Gesandtschaften: Gesandtschaft am Bundestag (Bestand)
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209/1
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Herzogtum Nassau >> Zentralverwaltung >> Gesandtschaften
1837-1866
Enthält: Die ca. 115 Akten umfassen alle Bereiche der Gesandtschaftstätigkeit und betreffen Militärwesen, Verfassungsangelegenheiten (Schleswig-Holstein, Hannover, Kurhessen, Graf Bentinck, Holstein-Lauenburg), Verhältnis zur katholischen Kirche, außenpolitische Angelegenheiten (Orient, Neuenburg, Österreich-französischer Krieg), Auskunftserteilungen und Anfragen, Polizeikorrespondenz, Ordens- und Hofsachen, Schuldenwesen.
Bestandsgeschichte: Aus den Registraturen der diplomatischen Vertretungen des Herzogtums Nassau ist nur Schriftgut der Gesandschaften beim Deutschen Bund (Abt. 209/1) und in Den Haag (Abt. 209/2) an das Staatsarchiv gelangt. Ersatzweise können Unterlagen des Staatsministeriums (Abt. 210) beigezogen werden.
Die Altsignaturen der Akten zeigen, dass die Abteilungen 209/1 und 209/2 zum Altbestand des Hauptstaatsarchivs Wiesbaden gehören (z.B. für Abt. 209/1 Nr. 89: 'R. 133. Wiesbaden. III. B. Nr. 13. g'). Die Akten wurden im Archiv zu Beginn des 20. Jahrhunderts verzeichnet und kartoniert. Später wurden die Titelaufnahmen des Repertoriums in eine handschriftliche Findkartei übertragen. Im Mai 2003 wurden 125 Akten der beiden Teilbestände in einem Umfang von 3 lfm von der Archivinspektoranwärterin Ute Dieckhoff neu verzeichnet und elektronisch in HADIS erfasst. Dabei wurde die alte Kartonage aufgrund ihrer starken Säurehaltigkeit durch neue Kartons ersetzt. In einigen Fällen wurden Umsignierungen vorgenommen.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Herzogtum Nassau unterhielt neben Gesandtschaften in Wien, Berlin, Paris und Den Haag sowie zeitweilig in München und Stockholm auch eine Gesandtschaft beim Deutschen Bund. Nassau hatte in der Bundesversammlung, die von 1815 bis 1866 im Thurn- und Taxis-Palais in Frankfurt tagte, die 13. Stimme inne. Im engeren Bundesrat hatte das Herzogtum eine gemeinsame Stimme mit Braunschweig-Lüneburg und in der Plenarversammlung zusammen mit Braunschweig und Mecklenburg-Strelitz zwei Stimmen. Der nassauische Gesandte am Bundestag war deswegen zugleich der Gesandte des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, was die in Bestand Abt. 209/1 vorhandenen Instruktionen durch die braunschweigische Regierung erklärt.
Aus den unterschiedlichen Handschriften und Tinten der Schriftstücke ist zu schließen, dass die Gesandten über wenigstens einen Mitarbeiter verfügten, der ihnen zumindest als Schreiber zur Hand ging. Eine weitergehende Organisation der Gesandtschaft als Behörde lässt sich aus den hier bearbeiteten Akten nicht erkennen.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Findbuch von Ute Dieckhoff (mit Abt. 209/2), 2003
Bearbeiter: Ute Dieckhoff, 2003
Bestandsgeschichte: Aus den Registraturen der diplomatischen Vertretungen des Herzogtums Nassau ist nur Schriftgut der Gesandschaften beim Deutschen Bund (Abt. 209/1) und in Den Haag (Abt. 209/2) an das Staatsarchiv gelangt. Ersatzweise können Unterlagen des Staatsministeriums (Abt. 210) beigezogen werden.
Die Altsignaturen der Akten zeigen, dass die Abteilungen 209/1 und 209/2 zum Altbestand des Hauptstaatsarchivs Wiesbaden gehören (z.B. für Abt. 209/1 Nr. 89: 'R. 133. Wiesbaden. III. B. Nr. 13. g'). Die Akten wurden im Archiv zu Beginn des 20. Jahrhunderts verzeichnet und kartoniert. Später wurden die Titelaufnahmen des Repertoriums in eine handschriftliche Findkartei übertragen. Im Mai 2003 wurden 125 Akten der beiden Teilbestände in einem Umfang von 3 lfm von der Archivinspektoranwärterin Ute Dieckhoff neu verzeichnet und elektronisch in HADIS erfasst. Dabei wurde die alte Kartonage aufgrund ihrer starken Säurehaltigkeit durch neue Kartons ersetzt. In einigen Fällen wurden Umsignierungen vorgenommen.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Herzogtum Nassau unterhielt neben Gesandtschaften in Wien, Berlin, Paris und Den Haag sowie zeitweilig in München und Stockholm auch eine Gesandtschaft beim Deutschen Bund. Nassau hatte in der Bundesversammlung, die von 1815 bis 1866 im Thurn- und Taxis-Palais in Frankfurt tagte, die 13. Stimme inne. Im engeren Bundesrat hatte das Herzogtum eine gemeinsame Stimme mit Braunschweig-Lüneburg und in der Plenarversammlung zusammen mit Braunschweig und Mecklenburg-Strelitz zwei Stimmen. Der nassauische Gesandte am Bundestag war deswegen zugleich der Gesandte des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, was die in Bestand Abt. 209/1 vorhandenen Instruktionen durch die braunschweigische Regierung erklärt.
Aus den unterschiedlichen Handschriften und Tinten der Schriftstücke ist zu schließen, dass die Gesandten über wenigstens einen Mitarbeiter verfügten, der ihnen zumindest als Schreiber zur Hand ging. Eine weitergehende Organisation der Gesandtschaft als Behörde lässt sich aus den hier bearbeiteten Akten nicht erkennen.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Findbuch von Ute Dieckhoff (mit Abt. 209/2), 2003
Bearbeiter: Ute Dieckhoff, 2003
2,6 m
Bestand
Literatur: Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13. Jahrhunderten. Wiesbaden 1992, 2. erw. Aufl., (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 39)
Literatur: Margarete A. Kramer: Die Politik des Staatsministers Emil August von Dungern im Herzogtum Nassau. Stuttgart 1991 (Veröffentlichungen des Instituts für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, 35), zugl. Diss. Univ. Mainz 1990
Literatur: Margarete A. Kramer: Die Politik des Staatsministers Emil August von Dungern im Herzogtum Nassau. Stuttgart 1991 (Veröffentlichungen des Instituts für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, 35), zugl. Diss. Univ. Mainz 1990
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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17.06.2025, 12:53 PM CEST