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Görne, Friedrich Christoph von (Bestand)
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Tektonik >> NICHTSTAATLICHE PROVENIENZEN >> Firmen, Familien und Personen >> Personen >> Staats- bzw. Kommunal-Beamte und -Bediente >> Minister (-präsidenten) >> Generaldirektorium, Minister für Schlesien
Laufzeit: 1774 - 1783
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1734 - 1817
Bei dem vorliegenden Nachlass des preußischen Staats- und Kriegsministers beim Generaldirektorium, Friedrich Christoph von Görne (1734-1817), handelt es sich fast ausschließlich um die Überlieferung, die bei der Verwaltung seiner Güter entstanden ist.
Bisher war der Nachlass gemeinsam (als Teil II) mit dem Nachlass seines Großvaters, des Vizepräsidenten und dirigierenden Ministers im Generaldirektorium, Friedrich von Görne (1670-1745) archiviert und verzeichnet. Beide Nachlässe liegen nunmehr separat vor und wurden der Einfachheit halber nach laufenden Nummern umsigniert, so dass die Angabe "II" bei der Bestellung nicht mehr benötigt wird.
Das ursprüngliche Findbuch wurde von Carl Sattler im 19. Jahrhundert erstellt.
Mit Einführung der neuen Tektonik im GStA PK wurde der ehemals als I. Hauptabteilung
Rep. 92 geführte Nachlass Friedrich Christoph von Görnes im Jahr 2001 der neu gebildeten VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe angegliedert.
Laufzeit: 1774 - 1783 und ohne Jahr
Umfang: 0,40 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Friedrich Christoph von Görne, Nr. ....
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Friedrich Christoph von Görne, Nr. ....
Berlin, Februar 2013
Archivoberinspektorin Sylvia Rose
Lebensdaten
1734 geboren in Gollwitz/Mittelmark
Vater: Hans Christoph von Goerne (1697-1765), Präsident des Kammergerichts, Erbherr auf Kützkow, Tiekow, Lugowen
Mutter: Sophie Wilhelmine Eleonore, geb. v. Bassewitz (+1791)
Bruder: George Heinrich (1747-1798), Leutnant
Großvater: Hans Friedrich Christoph (1670-1745), Geh. Staatsminister, Erbherr auf Plaue, Gollwitz, Kützkow, Ernstburg, Pillkallen
seit 11.6.1749 Ritterakademie Brandenburg (Havel)
März 1753 Studium der Rechte an der Universität Frankfurt (Oder)
seit 12.7.1758 Auskultator bei der Kurmärkischen Kammer
27.9.1758 Referendar beim Berliner Kammergericht
Jan. 1760-Mai 1764 Rat bei der Breslauer Kriegs- und Domänenkammer
24.2.1761 sechswöchiger Arrest
Juni 1767 königl. Kammerherr, später Landesdirektor des Fürstentums Brieg
4.10.1768 schlesisches Inkolat (Aufnahme in den Ritterstand)
1768 Tod der Ehefrau Johanna Juliane (geb. Ketzler, verh. seit 12.8.1766) erbt von ihr die Güter Jacobine, Ober- und Nieder-Dremmling und Schimmeley
4.12.1774 Staats- und Kriegsminister beim Generaldirektorium
seit 2.4.1775 Chef der Seehandlung
1782 Konfiszierung des Besitzes, Verkauf der Güter und Verurteilung zu lebenslanger Festungshaft wegen Veruntreuung großer Summen
Mitte 1790 aus Haft entlassen
1798 Tod des Bruders George Heinrich, erbt verschuldetes Gut Gollwitz
16.10.1817 gestorben
Friedrich Christoph von Görne war Ritter des Johanniterordens.
Die Lebensdaten wurden der angegebenen Literatur entnommen.
Literatur
- L. Zedlitz-Neukirch, Neues Preussisches Adels-Lexicon, 2. Band: E - H, Leipzig 1836, S. 248
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, Reihe A, Gotha 1939
- St. Hartmann, Der preußische Geheime Etatsminister Friedrich Christoph v. Görne und die polnische Herrschaft Krotoszyn. In: Zeitschrift für Ostforschung, H. 35, 1986, S. 62-87
- H. M. Sieg, Staatsdienst, Staatsdenken und Dienstgesinnung in Brandenburg-Preußen im 18. Jahrhundert (1713-1806). Studien zum Verständnis des Absolutismus. Berlin, New York 2003, S. 36 u. ö. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Bd. 103)
- R. Straubel, Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740-1806/15, Teil 1: Biographien A - L, München 2009, S. 319-321 (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin; 85)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.