Philippsburg, Stadt (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 218
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Städte >> Philippsburg, Stadt
[1309]-1859
Überlieferungsgeschichte
Seit 1371 residierten die Bischöfe von Speyer fast ununterbrochen in Udenheim. 1618 begann Bischof Philipp Christoph v. Sötern den Bau einer Festung, die trotz der Schleifung durch die Truppen der protestantischen Union 1623 fertiggestellt und in Philippsburg umbenannt wurde. Ihr Besitz spielte in den oberrheinischen Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts eine besondere Rolle. 1723 verlegten die Bischöfe ihre Residenz nach Bruchsal. Philippsburg fiel 1803 an Baden.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält vor allem Akten der speyerischen Zentralverwaltung (vgl. Bestand 172).
1. Geschichte von Stadt und Festung Philippsburg: Die Stadt Philippsburg trug bis 1623 den Namen Udenheim und wurde als solche erstmals in Urkunden aus den Jahren 784 (Hiutenheim) und 800 (Utenheim), erwähnt, die allerdings nur als Abschriften aus dem 12. Jahrhundert erhalten sind. Vermutlich durch eine Schenkung des fränkischen Grafen Gerold, eines Schwagers Karls d. Gr., erhielt das Kloster Lorsch in Udenheim umfangreichen Besitz. Burg- und Herrschaftsrechte kamen über die Kraichgaugrafen an die Grafen v. Eberstein-Zweibrücken. Im Jahre 1309 wurde der Ort von der Pfalz erobert und zum "offenen Haus" gemacht, worauf hin die Ebersteiner Udenheim an den Speyerer Bürger Heinrich v. Köln veräußerten, der es bereits im Jahre 1316 an Bischof Emicho von Speyer verkaufte. Udenheim wurde bald Sitz eines speyerischen Amtes und erhielt 1338 von Kaiser Ludwig dem Bayern das Landauer Stadtrecht. Ab dem Jahr 1371 war Udenheim fast ununterbrochen Residenz der Bischöfe von Speyer. Bischof Philipp Christoph v. Sötern benannte die Stadt 1623 nach seinem Namen um und begann den Bau einer Festung, die nach der Schleifung durch die Kurpfalz bzw. den Truppen der protestantischen Union 1623 endgültig fertiggestellt wurde. Da der Bischof von Speyer mit Frankreich verbündet war, nahmen ihm die Kaiserlichen die Festung 1632 ab, verloren sie 1634 kurzzeitig an die Schweden, eroberten sie aber 1635 schon wieder zurück. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde Philippsburg den Franzosen zugesprochen, welche die Festung bereits 1644 belagert und besetzt hatten. Diese bauten die Festung großzügig aus, ersetzten die Erdwälle durch gemauerte Befestigungsanlagen und erweiterten sie durch eine Schanzenanlage bis auf die andere Seite des Rheins. Ihr Besitz spielte in den oberrheinischen Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts eine besondere Rolle, denn Frankreich nutzte die Festung auch als Ausfallpforte für seine Einfälle in Deutschland. Von 1676-1688 war die Festung wieder im Besitz des Deutschen Reiches, ehe Frankreich sie nochmals zurück eroberte. Im Frieden von Ryswijk wurde Philippsburg aber wiederum dem Reich zugesprochen. Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgte ein weiterer Ausbau zur Reichsfestung und Bastion gegen Frankreich. Im Jahr 1723 verlegten die Bischöfe von Speyer ihre Residenz nach Bruchsal, um sich vor der unmittelbaren Bedrohung durch die Franzosen zu schützen, die Philippsburg 1734 erneut belagerten und die Kapitulation erzwangen. Eine weitere französische Belagerung erfolgte 1799 und endete in einem vernichtenden Stadtbrand und der Schleifung der Befestigungsanlagen. Mit der Auflösung des Hochstifts Speyer fiel auch Philippsburg 1803 an Baden und war in der Folgezeit Sitz eines Bezirksamtes, was auch mit einem völligen Neuaufbau der Stadt verbunden war, der 1811 seinen Abschluss fand. Das Bezirksamt Philippsburg wurde 1864 aufgelöst, seine Orte größtenteils dem Bezirksamt Bruchsal zugeschlagen. Literatur: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Stuttgart 1983 Denkschrift zur 200-jährigen Erinnerung an die Zerstörung der Stadt Philippsburg, Horb am Neckar 1999 Heimatbuch der Stadt Philippsburg, Philippsburg 1976 Hieronymus Nopp, Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung Philippsburg, Speyer 1881 Karl Heinz Jutz und Josef M. Fieser, Philippsburg. Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung, Offenburg 1966
2. Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde im 19. Jahrhundert nach dem damaligen Pertinenzprinzip gebildet und nach dem Brauer'schen Rubrikensystem geordnet. Der Großteil besteht aus Akten der Zentralbehörden des Hochstifts Speyer (v.a. Geheimer Rat, Hofrat, Hofkammer, Regierung und Kirchenrat), welche die Stadt Philippsburg betreffen und nach dem Anfall der Stadt an Baden im 19. Jahrhundert ins Generallandesarchiv gelangt waren. Einige wenige Akten aus der Zeit des Alten Reiches stammen auch aus anderen Territorien (Kurpfalz, Baden-Baden, Baden-Durlach Hochstift Worms, Deutschordenskommende Mergentheim und Ritterkanton Kraichgau). Hinzu kamen weitere die Stadt betreffende Unterlagen aus den badischen Zentral-, Mittel und Unterbehörden. Mit der Einführung des Provenienzprinzips wurde dies gestoppt und der Bestand abgeschlossen. Die Gesamtlaufzeit der Akten erstreckt sich von 1309-1859, der Bestandsumfang beträgt 9,5 lfd. Regalmeter. Da Philippsburg im 17. Jahrhundert längere Zeit in französischem Besitz war, könnten auch in den Pariser Archives Nationales Unterlagen zu Philippsburg vorhanden sein. An dieser Stelle sei auch auf Bestand 172 Philippsburg, Amt verwiesen, in dem nach dem Pertinenzprinzip die Unterlagen über das Bezirksamt Philippsburg und dessen Vorgängerbehörden zusammen gestellt sind.
3. Bearbeiterbericht: Das vorliegende Findbuch entstand im Rahmen eines Projektes zur Umwandlung von Zettel- in Bandrepertorien. Die aus dem Jahr 1955 stammende handschriftliche Zettelkartei von Wilhelm Schweinfurth wurde von Frau Edeltraud Reibenspies in das Datenbankprogramm Midosa 95 eingegeben, von ihr und dem Unterzeichneten überarbeitet und teilweise mit Enthält-Vermerken ergänzt, Karten, Pläne und Skizzen durch Darin-Vermerke ausgeworfen. Außerdem erfolgte eine Bestimmung des Umfangs der einzelnen Akten und, wenn möglich, die Feststellung der Provenienzen. Die Recherchemöglichkeiten wurden mit Hilfe einer Konkordanz, einer Übersicht der Provenienzen sowie eines Orts-, Personen- und Sachregisters verbessert. Karlsruhe, im Mai 2002 Johannes Renz
4. Literatur: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Stuttgart 1983 Denkschrift zur 200-jährigen Erinnerung an die Zerstörung der Stadt Philippsburg, Horb am Neckar 1999 Heimatbuch der Stadt Philippsburg, Philippsburg 1976 Hieronymus Nopp, Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung Philippsburg, Speyer 1881 Karl Heinz Jutz und Josef M. Fieser, Philippsburg. Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung, Offenburg 1966
Abkürzungsverzeichnis:
Bestellsign. Bestellsignatur
Bf. Bischof
Bl. Blatt
Bst. Bistum
Dep. Département
Dst. Domstift
Fasz. Faszikel
Frh. Freiherr
frz. französisch
Fsm. Fürstentum
Fst. Fürst
Gf. Graf
Gft. Grafschaft
Hst. Hochstift
Hz. Herzog
Hzm. Herzogtum
KA Landkreis Karlsruhe
Kg. König
Kgr. Königreich
Kl. Kloster
Ks. Kaiser
Mgf. Markgraf
Mgft. Markgrafschaft
OG Ortenaukreis
RA Landkreis Rastatt
v. von
Seit 1371 residierten die Bischöfe von Speyer fast ununterbrochen in Udenheim. 1618 begann Bischof Philipp Christoph v. Sötern den Bau einer Festung, die trotz der Schleifung durch die Truppen der protestantischen Union 1623 fertiggestellt und in Philippsburg umbenannt wurde. Ihr Besitz spielte in den oberrheinischen Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts eine besondere Rolle. 1723 verlegten die Bischöfe ihre Residenz nach Bruchsal. Philippsburg fiel 1803 an Baden.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält vor allem Akten der speyerischen Zentralverwaltung (vgl. Bestand 172).
