Nachlass Knemeyer, August (Bestand)
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NLA OS, Erw A 55
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Sammelbestände >> 3.1 Familien und Personen
1934-2011
Geschichte des Bestandsbildners: August Knemeyer wurde am 04.08.1928 als Sohn des Uhrmachermeisters und Optikers Johannes Knemeyer und der Putzmachermeisterin Hedwig Knemeyer, geb. Schwenne geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Laer und der Realschule in Dissen erfolgte 1943 der Einzug als Luftwaffenhelfer in Osnabrück-Haste. Nach seiner Entlassung als Luftwaffenhelfer wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Zu Kriegsende geriet er in englische Kriegsgefangenschaft aus der er am 15.11.1945 entlassen wurde. Seine Gesellenprüfung als Uhrmacher legte er nach absolvierter Lehre im Betrieb seines Vaters 1946 ab. Daran schloss sich eine Optikerlehre an, die er 1950 mit der Gesellenprüfung beendete. Auf seiner anschließenden Wanderschaft machte er Station in Frankfurt, im Ruhrgebiet, in München und in Berlin. 1952 erfolgte die Meisterprüfung als Uhrmacher. 1954 schloss er die Fachschule für Optik und Fototechnik in Berlin als staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister ab. Bevor er in das Geschäft seines Vaters einstieg, arbeitete er als Augenoptikermeister in Hattingen und München. 1960 übernahm er das 1884 von seinem Großvater gegründete Geschäft. Am 16.06.1967 heiratete er die Lehrerin Hedwig Lintker. Das Paar bekam in den folgenden Jahren drei Töchter.
Geschichte des Bestandsbildners: 1960 trat August Knemeyer in die CDU ein und wurde 1961 als Nachfolger seines 1960 verstorbenen Vaters zum Bürgermeister von Bad Laer gewählt. Bis 1997 hatte er dieses Amt inne und war gleichzeitig Vorsitzender der Bad Laer Touristik GmbH. In seine Amtszeiten fallen der Aufbau der gemeindllichen Wasser- und Abwasserversorgung und die Einrichtung der Badeanstalt 1963, der Zusammenschluss aller Umlandgemeinden zur Einheitsgemeinde Laer mit Glandorf im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform 1972 sowie die Trennung von der Gemeinde Glandorf 1981, die Anerkennung Laers als staatlich anerkanntes Soleheilbad und die Änderung des Ortsnamens in Bad Laer 1975, die Einweihung des Kur- und Appartmenthauses 1975, die Einrichtung der Blomberg-Klinik 1987, die Privatisierung der Wasserversorgung 1988, Planungen zur Ortsumgehung zur Beruhigung des Ortskerns 1988-1996 und die Mitarbeit in der Kurverwaltung Bad Laer GmbH von 1988-1996.
Geschichte des Bestandsbildners: Von 1964 - 2001 war August Knemeyer zudem CDU-Kreistagsabgeordneter des Altkreises und später des Großkreises Osnabrück und von 1968 - 1996 Vorsitzender CDU Kreistagsfraktion. Außerdem war er von 1964-2002 Mitglied im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Osnabrück, stellvertretendes Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Osnabrück, 2. Vorsitzender im Heilpädagogischen Verein Bad Rothenfelde e.V., wo er maßgeblich an der Ansiedlung eines Büros in Bad Laer beteilligt war. Zudem war er Gründungsvater und Vorstandsvorsitzender im Berufsbildungswerk Osnabrück Land und ermöglichte deren Anerkennung als staatlich anerkannte Ersatzschule durch das Niedersächsische Kultusministerium 1988. Schulen zur Altenpflege, Heilerziehung und Pflegeassisitenz wurden eingerichtet und nachhaltig fortgeführt. Von 1987-2001 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Alfsee GmbH in Rieste und seit dessen Gründung von 1974-2001 Vorsteher beim Wasserbeschaffungsverband Osnabrück Süd. Auch auf Landesebene war August Knemeyer politisch tätig. Vom 1974 -1990 war er im Wahlkreis Bissendorf gewähltes Mitglied des Niedersächsischen Landtages.
