Nachlass Mittelberger, Hilmar Ritter von (Bestand)
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NL Mittelberger
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1905-1928, 1948
Vorwort: Der Nachlass des Hilmar Ritter von Mittelberger (geb. 19.12.1878, gest. 22.09.1953) wurde 2019 an das Bayerische Hauptstaatsarchiv, Abt. IV Kriegsarchiv, übergeben. Er umfasst neben Briefen an seine Ehefrau Emma Mittelberger (geb. Kapp) und anderen persönlichen Dokumenten, den drei Manuskripten zu seinen Memoiren „Wanderer in vier Welten. Erinnerungen des Generals der Infanterie d.D. Hilmar Ritter v. Mittelberger“ und der Abhandlung „Strategie im Lichte des 2. Weltkrieges“ auch 15 Orden und Ehrenabzeichen. Der Bestand besteht aus insgesamt 13 Archivalieneinheiten. Die drei Manuskripte „Wanderer in vier Welten“ wurden bereits im Jahr 1976 zur Verfügung gestellt und im Bestand Handschriftensammlungen verzeichnet. Mit der Erschließung des Nachlasses Mittelberger wurden diese drei Archivalieneinheiten den Handschriften entnommen und dem Nachlass zugeführt. Hilmar Mittelberger kam am 19.12.1878 als Sohn des Andreas Mittelberger, bayerischer Leutnant und Inspektor der Militär-Bildungsanstalten in München, und dessen Ehefrau Mathilde (geb. Schmid) zur Welt. Im Sommer 1897 trat er als Fahnenjunker in das 13. Infanterie-Regiment „Franz Joseph I., Kaiser von Österreich und Apostolischer König von Ungarn“ der Bayerischen Armee in Ingolstadt ein. Nachdem er die Kriegsakademie in München absolvierte, wurde er im Rang des Oberleutnants ab Oktober 1910 als Bezirksadjutant in Deggendorf und darauf in der Zentralstelle des Generalstabes in München eingesetzt. Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges erhielt Mittelberger im August 1914 die Beförderung zum Hauptmann und kämpfte zunächst als Ordonanzoffizier bei der 6. Infanterie-Division, dann als Generalstabsoffizier in der 8. Reserve-Division, dem II. bayerischen Armee-Korps und der 3. bayerischen Infanterie-Division. Am 23. April 1917 wurde ihm der Bayerische Militär-Max-Josef-Orden verliehen, womit auch der persönliche Adelsstand mit dem Titel des Ritters verbunden war. Nachdem Mittelberger im Sommer 1918 als Generalstabsoffizier zum bayerischen Generalkommando 63 in Rumänien stieß, musste er nach Kriegsende die Zeit bis Juli 1919 zunächst in rumänischer, dann in serbischer Internierung verbringen. Zurück in Deutschland wurde er als Referent im Reichswehrministerium eingesetzt, bevor er 1921 an die Infanterieschule kam. Nachdem Mittelberger ab Frühjahr 1923 als Oberleutnant Bataillonskommandeur im 21. Infanterie-Regiment in Bayreuth war, wurde er 1925 als 1. Generalstabsoffizier des Gruppenkommandos 2 nach Kassel versetzt. Ab 1927 leitete er die Heeresorganisationsabteilung des Reichswehrministeriums in Berlin und wurde im Oktober 1929 Inspekteur an der Inspektion der Waffenschulen. Am 01.02.1933 schied Mittelberger mit Rang des Generalleutnants aus dem Heeresdienst aus. Im Zeitraum von 1933 bis 1943 übte er jedoch die Stelle des Militärberaters und des Leiters des Verbindungsstabes in der Türkei aus. Am 22.09.1953 verstarb Hilmar von Mittelberger in Schliersee (Lkr. Miesbach). Personalakt: OP 45026 Porträtsammlung: PS III 16 / 9 12.03.2021 Alexandra Gras M.A.
Nachlass Mittelberger, Hilmar Ritter von
13
Bestand
Akten
ger
Der Nachlass kam 2019 durch Frau Lore Elbracht ins Kriegsarchiv.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:04 MESZ
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