Klage (vor dem Ratsgericht) der Katharina Uphaus, Witwe Rambert Rupe, jetzt in Vreden ./. ihre Stiefmutter Anna von Büren, Witwe des i.J. 1614 gestorbenen Johan Uphaus, Gografen zur Meest. Die Klägerin ist. i.J. 1563 als Tochter des Johan Uphaus und der in demselben Jahre gestorbenen Katharina Recke geboren. Als ihr Vater i.J. 1565 die Beklagte heiratete, ist nicht geschichtet worden. Schichtung ist aber erfolgt, als die Klägerin 16 Jahre alt war. Diese Schichtung ficht sie an; sie behauptet, dass 6000 Thaler, die der Vater von ihrer Großmutter mütterlicherseits erhalten habe, bei der Schichtung nicht berücksichtigt seien.
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Klage (vor dem Ratsgericht) der Katharina Uphaus, Witwe Rambert Rupe, jetzt in Vreden ./. ihre Stiefmutter Anna von Büren, Witwe des i.J. 1614 gestorbenen Johan Uphaus, Gografen zur Meest. Die Klägerin ist. i.J. 1563 als Tochter des Johan Uphaus und der in demselben Jahre gestorbenen Katharina Recke geboren. Als ihr Vater i.J. 1565 die Beklagte heiratete, ist nicht geschichtet worden. Schichtung ist aber erfolgt, als die Klägerin 16 Jahre alt war. Diese Schichtung ficht sie an; sie behauptet, dass 6000 Thaler, die der Vater von ihrer Großmutter mütterlicherseits erhalten habe, bei der Schichtung nicht berücksichtigt seien.
B-Acta jud, 755
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
(1579) 1616-1622
Darin: Anlage: 10.10. 1579 Vor dem Offizial schichtet Johan Uphaus Gograf zur Meest, mit seiner Tochter Katharina aus seiner Ehe mit der + Katharina von der Recke. Vormünder der Tochter sind Pfennigmeister Johan Schotteler, Christian Lennep, Dietrich Recke und Mathäus Francke, Bürgen in Münster. Die Tochter erhält u.a. einen Rentbrief auf die Eheleute Johan und Metta Stromberg, ausgestellt vor dem Stadtrichter Heidenrich Kerckering i.J. 1520 für Johan tom Dicke, einen Rentbrief v.J. 1560 auf die Eheleute Christian und Ursula Pagenstecker, ausgestellt für Greteke Honderfengers, und einen Rentbrief des Johan von der Recke zu Heessen und seiner Bürgen Dietrich von der Recke zum Koldenhove und Godeke Schencking zu Ostbevern.
Enthält: Die Großmutter von Margarete Kosters gen. Hünerfang, die Konkubine des Domkelners Dietrich von der Recke (siehe act.jur. Nr. 650); sie hat eine große Erbschaft von ihrem Vetter Hans von Billerbeck in Riga gemacht; hieraus sollen die 6000 Thaler stammen. Mitverklagt werden später die Söhne des Beklagten Dr. Uphaus und Johan Uphaus, sowie die Kinder ihres + Sohnes Bitter Uphaus, Gografen zur Meest, vertreten durch ihre Vormünder Richteherrn Lic. Dietrich Kerckhoff, Johan Niehaus und Johan Uphaus. Erwähnt werden Herman Lipper, Ludimagister, und Johan Schettler, Notar in Vreden; Kaspar Korff gen. Smisinck; Ursula Bispinck; Jürgen Oesthoff u.s. Frau Anna Specht; Serries von Schedelich zum Oesthove u.s. Frau Otte Droste.
Enthält: Die Großmutter von Margarete Kosters gen. Hünerfang, die Konkubine des Domkelners Dietrich von der Recke (siehe act.jur. Nr. 650); sie hat eine große Erbschaft von ihrem Vetter Hans von Billerbeck in Riga gemacht; hieraus sollen die 6000 Thaler stammen. Mitverklagt werden später die Söhne des Beklagten Dr. Uphaus und Johan Uphaus, sowie die Kinder ihres + Sohnes Bitter Uphaus, Gografen zur Meest, vertreten durch ihre Vormünder Richteherrn Lic. Dietrich Kerckhoff, Johan Niehaus und Johan Uphaus. Erwähnt werden Herman Lipper, Ludimagister, und Johan Schettler, Notar in Vreden; Kaspar Korff gen. Smisinck; Ursula Bispinck; Jürgen Oesthoff u.s. Frau Anna Specht; Serries von Schedelich zum Oesthove u.s. Frau Otte Droste.
Archivale
Verweis: s. Acta Judicialia, Nr. 650
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:14 MEZ
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