Geschichte des Bestandsbildners: August Knemeyer ist Träger des Verdienstkreuzes am Bande und des Verrdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der BRD sowie des Ehrenrings des Landkreises Osnabrück. 1998 wurde er zum Ehrenbürgermeister von Bad Laer ernannt.
Am 07.10.2011 verstarb August Knemeyer im Alter von 83 Jahren in Bad Laer.
Bestandsgeschichte: Der Nachlass wurde dem Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Osnabrück 2012 von der Familie als Schenkung übergeben.
Geschichte des Bestandsbildners: 1960 trat August Knemeyer in die CDU ein und wurde 1961 als Nachfolger seines 1960 verstorbenen Vaters zum Bürgermeister von Bad Laer gewählt. Bis 1997 hatte er dieses Amt inne und war gleichzeitig Vorsitzender der Bad Laer Touristik GmbH. In seine Amtszeiten fallen der Aufbau der gemeindllichen Wasser- und Abwasserversorgung und die Einrichtung der Badeanstalt 1963, der Zusammenschluss aller Umlandgemeinden zur Einheitsgemeinde Laer mit Glandorf im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform 1972 sowie die Trennung von der Gemeinde Glandorf 1981, die Anerkennung Laers als staatlich anerkanntes Soleheilbad und die Änderung des Ortsnamens in Bad Laer 1975, die Einweihung des Kur- und Appartmenthauses 1975, die Einrichtung der Blomberg-Klinik 1987, die Privatisierung der Wasserversorgung 1988, Planungen zur Ortsumgehung zur Beruhigung des Ortskerns 1988-1996 und die Mitarbeit in der Kurverwaltung Bad Laer GmbH von 1988-1996.
Geschichte des Bestandsbildners: Von 1964 - 2001 war August Knemeyer zudem CDU-Kreistagsabgeordneter des Altkreises und später des Großkreises Osnabrück und von 1968 - 1996 Vorsitzender CDU Kreistagsfraktion. Außerdem war er von 1964-2002 Mitglied im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Osnabrück, stellvertretendes Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Osnabrück, 2. Vorsitzender im Heilpädagogischen Verein Bad Rothenfelde e.V., wo er maßgeblich an der Ansiedlung eines Büros in Bad Laer beteilligt war. Zudem war er Gründungsvater und Vorstandsvorsitzender im Berufsbildungswerk Osnabrück Land und ermöglichte deren Anerkennung als staatlich anerkannte Ersatzschule durch das Niedersächsische Kultusministerium 1988. Schulen zur Altenpflege, Heilerziehung und Pflegeassisitenz wurden eingerichtet und nachhaltig fortgeführt. Von 1987-2001 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Alfsee GmbH in Rieste und seit dessen Gründung von 1974-2001 Vorsteher beim Wasserbeschaffungsverband Osnabrück Süd. Auch auf Landesebene war August Knemeyer politisch tätig. Vom 1974 -1990 war er im Wahlkreis Bissendorf gewähltes Mitglied des Niedersächsischen Landtages.
Geschichte des Bestandsbildners: August Knemeyer ist Träger des Verdienstkreuzes am Bande und des Verrdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der BRD sowie des Ehrenrings des Landkreises Osnabrück. 1998 wurde er zum Ehrenbürgermeister von Bad Laer ernannt.
Am 07.10.2011 verstarb August Knemeyer im Alter von 83 Jahren in Bad Laer.
Bestandsgeschichte: Der Nachlass wurde dem Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Osnabrück 2012 von der Familie als Schenkung übergeben.
Bestand
Literatur: Knemeyer, August, Mein Leben im Strom der Politik, Glandorf 2008. (Z 2008 0354) Zu Hause zwischen Hof und Stahl. 40 Jahre Landkreis Osnabrück, hrsg. von Arnold Beuke, in: Schriften zur Kulturgeschichte des Osnabrücker Landes, Osnabrück 2012 (BS IX 88)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