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Cornelius' Kündigung als Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie
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HHI.Handschriftenabteilung-I Handschriftenabteilung I
Handschriftenabteilung I >> Archivalie – Korrespondenz
04.09.1824
Entwurf seines Kündigungsschreibens als Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie an den preußischen Kultusminister.
Cornelius teilt mit, dass er den Ruf erhalten habe, Direktor der Münchener Kunstakademie zu werden und aus Düsseldorfer und damit preußischen Diensten ausscheiden möchte:
"[...] Mein persönliches Verhältniß zu dem humanen und kunstliebenden Hof in Baiern, besonderst zum Kronprinzen ist eines der glücklichsten deren je Künstler zu ihren Fürsten sich erfreuten [...]. Dazu kömmt daß meine gute Frau zwar mit der größten Bereitwilligkeit mir folgt wo es Pflicht und Amt erfordert, aber heimlich von so einem zerstörenden Heimweh, und entschiedenen Wiederwillen für Düsseldorf verzehrt wird, hier sehe ich sie immer krank und so verliere ich Zeit Heiterkeit und Vermögen und wohl am Ende ein treues wackeres Weib und die überaus zärtliche Mutter zweyer lieben hoffnungsvollen Kinder [...]. Dieses alles fordert mich auf einer Stimme zu folgen die mir in jeder Hinsicht als eine Stimme Gottes erscheint, und ich bitte Eure Excellenz und nehme Ihre mir so oft erwiesene Großmuth und Huld in Anspruch, mir den ohnehin schweren Abschied von Preußen nicht ganz zu erschweren.
Um nun wieder auf meine Schule zurück zu kommen als diejenige Angelegenheit die mit der zärtlichsten Sorgfalt mein ganzes Herz erfüllt, so bitte ich gehorsamst folgenden Vorschlägen Ihre gnädige Aufmerksamkeit nicht zu versagen.
Fürs erste kömmt es darauf an nun einen Nachfolger in meinem Amte zu finden der im selben Geist sie fortzusetzen die gehörigen Erfordernisse hatt, [...]." Er empfiehlt Julius Schnorr von Carolsfeld. Das Amt übernahm jedoch 1826 Wilhelm Schadow.
4
1 eigenhändiger Briefentwurf ohne Unterschrift, 1 Doppelblatt 4 beschriebene Seiten
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.