialsammlungen, darunter v. a. Notizbücher und Zeitungsartikel zu ihren literarischen Werken. Einen wesentlichen Anteil daran tragen die Unterlagen ihres 1988 fertiggestellten, aber nicht mehr veröffentlichten Buches "Erinnerungen" über ihr Leben. Überliefert sind auch hier Notizbücher und Manuskripte in hs. und gedruckter Ausführung.
Im Nachlass überlieferte Fotos wurden an das Bildarchiv der Stiftung abgegeben; Druckschriften, v. a. aus der Zeit der Emigration und zur Frauenpolitik, an die Bibliothek.
Den Nachlass ergänzende Unterlagen befinden sich v. a. in dem Bestand DY 30 Zentralkomitee der SED (Teilbestände Sekretariat des ZK der SED, Abteilung Agitation und Abteilung Kaderfragen) sowie in der Sammlung Erinnerungen SgY 30.
Nach der Bearbeitung der Unterlagen liegen 13 Akteneinheiten (0,2 lfm) mit Dokumenten aus den Jahren 1920 bis 1992 vor. Die Unterlagen sind für die Benutzung frei zugänglich.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: BArch NY 4278/1 (Beispiel für die Zitierung des Aktenbandes mit der Nummer 1).
Gisela Mai
Zitierweise: BArch NY 4278/...
1907 - 1910 Besuch der Volksschule
1910 - 1917 Besuch des Lyzeums
1920 Universitätsreifeprüfung am Oberlyzeum Aachen
1921 Lehrerinnenexamen in Aachen
1921 - 1922 Hilfsredakteurin an der "Aachener Post"
1923 Heirat mit Hans Dornemann (1898-1933, von der SS ermordet)
1922 - 1924 Lehrerin im Ruhrgebiet
1928 Eintritt in die KPD
ab 1930 Mitarbeit in der Reichsleitung des "Verbandes proletarischer Freidenker"
1932 - 1933 Vorsitzende des Einheitsverbandes für proletarische Sexualreform und Mutterschutz, Leiterin der Sexualberatungsstelle Düsseldorf
bis 1936 Arbeit als Näherin und Hausangestellte, illegale Arbeit in Berlin
1936 - 1947 Emigration nach Großbritannien, Mitglied der Leitung des Freien Deutschen Kulturbundes, später politische Sekretärin des Britischen Rates für Deutsche Demokratie
ab 1947 Mitglied der SED und des DFD
ab 1948 Mitarbeit im DFD Bundesvorstand und im Bundessekretariat, verantwortlich für Schulung, Kultur, Erziehung, später für Internationale Beziehungen
1949 - 1989 Mitglied des DFD-Bundesvorstands
1952 - 1953 deutsche Vertreterin in der Internationalen Demokratischen Frauenförderation
1953 - 1963 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED
ab 1963 freischaffende Schriftstellerin
17. Januar 1991 in Berlin verstorben
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass von Luise Dornemann wurde in den Jahren 1986 und 1992 von ihr selbst sowie ihren Erben dem Zentralen Parteiarchiv der SED bzw. der Stiftung übergeben.
Die Überlieferungen belegen die publizistische Tätigkeit Luise Dornemanns, in der sie sich v. a. mit bedeutenden Frauenpersönlichkeiten der deutschen Frauenpolitik befasste. Das Hauptgewicht des Nachlasses bilden Materialsammlungen, darunter v. a. Notizbücher und Zeitungsartikel zu ihren literarischen Werken. Einen wesentlichen Anteil daran tragen die Unterlagen ihres 1988 fertiggestellten, aber nicht mehr veröffentlichten Buches "Erinnerungen" über ihr Leben. Überliefert sind auch hier Notizbücher und Manuskripte in hs. und gedruckter Ausführung.
Im Nachlass überlieferte Fotos wurden an das Bildarchiv der Stiftung abgegeben; Druckschriften, v. a. aus der Zeit der Emigration und zur Frauenpolitik, an die Bibliothek.
Den Nachlass ergänzende Unterlagen befinden sich v. a. in dem Bestand DY 30 Zentralkomitee der SED (Teilbestände Sekretariat des ZK der SED, Abteilung Agitation und Abteilung Kaderfragen) sowie in der Sammlung Erinnerungen SgY 30.
Nach der Bearbeitung der Unterlagen liegen 13 Akteneinheiten (0,2 lfm) mit Dokumenten aus den Jahren 1920 bis 1992 vor. Die Unterlagen sind für die Benutzung frei zugänglich.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: BArch NY 4278/1 (Beispiel für die Zitierung des Aktenbandes mit der Nummer 1).
Gisela Mai
Zitierweise: BArch NY 4278/...
Dornemann, Luise, 1901-1992
13 Aufbewahrungseinheiten; 0,2 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