Es wird bekundet, dass man am 12.11.1492 (uff montag nach sant Martins tag schirst) zu Kaiserslautern (Lutern) verhören soll, wie es mit Jagd und Wildbann zwischen Kurfürst Philipp von der Pfalz und den von Hohenecken (Honeck) nach Recht und Gewohnheit gehalten wird und wie weit deren Rechte reichen, so wie sie sie bislang ohne Eintrag genossen haben. Dafür soll nach "redlichen verschriben", Urkunden und Augenschein vorgegangen und unterschieden werden, damit der Pfalzgraf nicht an seinen vom Reich rührenden Rechten (inn des Heiligen Richs gerechtigkeit) gemindert werde. Darunter Vermerk, dass Jost Meyenfisch (Meyfisch) und Lorenz Jäger (Lorentz Jeger) in der Sache verordnet wurden, dazu Bernhard und Debold Förster (Debolt Forster) "ir underricht geben" sollen.
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Es wird bekundet, dass man am 12.11.1492 (uff montag nach sant Martins tag schirst) zu Kaiserslautern (Lutern) verhören soll, wie es mit Jagd und Wildbann zwischen Kurfürst Philipp von der Pfalz und den von Hohenecken (Honeck) nach Recht und Gewohnheit gehalten wird und wie weit deren Rechte reichen, so wie sie sie bislang ohne Eintrag genossen haben. Dafür soll nach "redlichen verschriben", Urkunden und Augenschein vorgegangen und unterschieden werden, damit der Pfalzgraf nicht an seinen vom Reich rührenden Rechten (inn des Heiligen Richs gerechtigkeit) gemindert werde. Darunter Vermerk, dass Jost Meyenfisch (Meyfisch) und Lorenz Jäger (Lorentz Jeger) in der Sache verordnet wurden, dazu Bernhard und Debold Förster (Debolt Forster) "ir underricht geben" sollen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 20
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1491 Dezember 15 (dorstags nach Lucie)
fol. 16r-16v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Kopfregest: "Ein abred zettel zuschen unserm gnedigstn herrn pfaltzgraven und den von Honeck der gerechtikeit des jagens halb in augenschin zu kommen".
Förster, Bernhard; pfalzgräflicher Förster auf der Schwetzinger Hardt, erw. 1486
Förster, Debold; erw. 1491
Jäger, Lorenz; pfalzgräflicher Jägermeister, Grundbesitzer zu Eppelheim, erw. 1477, 1491
Meyenfisch, Jost; erw. 1469, 1491
Kaiserslautern KL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:02 MESZ
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