Gruppe: 1 - Nachlässe und Sammlungen
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Archiv der FZH (Archivtektonik)
Umfang: 737 Titel, 432,1 lfm
Die umfangreiche Gruppe der Personalia ist erst zum Teil verzeichnet. 2006 ist eine große Sammlung (28 lfm) mit personenbezogenen Presseausschnitten hinzugekommen, die vom Archiv des Gruner und Jahr Verlags an die FZH abgegeben wurde. Der alphabetisch gut geordnete Bestand ist noch nicht in die Beständeübersicht integriert, steht aber zur Nutzung bereit.
Bei den Nachlässen und persönlichen Sammlungen konzentrieren wir uns auf Personen, die keine herausragenden öffentlichen Funktionen ausübten. Hervorzuheben ist der umfangreiche Nachlass Otto Piehls zu seinen Exiljahren in Dänemark / Schweden, seiner Rückkehr in die BRD und seiner Tätigkeit für die IG Metall. Aus persönlicher Verbundenheit vermachte er seine Unterlagen der FZH.
Zahlreiche Briefnachlässe gelangeten durch Schenkungen von Flohmarktkäufen an unser Achiv. Sie sind nur anonymisiert zu verwenden und erscheinen in der Beständeübersicht als 11/anonym + fortlaufende Nummer. Sie bilden alltagsgeschichtlich interessante Quellen, sind aber meist sehr umfangreich, so dass durch aussagekräftige Bestandsbeschreibungen deutlich werden muss, für welche Fragestellungen sich eine Durchsicht lohnt.
Eine Sonderform von Nachlässen bilden die Abschriften des über Jahrzehnte geführten Tagebuchs der Hamburger Lehrerin Luise Solmitz und die Transkripte der Diensttagebücher des Regierenden Bürgermeisters Carl Vincent Krogmann. Die Originale liegen im Staatsarchiv Hamburg, die Abschriften wurden in den 1950er Jahren in der ersten Forschungsstelle angefertigt und dürfen weiterhin hier eingesehen werden.
Die Sammlungen verteilen sich auf fünf thematische Schwerpunkte, unter denen sie auch in dieser Übersicht auftauchen:
NS-Verfolgte und christlich-jüdischer Dialog,
Arbeiterbewegung und politische Organisationen,
Nationalsozialismus,
Friedensbewegung,
Geschichte der Sexualität.
Der letztgenannte Bereich hat sich aus internationalen Forschungskontakten entwickelt: Prof. Dr. Elizabeth Heineman (University of Iowa) vermittelte 2003 die Sammlungen der persönlichen Referentin von Beate Rotermund (Uhse) an das Archiv der Forschungsstelle. Ergänzt wurden sie um Firmenpapiere und eine Literatursammlung zweier andere Unternehmer aus der Erotik-Branche.
Eine wichtige Sammlung in der Gruppe Arbeiterbewegung bildet das aus dem ABA-Archiv Kopenhagen übernommene Depositum zur KPD(O) / IVKO, in dem sich wichtige Unterlagen zur Biographie der Gründungsmitglieder Prof. Dr. August Thalheimer und Heinrich Brandler befinden. Die Verzeichnung des Bestands und der zahlreichen Nachlieferungen ist noch nicht abgeschlossen.
Das Hans-Schwarz-Archiv zur Geschichte der Konzentrationslager Dachau und Neuengamme beinhaltet auch die Sammlungen und Manuskripte von Gertrud Meyer zu Verfolgung und Widerstand in Hamburg. Im Herbst 2007 wurden die Teile zum KZ Neuengamme an die dortige Gedenkstätte abgegeben. Aus Ablieferungen anderer Archive gelang es, den in der FZH verbliebenen Bestand um einen persönlichen Teilnachlass von Hans Schwarz und Gertrud Meyer zu ergänzen. Weitere große Sammlungen bilden die Archive der "Notgemeinschaft der durch die Nürnberger Gesetze Betroffenen" und der "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit".
Von Herrn Erhart Lotter erhielten wir 2012 eine weitere Nachlieferung aus seinem Arbeitsdienst-Archiv, das jetzt fast vollständig in das FZH-Archiv gelangt ist und einen wesentlichen Zugang in der Gruppe "Nationalsozialismus" bildet. Es enthält auch Dokumente zum Arbeitsdienstgedanken in internationaler Perspektive und zum Freiwilligen Arbeitsdienst (FAD), sein Schwerpunkt liegt jedoch auf dem deutschen Reichsarbeitsdienst (RAD).
In der Untergruppe "Friedensbewegung" ist auf die Archive der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) und der DFG-IDK (Deutsche Friedensgesellschaft-Internationale der Kriegsdienstgegner e.V.) hinzuweisen. Das letztgenannte Archiv wurde der FZH vom Fritz-Küster-Archiv in Oldenburg überlassen.
