Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz vergleicht eine Auseinandersetzung zwischen Ritter Hans von Kronberg und Graf Kuno von Solms bezüglich der Bes...
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651
B 9 Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim
Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim >> 4 1441-1470
1466 März 13, Heidelberg
Ausfertigung in deutscher Sprache, Pergament (52,5-53 x 72,4 cm), rundes, rotes Wachssiegel in brauner Siegelschüssel (beschädigt) an Pergamentstreifen anhängend, gut (mittiger Riss) erhalten
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Heydelberg vff dornnstag nach dem sonntag Oculi anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo sexto
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz vergleicht eine Auseinandersetzung zwischen Ritter Hans von Kronberg und Graf Kuno von Solms bezüglich der Besitzrechte und Einkünfte an [1] einem Wald, genannt die Lindenstrut, [2] an armen Leuten, [3] einem Hof und zahlreichen Hofstätten zu Eschborn (Espronn), genauso wie [4] bei den geistlichen Pfründen der Kirche zu Eschborn (Espornn), die zum Dorf gehört, [5] die Rente der Priester der Präsenz, sowie etliche Weingärten und Wiesen in der Kronberger Gemarkung und Burgbann. Darüber hinaus kam zu Irrungen bezüglich der im Testament des verstorbenen Frank [von Kronberg] festgelegten Zuwendungen zur Sicherung seines und seiner Eltern Seelenheil, sowie [6] über 50 Gulden Dienstgeld, das von Kuno von Solms an Hans von Kronberg entrichtet werden soll. Kurfürst Friedrich I. urteilt gemeinsam mit den kurpfälzischen Räten dahingehend, dass [1] der Wald Lindenstruth in der Kronberger Gemarkung bei denen von Kronberg verbleiben solle, genauso wie der [4] Kirchsatz und Leihung der Kirche zu Eschborn. Bezüglich [2] der armen Leute soll sich nach der Entscheidung von Graf Otto von Solms gerichtet werden, während [5] die Gülte der Präsenz und die Seelgeräte zu Kronberg und zur Klause auf dem Schönberg bei Hans von Kronberg verbleiben sollen. Wegen [3] des Hofes zu Eschborn wird keine abschließende Entscheidung getroffen, vielmehr soll Graf Kuno den Beweis erbringen, dass er von den Eltern des Frank von Kronberg dem Älteren vom Erzbischof und Stift Mainz zu Lehen empfangen worden ist. Im Streit um [6] die 50 Gulden Dienstgeld, soll es bei der Entscheidung Graf Ottos und des Diether von Sickingen bleiben, wonach Graf Kuno das Geld zahlen muss, es aber mit 500 Gulden ablösen kann.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (1) Rechtliche entscheidung des pfalzgrafen friederich in sachen graf cuno von solms @ hans von kronenberg 1466 (2) Recht (3) 64 (4) Sch. 8 (5) Rechtspruch zuschenn graue cunen von solms und den stemmen von cronberg am hofgericht zu heidelberg bescheen dauon graue cune appeliert anno 1466 6) No 32
Vermerke (Urkunde): Zeugen: [kurpfälzische Räte:] (1) Graf Otto von Solms, (2) Herr Jost von Venningen, Altmeister des Deutschen Ordens, (3) Ritter Götz von Adelsheim, kurpfälzischer Hofmeister, (4) Ritter Martin Ruschner, (5) Diether von Sickingen, (6) Hans von Gemmingen zu Guttenberg, (7) Diether von Wyler, kurpfälzischer Marschall, (8) Hans von Bubenhofen, (9) Kunz Echter [v. Mespelsbrunn], (10) Ludwig von Sickingen und (11) Eberhard von Gemmingen der Junge
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: 652 und 653 - in: Urk. von 1466 April 11 (Nr. 1535), s. dort; 1936 Bl. 9v-13 - Gleichz. Abschrift, Perg.
