Führerhauptquartier (Bestand)
Show full title
BArch RW 47
call number: RW 47
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Zentrale Einrichtungen der Reichswehr und der Wehrmacht >> Weitere nachgeordnete Einrichtungen
1939-1945
Bestandsbeschreibung: Zwischen 1939 und 1945 entstanden nahezu 20 verbunkerte "Führerhauptquartiere"(FHQ). Das bekannteste FHQ lag östlich von Rastenburg in Ostpreußen und trug den Tarnnamen "Wolfsschanze"; darüber hinaus existierten die Anlagen "Adlerhorst", "Felsennest", "Waldwiese", "Tannenberg", "Wolfsschlucht", "Wolfsschlucht 2", "Askania Mitte" (Anlage Mitte), Askania Süd (Anlage Süd), "Eichenhain" ("Werwolf"), "Bärenhöhle", "Wasserburg" und "Hagen" ("Siegfried"). In diesem Zusammenhang zu erwähnen ist auch der Berghof auf dem "Obersalzberg" und die Reichskanzlei.
Am Ende des Krieges befanden sich weitere Vorhaben im Bau, die Erkundung zusätzlicher geeigneter Plätze war zum Teil abgeschlossen (unvollendete Anlagen: "Olga", "W3", "Zigeuner", "Maybach I" und "Maybach II,"Zeppelin", "Riese" und "S III").
Das FHQ war Hitlers Befehlsstelle während des Krieges. Den Polen- und Jugoslawienfeldzug beobachtete Hitler noch vom "Führersonderzug" aus, für den Frankreichfeldzug, die Abwehr einer alliierten Invasion an der Atlantikküste und den Krieg gegen die Sowjetunion befahl er den Bau fester Hauptquartiere. Der Standort des FHQ wechselte mit der jeweiligen Bedeutung des Kriegsschauplatzes im Osten oder im Westen. Der Kommandant des FHQ war für Unterbringung, inneren Dienst und Sicherheit des Hauptquartiers sowie des "Führersonderzuges" verantwortlich.
Inhaltliche Charakterisierung: Die Kriegstagebücher (Nr. 1 bis 6) des Kommandanten des FHQ reichen vom 23. August1939 bis zum 15. Juli 1942. Sie enthalten u.a. Angaben zu Begegnungen mit Mussolini und anderen ausländischen Politikern sowie zur Erkundung und zum Ausbau der Hauptquartiere. Darüber hinaus sind Unterlagen vom Stenographischen Dienst im FHQ überliefert, diese beinhalten Fragmente von Lage- und anderen Besprechungen Hitlers (52 Archivalieneinheiten). Nur sieben Akten beziehen sich auf die Organisation und Unterbringung. In diesem Bestand befindet sich ebenfalls das Kriegstagebuch der Kampfgruppe Nähring, welche sich aus Teilen des Führer-Begleit-Bataillons zusammensetzte; sie war zeitweise im Rahmen der 16. und 18. Armee in Nordrussland eingesetzt (September 1941 bis April 1942).
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 71 AE
Zitierweise: BArch RW 47/...
Am Ende des Krieges befanden sich weitere Vorhaben im Bau, die Erkundung zusätzlicher geeigneter Plätze war zum Teil abgeschlossen (unvollendete Anlagen: "Olga", "W3", "Zigeuner", "Maybach I" und "Maybach II,"Zeppelin", "Riese" und "S III").
Das FHQ war Hitlers Befehlsstelle während des Krieges. Den Polen- und Jugoslawienfeldzug beobachtete Hitler noch vom "Führersonderzug" aus, für den Frankreichfeldzug, die Abwehr einer alliierten Invasion an der Atlantikküste und den Krieg gegen die Sowjetunion befahl er den Bau fester Hauptquartiere. Der Standort des FHQ wechselte mit der jeweiligen Bedeutung des Kriegsschauplatzes im Osten oder im Westen. Der Kommandant des FHQ war für Unterbringung, inneren Dienst und Sicherheit des Hauptquartiers sowie des "Führersonderzuges" verantwortlich.
