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Adolf [von Dalberg], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine
Nachfolger, dass er auf Bitten mehrerer Untertanen des Klosters aus Ried
(zum Riet...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1731-1740
1734 Januar 20
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben in unserer residenz stadt Fulda den 20ten Januarii des ein tausend siebenhundert vier und dreysigsten jahrs
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Adolf [von Dalberg], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er auf Bitten mehrerer Untertanen des Klosters aus Ried (zum Rieth) [im Amt Weyhers], Johann (Hanns) Rihm; Margarete Böhm, Witwe des Johann (Hanns) Böhms; Johann Enders; Philipp Seiffert; Andreas (Anders) Warthmüller; Georg Enders; Anna Elisabeth Enders, Witwe des Johann (Hanns) Rihms sowie Johann (Hanns) Ochs diesen als Inhabern der fuldischen Schäferei erneut einen Erbbrief ausgestellt hat. Ein solcher Erbbrief wurde den genannten Untertanen bereits unter den Vorgängern Abt Adolfs, [Johann] Friedrich [von Schwalbach], Balthasar [von Dernbach] und Joachim [von Gravenegg], ausgestellt. Abt Adolf hat den genannten Untertanen die Schäferei nach fuldischem Erbrecht mit allem Zubehör und allem Nutzen verliehen. Dafür erhält das Kloster jährlich an Michaelis [September 29] einen Erbzins von einem Gulden zu 44 Böhmischen [Groschen], zwei Weidehammeln, zwei Osterlämmern, zwanzig Schafskäsen und zehn Maß saurer Milch. Der genannte Erbzins ist an die Amtsrechnung in Weyhers zu bezahlen. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Adolph manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Rentkammer des Klosters]
Von den in der Urkunde genannten früheren Erbbriefen an die Inhaber der Schäferei in Ried ist im Bestand Urk. 75 nur die Belehnung durch Abt Johann Friedrich [von Schwalbach] von 1615 März 28 erhalten geblieben [vgl. Nr. 1775].
Böhmische [Groschen] werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.