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Präbende für zwei arme katholische Studenten und zwei katholische arme Frauen
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Rathausarchiv >> Urkunden Mittelalter und Frühe Neuzeit
1587 März 21
Regest: Der Jüliche Geheime Rat und ehemalige Kanzler Wilhelm von Orsbeck zu Wenßberg und Vehen als Testamentsvollstrecker des Düsseldorfer Kanonikers Konrad Sprinck stiftet aus dem Nachlass desselben nach Abzug der Legate für seine Ehefrau Marie geb. von Metternich und Jungfer Margarethe von Manderscheidt unter Beistand von Dietrich Holthausen, der heiligen Schrift Lic. und Dechanten zu Düsseldorf, Christian Musaeus, und Johannes Altroppe, Kanoniker daselbst, Bernhard Kilemanns, Bürgermeisters, Ewald Bachmanns, Heinrich Wendels, Schöffen, nach dem Tod seines Mitexekutors Johann Sluinen, Burggrafen, folgends gewesenen Jülichen Landrentmeisters, aus der Restsumme von 1759 1/2 Taler 19 Albus und 5 Heller zu einer Präbende für zwei arme Studenten der katholischen Theologie 1409 1/2 Taler 19 Albus und 5 Heller, und zum Häuschen in der Lewengasse für zwei arme Frauen 350 Taler und trifft nähere Bestimmungen über die Ausführung der Stiftung. Nachdem Fräulein von Manderscheidt mit Tode abgegangen und Frau von Orsbeck zur Testamentsvollstreckerin ernannt hat, ist aus dem Überschuss ihrer Verlassenschaft nach Abzug der Legate ein Haus in der Lewengasse erbaut worden, wozu auch Kanoniker Sprunck jährlich 10 Gulden Erbrente, beim Kapitel zu Kaiserswerth, mit einem Kapital von 350 Talern kölnisch, anzulegen angeordnet hat. Diese Stiftungen sollen durch den Bürgermeister, zwei älteste Schöffen, mit Zuziehung des Dechanten beaufsichtigt werden. Zeugen: Johannes von Berck und Johannes Rompels, Bürger und Ratsverwandte zu Düsseldorf. Siegler: der Kanzler von Orsbeck.
Siegelkommentar: Wappen: Schragen, bewinkelt von 4 Rosen, Helm Pferdekopf. Mit Kupferstich-Signet und Unterschrift des Notars Crato Krafft von Lamerstorff, bei Fürstlich Jülicher Kanzlei zu Düsseldorf approbiert.
Notariell. Pergament. 1 Siegel beschädigt.
56 x 56 cm
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.