Die Kläger erwirken die Ladung als Erben ihres Oheims bzw. Bruders Johann von Hochkirchen zur Bündelung der Auseinandersetzung mit dessen Gläubigern, nachdem diese sich bisher an den verschiedensten Gerichten gemeldet, aber häufig keine klaren Angaben gemacht hätten und offenbar willens seien, die Verfahren zur Erzielung höherer Zinsen in die Länge zu ziehen. Die Ladung an die unbenannten Gläubiger wurde an die Kirchentüre im Dorf Richterich (im Land Heyden; Kr. Aachen) und an die Rathaustüren von Aachen und Köln angeschlagen. Der Anschlag in Laurensberg (Kr. Aachen) unterblieb auf Anweisung von Dr. Behem. Buwinghausens Forderung resultierte aus 3 Erbrenten, die Frambach und Johann von Hochkirchen, Vater und Sohn, für insgesamt 1100 Goldgulden verkauft und wofür sie Haus Hochkirchen als Sicherheit gesetzt hatten. Der Streit um ihre Begleichung, der durch einen Erbstreit zwischen Johanns Witwe Katharina von Wiltberg (Wildburg) und den Klägern um die Frage, wer Inhaber welcher Güter sei, erschwert wurde, war seit spätestens 1580 an Aachener Gerichten anhängig. Nach dem Tod Behems (vor 1590) aufAntrag Buwinghausens Rufen gegen Frambach Bock und Kaspar von Cortenbach, die nicht (mehr) erschienen.
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Die Kläger erwirken die Ladung als Erben ihres Oheims bzw. Bruders Johann von Hochkirchen zur Bündelung der Auseinandersetzung mit dessen Gläubigern, nachdem diese sich bisher an den verschiedensten Gerichten gemeldet, aber häufig keine klaren Angaben gemacht hätten und offenbar willens seien, die Verfahren zur Erzielung höherer Zinsen in die Länge zu ziehen. Die Ladung an die unbenannten Gläubiger wurde an die Kirchentüre im Dorf Richterich (im Land Heyden; Kr. Aachen) und an die Rathaustüren von Aachen und Köln angeschlagen. Der Anschlag in Laurensberg (Kr. Aachen) unterblieb auf Anweisung von Dr. Behem. Buwinghausens Forderung resultierte aus 3 Erbrenten, die Frambach und Johann von Hochkirchen, Vater und Sohn, für insgesamt 1100 Goldgulden verkauft und wofür sie Haus Hochkirchen als Sicherheit gesetzt hatten. Der Streit um ihre Begleichung, der durch einen Erbstreit zwischen Johanns Witwe Katharina von Wiltberg (Wildburg) und den Klägern um die Frage, wer Inhaber welcher Güter sei, erschwert wurde, war seit spätestens 1580 an Aachener Gerichten anhängig. Nach dem Tod Behems (vor 1590) aufAntrag Buwinghausens Rufen gegen Frambach Bock und Kaspar von Cortenbach, die nicht (mehr) erschienen.
AA 0627, 763 - B 2056/6190
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1587-1596 (1523-1595)
Enthaeltvermerke: Kläger: Frambach Bock von Lichtenberg, Deutschordens-Komtur zu Bernsheim (Vorlage fälschl.: Bernsau; Belgien) und Koadjutor des Landkomturs der Ballei (Alten-)Biesen; seine Mutter, Anna von Hochkirchen, Witwe des Reinhard Bock, und beider Schwager bzw. Schwiegersohn Kaspar von Cortenbach wegen seiner Ehefrau Veronika Bock von Lichtenberg, alle als nächste Verwandte und Erben Johanns von Hochkirchen (Bruder Annas) Beklagter: Gläubiger des verstorbenen Johann von Hochkirchen, es erschien Lic. Hermann Buwinghausen (Buwinckhausen) von Wallmenrath (Wallmerodt, Walmeradt), Rat des Markgrafen von Baden und Hachberg, für sich und als Vormund seiner Kinder mit der verstorbenen Agnes Hoen von Cartils Prokuratoren (Kl.): Behem (1587) Prokuratoren (Bekl.): für Buwinckhausen: Dr. Sebastian Wolff [1589] 1589 - Kalt 1587 - Dr. Sebastian Wolff [1589] 1589 Prozeßart: Citationis per edictum Instanzen: RKG 1587-1596 (1523-1595) Beweismittel: Heiratsverschreibung (Auszug) zwischen Hermann von Buwinghausen und Agnes Hoen von Cartils, 1570 (53-54). Beschreibung: 2 cm, 63 Bl., lose; Q 1-13, 1 Beilage; Protokoll mit Wasserschaden.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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11.05.2026, 9:40 AM CEST
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- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.4. Reichsbehörden (Archival tectonics)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Archival tectonics)
- Reichskammergericht AA 0627 (Archival tectonics)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Archival holding)
- 2. Buchstabe B (Classification)