Die umfangreiche Gruppe der Personalia ist erst zum Teil verzeichnet. 2006 ist eine große Sammlung (28 lfm) mit personenbezogenen Presseausschnitten hinzugekommen, die vom Archiv des Gruner und Jahr Verlags an die FZH abgegeben wurde. Der alphabetisch gut geordnete Bestand ist noch nicht in die Beständeübersicht integriert, steht aber zur Nutzung bereit.
Bei den Nachlässen und persönlichen Sammlungen konzentrieren wir uns auf Personen, die keine herausragenden öffentlichen Funktionen ausübten. Hervorzuheben ist der umfangreiche Nachlass Otto Piehls zu seinen Exiljahren in Dänemark / Schweden, seiner Rückkehr in die BRD und seiner Tätigkeit für die IG Metall. Aus persönlicher Verbundenheit vermachte er seine Unterlagen der FZH.
Zahlreiche Briefnachlässe gelangeten durch Schenkungen von Flohmarktkäufen an unser Achiv. Sie sind nur anonymisiert zu verwenden und erscheinen in der Beständeübersicht als 11/anonym + fortlaufende Nummer. Sie bilden alltagsgeschichtlich interessante Quellen, sind aber meist sehr umfangreich, so dass durch aussagekräftige Bestandsbeschreibungen deutlich werden muss, für welche Fragestellungen sich eine Durchsicht lohnt.
Eine Sonderform von Nachlässen bilden die Abschriften des über Jahrzehnte geführten Tagebuchs der Hamburger Lehrerin Luise Solmitz und die Transkripte der Diensttagebücher des Regierenden Bürgermeisters Carl Vincent Krogmann. Die Originale liegen im Staatsarchiv Hamburg, die Abschriften wurden in den 1950er Jahren in der ersten Forschungsstelle angefertigt und dürfen weiterhin hier eingesehen werden.
Die Sammlungen verteilen sich auf fünf thematische Schwerpunkte, unter denen sie auch in dieser Übersicht auftauchen:
NS-Verfolgte und christlich-jüdischer Dialog,
Arbeiterbewegung und politische Organisationen,
Nationalsozialismus,
Friedensbewegung,
Geschichte der Sexualität.
Der letztgenannte Bereich hat sich aus internationalen Forschungskontakten entwickelt: Prof. Dr. Elizabeth Heineman (University of Iowa) vermittelte 2003 die Sammlungen der persönlichen Referentin von Beate Rotermund (Uhse) an das Archiv der Forschungsstelle. Ergänzt wurden sie um Firmenpapiere und eine Literatursammlung zweier andere Unternehmer aus der Erotik-Branche.
Eine wichtige Sammlung in der Gruppe Arbeiterbewegung bildet das aus dem ABA-Archiv Kopenhagen übernommene Depositum zur KPD(O) / IVKO, in dem sich wichtige Unterlagen zur Biographie der Gründungsmitglieder Prof. Dr. August Thalheimer und Heinrich Brandler befinden. Die Verzeichnung des Bestands und der zahlreichen Nachlieferungen ist noch nicht abgeschlossen.
Das Hans-Schwarz-Archiv zur Geschichte der Konzentrationslager Dachau und Neuengamme beinhaltet auch die Sammlungen und Manuskripte von Gertrud Meyer zu Verfolgung und Widerstand in Hamburg. Im Herbst 2007 wurden die Teile zum KZ Neuengamme an die dortige Gedenkstätte abgegeben. Aus Ablieferungen anderer Archive gelang es, den in der FZH verbliebenen Bestand um einen persönlichen Teilnachlass von Hans Schwarz und Gertrud Meyer zu ergänzen. Weitere große Sammlungen bilden die Archive der "Notgemeinschaft der durch die Nürnberger Gesetze Betroffenen" und der "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit".
Von Herrn Erhart Lotter erhielten wir 2012 eine weitere Nachlieferung aus seinem Arbeitsdienst-Archiv, das jetzt fast vollständig in das FZH-Archiv gelangt ist und einen wesentlichen Zugang in der Gruppe "Nationalsozialismus" bildet. Es enthält auch Dokumente zum Arbeitsdienstgedanken in internationaler Perspektive und zum Freiwilligen Arbeitsdienst (FAD), sein Schwerpunkt liegt jedoch auf dem deutschen Reichsarbeitsdienst (RAD).
In der Untergruppe "Friedensbewegung" ist auf die Archive der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) und der DFG-IDK (Deutsche Friedensgesellschaft-Internationale der Kriegsdienstgegner e.V.) hinzuweisen. Das letztgenannte Archiv wurde der FZH vom Fritz-Küster-Archiv in Oldenburg überlassen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Rechteinformation beim Datengeber zu klären.
28.04.2025, 09:25 MESZ