Inhaltliche Charakterisierung: Die Kriegstagebücher (Nr. 1 bis 6) des Kommandanten des FHQ reichen vom 23. August1939 bis zum 15. Juli 1942. Sie enthalten u.a. Angaben zu Begegnungen mit Mussolini und anderen ausländischen Politikern sowie zur Erkundung und zum Ausbau der Hauptquartiere. Darüber hinaus sind Unterlagen vom Stenographischen Dienst im FHQ überliefert, diese beinhalten Fragmente von Lage- und anderen Besprechungen Hitlers (52 Archivalieneinheiten). Nur sieben Akten beziehen sich auf die Organisation und Unterbringung. In diesem Bestand befindet sich ebenfalls das Kriegstagebuch der Kampfgruppe Nähring, welche sich aus Teilen des Führer-Begleit-Bataillons zusammensetzte; sie war zeitweise im Rahmen der 16. und 18. Armee in Nordrussland eingesetzt (September 1941 bis April 1942).
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 71 AE
Zitierweise: BArch RW 47/...
Führerhauptquartier, 1939-1945
120 Aufbewahrungseinheiten; 1,8 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Im Bayerischen Hauptstaatsarchiv befinden sich Unterlagen zum Führerhauptquartier "Adlerhorst" aus dem "Büro Speer".
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: N 1514 Nachlass Siegfried Schmelcher (Bauleiter bei der Organisation Todt)
Kl.Erw. 441 Die Niederschriften über Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier, die im Auftrag des Leiters der Parteikanzlei von dessen Adjutanten Ministerialrat Heim und Regierungsrat Dr. Picker angefertigt wurden, befinden sich in Privatbesitz. Eine authentische Abschrift des Manuskripts von Picker befindet sich im Bundesarchiv, Abt. R im Bestand Kl. Erw. 441. Sie liegen mittlerweile auch gedruckt als Publikationen vor.
Literatur: Sekundärliteratur
Seidler, Franz W. und Zeigert, Dieter: Die Führerhauptquartiere. Anlagen und Planungen im Zweiten Weltkrieg. München 2000
Buch, Gerhard: Das Führerhauptquartier. Seine Darstellung in der deutschen Literatur. In: Jahresbibliographie der Bibliothek für Zeitgeschichte 38 (1966), S. 549
Hartlaub, Felix: Im Sperrkreis. Aufzeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg Hrsg. von Geno Hartlaub; 2. Aufl. Hamburg 1955
Hoffmann, Peter: Die Sicherheit des Diktators. Hitlers Leibwachen, Schutzmaßnahmen, Residenzen, Hauptquartiere. München/Zürich 1975
Picker, Henry: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941/42. Bonn 1951
Jochmann, Werner (Hrsg.): Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944. München 1980
Heiber, Helmut (Hrsg.): Lagebesprechungen im Führerhauptquartier. Stuttgart 1962
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: N 1514 Nachlass Siegfried Schmelcher (Bauleiter bei der Organisation Todt)
Kl.Erw. 441 Die Niederschriften über Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier, die im Auftrag des Leiters der Parteikanzlei von dessen Adjutanten Ministerialrat Heim und Regierungsrat Dr. Picker angefertigt wurden, befinden sich in Privatbesitz. Eine authentische Abschrift des Manuskripts von Picker befindet sich im Bundesarchiv, Abt. R im Bestand Kl. Erw. 441. Sie liegen mittlerweile auch gedruckt als Publikationen vor.
Literatur: Sekundärliteratur
Seidler, Franz W. und Zeigert, Dieter: Die Führerhauptquartiere. Anlagen und Planungen im Zweiten Weltkrieg. München 2000
Buch, Gerhard: Das Führerhauptquartier. Seine Darstellung in der deutschen Literatur. In: Jahresbibliographie der Bibliothek für Zeitgeschichte 38 (1966), S. 549
Hartlaub, Felix: Im Sperrkreis. Aufzeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg Hrsg. von Geno Hartlaub; 2. Aufl. Hamburg 1955
Hoffmann, Peter: Die Sicherheit des Diktators. Hitlers Leibwachen, Schutzmaßnahmen, Residenzen, Hauptquartiere. München/Zürich 1975
Picker, Henry: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941/42. Bonn 1951
Jochmann, Werner (Hrsg.): Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944. München 1980
Heiber, Helmut (Hrsg.): Lagebesprechungen im Führerhauptquartier. Stuttgart 1962
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Bundesarchiv (Archivtektonik)
- Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) (Archival tectonics)
- Militär (Archival tectonics)
- Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 (Archival tectonics)
- Zentrale Einrichtungen der Reichswehr und der Wehrmacht (Archival tectonics)
- Weitere nachgeordnete Einrichtungen (Archival tectonics)
- Führerhauptquartier (Archival holding)