Vermerke (Urkunde): Literatur: Regest: Herquet Nr. 318
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: (1) Eschborn (Espronn/ Espornn) (Main-Taunus-Kreis, Hessen) (2) Heidelberg (Heydelberg) (Baden-Württemberg) (3) Königstein im Taunus (Konigstein) (Hochtaunuskreis, Hessen) (4) Mainz (Mentz) (Rheinland-Pfalz) (5) Mainz-Hechtsheim (Hexßheim) (Rheinland-Pfalz) (6) Schönberg (Schonnberg) (Stadt Kronberg im Taunus, Hochtaunuskreis, Hessen) Niederhöchstadt (Nidder Hexstat) (69 Namen), Schwalbach (Swalbach) (55 Namen), Neuenhain (Nuwenheym) (54 Namen), Steinbach (Steynbach) (21 Namen), Schönberg (Schonberg) (10 Namen) und Nürings (10 Namen) zugewiesen. Personen: (1) Friedrich der Siegreiche, Kurfürst von der Pfalz, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Erztruchsess (2) Solms, Kuno von, Graf (3) Konberg, Hans von, Ritter, Burggraf auf der Starkenburg (4) † Konberg, Frank der Ältere von
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz vergleicht eine Auseinandersetzung zwischen Ritter Hans von Kronberg und Graf Kuno von Solms bezüglich der Besitzrechte und Einkünfte an [1] einem Wald, genannt die Lindenstrut, [2] an armen Leuten, [3] einem Hof und zahlreichen Hofstätten zu Eschborn (Espronn), genauso wie [4] bei den geistlichen Pfründen der Kirche zu Eschborn (Espornn), die zum Dorf gehört, [5] die Rente der Priester der Präsenz, sowie etliche Weingärten und Wiesen in der Kronberger Gemarkung und Burgbann. Darüber hinaus kam zu Irrungen bezüglich der im Testament des verstorbenen Frank [von Kronberg] festgelegten Zuwendungen zur Sicherung seines und seiner Eltern Seelenheil, sowie [6] über 50 Gulden Dienstgeld, das von Kuno von Solms an Hans von Kronberg entrichtet werden soll. Kurfürst Friedrich I. urteilt gemeinsam mit den kurpfälzischen Räten dahingehend, dass [1] der Wald Lindenstruth in der Kronberger Gemarkung bei denen von Kronberg verbleiben solle, genauso wie der [4] Kirchsatz und Leihung der Kirche zu Eschborn. Bezüglich [2] der armen Leute soll sich nach der Entscheidung von Graf Otto von Solms gerichtet werden, während [5] die Gülte der Präsenz und die Seelgeräte zu Kronberg und zur Klause auf dem Schönberg bei Hans von Kronberg verbleiben sollen. Wegen [3] des Hofes zu Eschborn wird keine abschließende Entscheidung getroffen, vielmehr soll Graf Kuno den Beweis erbringen, dass er von den Eltern des Frank von Kronberg dem Älteren vom Erzbischof und Stift Mainz zu Lehen empfangen worden ist. Im Streit um [6] die 50 Gulden Dienstgeld, soll es bei der Entscheidung Graf Ottos und des Diether von Sickingen bleiben, wonach Graf Kuno das Geld zahlen muss, es aber mit 500 Gulden ablösen kann.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (1) Rechtliche entscheidung des pfalzgrafen friederich in sachen graf cuno von solms @ hans von kronenberg 1466 (2) Recht (3) 64 (4) Sch. 8 (5) Rechtspruch zuschenn graue cunen von solms und den stemmen von cronberg am hofgericht zu heidelberg bescheen dauon graue cune appeliert anno 1466 6) No 32
Vermerke (Urkunde): Zeugen: [kurpfälzische Räte:] (1) Graf Otto von Solms, (2) Herr Jost von Venningen, Altmeister des Deutschen Ordens, (3) Ritter Götz von Adelsheim, kurpfälzischer Hofmeister, (4) Ritter Martin Ruschner, (5) Diether von Sickingen, (6) Hans von Gemmingen zu Guttenberg, (7) Diether von Wyler, kurpfälzischer Marschall, (8) Hans von Bubenhofen, (9) Kunz Echter [v. Mespelsbrunn], (10) Ludwig von Sickingen und (11) Eberhard von Gemmingen der Junge
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: 652 und 653 - in: Urk. von 1466 April 11 (Nr. 1535), s. dort; 1936 Bl. 9v-13 - Gleichz. Abschrift, Perg.
Vermerke (Urkunde): Literatur: Regest: Herquet Nr. 318
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: (1) Eschborn (Espronn/ Espornn) (Main-Taunus-Kreis, Hessen) (2) Heidelberg (Heydelberg) (Baden-Württemberg) (3) Königstein im Taunus (Konigstein) (Hochtaunuskreis, Hessen) (4) Mainz (Mentz) (Rheinland-Pfalz) (5) Mainz-Hechtsheim (Hexßheim) (Rheinland-Pfalz) (6) Schönberg (Schonnberg) (Stadt Kronberg im Taunus, Hochtaunuskreis, Hessen) Niederhöchstadt (Nidder Hexstat) (69 Namen), Schwalbach (Swalbach) (55 Namen), Neuenhain (Nuwenheym) (54 Namen), Steinbach (Steynbach) (21 Namen), Schönberg (Schonberg) (10 Namen) und Nürings (10 Namen) zugewiesen. Personen: (1) Friedrich der Siegreiche, Kurfürst von der Pfalz, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Erztruchsess (2) Solms, Kuno von, Graf (3) Konberg, Hans von, Ritter, Burggraf auf der Starkenburg (4) † Konberg, Frank der Ältere von
Bezug zu: HStAD, B 9 Nr. 651 und 670
#Kurpfalzurkunden
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Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:39 MESZ
Namensnennung 4.0 International