Cornelius, HHI.AUT.67.2.3
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Handschriftenabteilung I >> Archivalie – Korrespondenz
04.09.1824
Entwurf seines Kündigungsschreibens als Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie an den preußischen Kultusminister.
Cornelius teilt mit, dass er den Ruf erhalten habe, Direktor der Münchener Kunstakademie zu werden und aus Düsseldorfer und damit preußischen Diensten ausscheiden möchte:
"[...] Mein persönliches Verhältniß zu dem humanen und kunstliebenden Hof in Baiern, besonderst zum Kronprinzen ist eines der glücklichsten deren je Künstler zu ihren Fürsten sich erfreuten [...]. Dazu kömmt daß meine gute Frau zwar mit der größten Bereitwilligkeit mir folgt wo es Pflicht und Amt erfordert, aber heimlich von so einem zerstörenden Heimweh, und entschiedenen Wiederwillen für Düsseldorf verzehrt wird, hier sehe ich sie immer krank und so verliere ich Zeit Heiterkeit und Vermögen und wohl am Ende ein treues wackeres Weib und die überaus zärtliche Mutter zweyer lieben hoffnungsvollen Kinder [...]. Dieses alles fordert mich auf einer Stimme zu folgen die mir in jeder Hinsicht als eine Stimme Gottes erscheint, und ich bitte Eure Excellenz und nehme Ihre mir so oft erwiesene Großmuth und Huld in Anspruch, mir den ohnehin schweren Abschied von Preußen nicht ganz zu erschweren.
Um nun wieder auf meine Schule zurück zu kommen als diejenige Angelegenheit die mit der zärtlichsten Sorgfalt mein ganzes Herz erfüllt, so bitte ich gehorsamst folgenden Vorschlägen Ihre gnädige Aufmerksamkeit nicht zu versagen.
Fürs erste kömmt es darauf an nun einen Nachfolger in meinem Amte zu finden der im selben Geist sie fortzusetzen die gehörigen Erfordernisse hatt, [...]." Er empfiehlt Julius Schnorr von Carolsfeld. Das Amt übernahm jedoch 1826 Wilhelm Schadow.
Cornelius teilt mit, dass er den Ruf erhalten habe, Direktor der Münchener Kunstakademie zu werden und aus Düsseldorfer und damit preußischen Diensten ausscheiden möchte:
"[...] Mein persönliches Verhältniß zu dem humanen und kunstliebenden Hof in Baiern, besonderst zum Kronprinzen ist eines der glücklichsten deren je Künstler zu ihren Fürsten sich erfreuten [...]. Dazu kömmt daß meine gute Frau zwar mit der größten Bereitwilligkeit mir folgt wo es Pflicht und Amt erfordert, aber heimlich von so einem zerstörenden Heimweh, und entschiedenen Wiederwillen für Düsseldorf verzehrt wird, hier sehe ich sie immer krank und so verliere ich Zeit Heiterkeit und Vermögen und wohl am Ende ein treues wackeres Weib und die überaus zärtliche Mutter zweyer lieben hoffnungsvollen Kinder [...]. Dieses alles fordert mich auf einer Stimme zu folgen die mir in jeder Hinsicht als eine Stimme Gottes erscheint, und ich bitte Eure Excellenz und nehme Ihre mir so oft erwiesene Großmuth und Huld in Anspruch, mir den ohnehin schweren Abschied von Preußen nicht ganz zu erschweren.
Um nun wieder auf meine Schule zurück zu kommen als diejenige Angelegenheit die mit der zärtlichsten Sorgfalt mein ganzes Herz erfüllt, so bitte ich gehorsamst folgenden Vorschlägen Ihre gnädige Aufmerksamkeit nicht zu versagen.
Fürs erste kömmt es darauf an nun einen Nachfolger in meinem Amte zu finden der im selben Geist sie fortzusetzen die gehörigen Erfordernisse hatt, [...]." Er empfiehlt Julius Schnorr von Carolsfeld. Das Amt übernahm jedoch 1826 Wilhelm Schadow.
4
1 eigenhändiger Briefentwurf ohne Unterschrift, 1 Doppelblatt 4 beschriebene Seiten
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Düsseldorf - Absendeort
Berlin - Empfängerort
Düsseldorfer Malerschule - Schlagwort
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
11.11.2025, 11:59 AM CET
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