1. Geschichte von Stadt und Festung Philippsburg: Die Stadt Philippsburg trug bis 1623 den Namen Udenheim und wurde als solche erstmals in Urkunden aus den Jahren 784 (Hiutenheim) und 800 (Utenheim), erwähnt, die allerdings nur als Abschriften aus dem 12. Jahrhundert erhalten sind. Vermutlich durch eine Schenkung des fränkischen Grafen Gerold, eines Schwagers Karls d. Gr., erhielt das Kloster Lorsch in Udenheim umfangreichen Besitz. Burg- und Herrschaftsrechte kamen über die Kraichgaugrafen an die Grafen v. Eberstein-Zweibrücken. Im Jahre 1309 wurde der Ort von der Pfalz erobert und zum "offenen Haus" gemacht, worauf hin die Ebersteiner Udenheim an den Speyerer Bürger Heinrich v. Köln veräußerten, der es bereits im Jahre 1316 an Bischof Emicho von Speyer verkaufte. Udenheim wurde bald Sitz eines speyerischen Amtes und erhielt 1338 von Kaiser Ludwig dem Bayern das Landauer Stadtrecht. Ab dem Jahr 1371 war Udenheim fast ununterbrochen Residenz der Bischöfe von Speyer. Bischof Philipp Christoph v. Sötern benannte die Stadt 1623 nach seinem Namen um und begann den Bau einer Festung, die nach der Schleifung durch die Kurpfalz bzw. den Truppen der protestantischen Union 1623 endgültig fertiggestellt wurde. Da der Bischof von Speyer mit Frankreich verbündet war, nahmen ihm die Kaiserlichen die Festung 1632 ab, verloren sie 1634 kurzzeitig an die Schweden, eroberten sie aber 1635 schon wieder zurück. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde Philippsburg den Franzosen zugesprochen, welche die Festung bereits 1644 belagert und besetzt hatten. Diese bauten die Festung großzügig aus, ersetzten die Erdwälle durch gemauerte Befestigungsanlagen und erweiterten sie durch eine Schanzenanlage bis auf die andere Seite des Rheins. Ihr Besitz spielte in den oberrheinischen Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts eine besondere Rolle, denn Frankreich nutzte die Festung auch als Ausfallpforte für seine Einfälle in Deutschland. Von 1676-1688 war die Festung wieder im Besitz des Deutschen Reiches, ehe Frankreich sie nochmals zurück eroberte. Im Frieden von Ryswijk wurde Philippsburg aber wiederum dem Reich zugesprochen. Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgte ein weiterer Ausbau zur Reichsfestung und Bastion gegen Frankreich. Im Jahr 1723 verlegten die Bischöfe von Speyer ihre Residenz nach Bruchsal, um sich vor der unmittelbaren Bedrohung durch die Franzosen zu schützen, die Philippsburg 1734 erneut belagerten und die Kapitulation erzwangen. Eine weitere französische Belagerung erfolgte 1799 und endete in einem vernichtenden Stadtbrand und der Schleifung der Befestigungsanlagen. Mit der Auflösung des Hochstifts Speyer fiel auch Philippsburg 1803 an Baden und war in der Folgezeit Sitz eines Bezirksamtes, was auch mit einem völligen Neuaufbau der Stadt verbunden war, der 1811 seinen Abschluss fand. Das Bezirksamt Philippsburg wurde 1864 aufgelöst, seine Orte größtenteils dem Bezirksamt Bruchsal zugeschlagen. Literatur: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Stuttgart 1983 Denkschrift zur 200-jährigen Erinnerung an die Zerstörung der Stadt Philippsburg, Horb am Neckar 1999 Heimatbuch der Stadt Philippsburg, Philippsburg 1976 Hieronymus Nopp, Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung Philippsburg, Speyer 1881 Karl Heinz Jutz und Josef M. Fieser, Philippsburg. Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung, Offenburg 1966
2. Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde im 19. Jahrhundert nach dem damaligen Pertinenzprinzip gebildet und nach dem Brauer'schen Rubrikensystem geordnet. Der Großteil besteht aus Akten der Zentralbehörden des Hochstifts Speyer (v.a. Geheimer Rat, Hofrat, Hofkammer, Regierung und Kirchenrat), welche die Stadt Philippsburg betreffen und nach dem Anfall der Stadt an Baden im 19. Jahrhundert ins Generallandesarchiv gelangt waren. Einige wenige Akten aus der Zeit des Alten Reiches stammen auch aus anderen Territorien (Kurpfalz, Baden-Baden, Baden-Durlach Hochstift Worms, Deutschordenskommende Mergentheim und Ritterkanton Kraichgau). Hinzu kamen weitere die Stadt betreffende Unterlagen aus den badischen Zentral-, Mittel und Unterbehörden. Mit der Einführung des Provenienzprinzips wurde dies gestoppt und der Bestand abgeschlossen. Die Gesamtlaufzeit der Akten erstreckt sich von 1309-1859, der Bestandsumfang beträgt 9,5 lfd. Regalmeter. Da Philippsburg im 17. Jahrhundert längere Zeit in französischem Besitz war, könnten auch in den Pariser Archives Nationales Unterlagen zu Philippsburg vorhanden sein. An dieser Stelle sei auch auf Bestand 172 Philippsburg, Amt verwiesen, in dem nach dem Pertinenzprinzip die Unterlagen über das Bezirksamt Philippsburg und dessen Vorgängerbehörden zusammen gestellt sind.
3. Bearbeiterbericht: Das vorliegende Findbuch entstand im Rahmen eines Projektes zur Umwandlung von Zettel- in Bandrepertorien. Die aus dem Jahr 1955 stammende handschriftliche Zettelkartei von Wilhelm Schweinfurth wurde von Frau Edeltraud Reibenspies in das Datenbankprogramm Midosa 95 eingegeben, von ihr und dem Unterzeichneten überarbeitet und teilweise mit Enthält-Vermerken ergänzt, Karten, Pläne und Skizzen durch Darin-Vermerke ausgeworfen. Außerdem erfolgte eine Bestimmung des Umfangs der einzelnen Akten und, wenn möglich, die Feststellung der Provenienzen. Die Recherchemöglichkeiten wurden mit Hilfe einer Konkordanz, einer Übersicht der Provenienzen sowie eines Orts-, Personen- und Sachregisters verbessert. Karlsruhe, im Mai 2002 Johannes Renz
4. Literatur: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Stuttgart 1983 Denkschrift zur 200-jährigen Erinnerung an die Zerstörung der Stadt Philippsburg, Horb am Neckar 1999 Heimatbuch der Stadt Philippsburg, Philippsburg 1976 Hieronymus Nopp, Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung Philippsburg, Speyer 1881 Karl Heinz Jutz und Josef M. Fieser, Philippsburg. Geschichte der Stadt und ehemaligen Reichsfestung, Offenburg 1966
Abkürzungsverzeichnis:
Bestellsign. Bestellsignatur
Bf. Bischof
Bl. Blatt
Bst. Bistum
Dep. Département
Dst. Domstift
Fasz. Faszikel
Frh. Freiherr
frz. französisch
Fsm. Fürstentum
Fst. Fürst
Gf. Graf
Gft. Grafschaft
Hst. Hochstift
Hz. Herzog
Hzm. Herzogtum
KA Landkreis Karlsruhe
Kg. König
Kgr. Königreich
Kl. Kloster
Ks. Kaiser
Mgf. Markgraf
Mgft. Markgrafschaft
OG Ortenaukreis
RA Landkreis Rastatt
v. von
816 Akten (Nummernbereich 1-815)
Bestand
382
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