Sammlung Luftschutz in Bremen 1940-1945 (Bestand)
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9.S 9-62
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 8.-13. Sammlungen >> 8.2. Thematische Sammlungen >> 8.2.2. Sammlungen zu zeitgeschichtlichen Themen
1939-1995
Bestandsgeschichte: Die Sammlung enthält Unterlagen zum Thema Luftschutz und Luftabwehr in Bremen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Mit Beginn der Luftangriffe auf die Stadt wurde ab Mitte 1940 mit dem Bau von Luftschutzanlagen und Abwehrgeschützen begonnen, die der Zivilbevölkerung Schutz und Sicherheit geben sollten. Die einfachsten Maßnahmen bestanden zunächst aus dem Ausbau von Kelleräumen in den Wohnhäusern zu Luftschutzkellern und Sicherheitsräumen. Seit Herbst 1940 wurde im Rahmen eines Sofortprogramms mit der Errichtung von zahlreichen bombensicheren Luftschutzbunkern begonnen. Der erste Hochbunker befand sich in der Zwickauer Straße des Stadtteils Findorff. Der schwerste Luftangriff des gesamtes Krieges traf die Stadt in der Nacht vom 18. auf den 19. August 1944. 273 Kriegsflugzeuge warfen Bomben mit einem Gesamtgewicht von 1.120 Tonnen über den dichtbebauten Westen Bremens ab. Ca. 1.053 Menschen kamen dabei ums Leben und etwa 50.000 wurden obdachlos. Den letzten Luftangriff auf Bremen flogen die Alliierten am 22. April 1945, bei dem der Ortsteil Hastedt das Ziel war. Unter anderem wurden dabei über 100 Sprengbomben auf das Weserwehr abgeworfen. Insgesamt flogen die Alliierten 173 Luftangriffe auf Bremen und warfen dabei ca. 5.000 Tonnen an Sprengkörpern ab, wobei mehr als 4.000 Einwohner ihr Leben ließen. Neben der Innenstadt wurden knapp 65.000 Wohnungen zerstört, was zu diesem Zeitpunkt etwa 60% des gesamten Wohnraumes in Bremen darstellte. Besonders stark betroffen war der Bremer Westen mit den Stadtteilen Walle und Gröpelingen.
Bestandsgeschichte: Die Sammlung umfasst neben Karten von Bremen, einem Tagebuch zum Luftschutz in Bremen zwischen Februar und April 1945 und einer Dokumentation der Bremer Flakdivision im Einsatz des Zweiten Weltkrieges vor allem Fotos und Negative. Es wurde eine Tüte s/w Negative mit ca. 20 Mappen abgegeben. Dazu erhielt das Staatsarchiv eine Tüte mit ca. 300 s/w Abzügen sowohl von der Stadt Bremen als auch von Personen und Waffen, die z.T. beschriftet sind. Des Weiteren folgte eine Tüte mit ca. 30 s/w Bildern von Landkarten Bremens, die die Standorte von Flakstellungen markieren.
Der Bestand wurde dem Staatsarchiv am 22.02.2010 von Herrn Reinhold Thiel als Geschenk übergeben.
Die Bearbeitung des Bestandes erfolgte im Juni und Juli 2010 und erhielt dabei zwei Klassifikationsgruppen.
In der ersten Klassifikationsgruppe "Luftschutz in Bremen" befinden sich u.a. Karten und Grundrisse von Bremen, die die verschiedenen Flakstellungen im Zweiten Weltkrieg aufzeigen, Gefechtsgliederungen der Bremer Flakartillerie sowie Leitungsspinnen des Flakscheinwerferregiments 160.
Die zweite Aktengruppe "Fotos und Negative" umfasst ca. 350 Fotos und Negative mit Abbildungen von Landkarten von Bremen, Abzüge der Stadt nach Luftangriffen, Aufnahmen von Soldaten und Waffengeschützen und Momentaufnahmen der Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg.
Lars Fischer, 2010
Die Sammlung wurde 2017 ergänzt durch die Dokumentation der Bremer Luftschutzbunker, die Günther Rohdenburg für Unterrichtszwecke angelegt hatte.
Bestandsgeschichte: Die Sammlung umfasst neben Karten von Bremen, einem Tagebuch zum Luftschutz in Bremen zwischen Februar und April 1945 und einer Dokumentation der Bremer Flakdivision im Einsatz des Zweiten Weltkrieges vor allem Fotos und Negative. Es wurde eine Tüte s/w Negative mit ca. 20 Mappen abgegeben. Dazu erhielt das Staatsarchiv eine Tüte mit ca. 300 s/w Abzügen sowohl von der Stadt Bremen als auch von Personen und Waffen, die z.T. beschriftet sind. Des Weiteren folgte eine Tüte mit ca. 30 s/w Bildern von Landkarten Bremens, die die Standorte von Flakstellungen markieren.
Der Bestand wurde dem Staatsarchiv am 22.02.2010 von Herrn Reinhold Thiel als Geschenk übergeben.
Die Bearbeitung des Bestandes erfolgte im Juni und Juli 2010 und erhielt dabei zwei Klassifikationsgruppen.
In der ersten Klassifikationsgruppe "Luftschutz in Bremen" befinden sich u.a. Karten und Grundrisse von Bremen, die die verschiedenen Flakstellungen im Zweiten Weltkrieg aufzeigen, Gefechtsgliederungen der Bremer Flakartillerie sowie Leitungsspinnen des Flakscheinwerferregiments 160.
Die zweite Aktengruppe "Fotos und Negative" umfasst ca. 350 Fotos und Negative mit Abbildungen von Landkarten von Bremen, Abzüge der Stadt nach Luftangriffen, Aufnahmen von Soldaten und Waffengeschützen und Momentaufnahmen der Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg.
Lars Fischer, 2010
Die Sammlung wurde 2017 ergänzt durch die Dokumentation der Bremer Luftschutzbunker, die Günther Rohdenburg für Unterrichtszwecke angelegt hatte.
1 Karton
Bestand
Literatur: Fechtmann, Jörg: Luftschutz und Luftangriffe. Bremen 1939 bis Juni 1941, Bremen, Pädagog. Hochsch., Hausarb., 1968. Tielebier, Gerd: Luftangriffe und Luftschutz in Bremen 1941 - 1943, Bremen, Pädagog. Hochsch., Hausarb., 1969. Reinhold Thiel, Die bremische Flugabwehr im Zweiten Weltkrieg, Bremen 1995.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