Generalstab der Luftwaffe / Luftwaffenführungsstab (Bestand)
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BArch RL 2-II
call number: RL 2-II
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Luftwaffe >> Spitzenbehörden
1931-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Aus dem am 1.4.1934 geschaffenen Führungsstab im Luftkommandoamt mit den Abteilungen Fremde Luftmächte und Nachrichtenverbindungswesen sowie dem Oberquartiermeister ging am 1.7.1937 der Luftwaffenführungstab hervor. Aus ihm schieden die Abteilungen Nachrichtenverbindungswesen und der Oberquartiermeister im Januar 1938 aus. Seit 1942 bildete das Kartenwesen eine eigene Abteilung im Luftwaffenführungsstab, dem im Oktober 1944 bei der Auflösung der Dienststelle Chef des Ausbildungswesens auch eine Ausbildungsabteilung eingegliedert wurde.
Bestandsbeschreibung: Die Abteilungen Führung, Oberquartiermeister, Nachrichtenverbindungswesen und Fremde Luftmächte des Luftkommandoamts wurden 1935 unter der Leitung des Chefs der Führungsabteilung zum Führungsstab der Luftwaffe zusammengefasst. Nach der Umgliederung des Generalstabs im Februar 1938 bestand der Führungsstab aus der 1. (Operations-) Abteilung, der 5. Abteilung (Fremde Luftmächte) und der Gruppe Kartenwesen (später 7. Abteilung). 1943 wurden ihm der Chef Wetterdienst, der Höhere Kommandeur für Truppengasschutz und Kommandeur für Gasschutzschulen der Luftwaffe und der Arbeitsstab Luftschutz unterstellt. 1944 kam hierzu die 3. (Ausbildungs-) Abteilung.
Im April 1945 wurde der Luftwaffenführungsstab infolge der der Trennung des Reichs in einen Nord- und Südteil entsprechenden Teilung des Wehrmachtführungsstabs in den Luftwaffenführungsstab Nord in Flensburg und den Luftwaffenführungsstab Süd in Thumersbach aufgeteilt.
Inhaltliche Charakterisierung: Umfangreiches Schriftgut ist von folgenden Abteilungen überliefert:
1. Abteilung: Kriegsspitzengliederung der Luftwaffe und Gliederung der höheren Kommandobehörden der Luftwaffe im Kriege, 1. August 1938; Studien, Ausarbeitungen und Befehle zur Luftkriegführung an allen Fronten und zur Reichsverteidigung, insbesondere zum Luftkrieg gegen England (mit Gefechtskalender zum Einsatz der fliegenden Verbände 1940-1941), gegen Frankreich, Polen, Mittelmeerraum und im Nordraum ("Weserübung"), 1939-1945; Taktische Aufzeichnungen und Ausarbeitungen, 1931-1945; Organisationsunterlagen, 1939-1945; Akten zur Personal- und Materialbewirtschaftung, 1938-1945.
3. Abteilung: Ausbildungsunterlagen, 1937-1945.
5. Abteilung: Kriegschronik, 1939-1943; Lagemeldungen (lückenhaft), 1939-1945; Nachrichten, Orientierungen, Auswertungen und Ausarbeitungen über fremde Luftmächte, 1936-1945; Dokumentation zum Einsatz der deutschen Jagdwaffe beim Unternehmen "Bodenplatte", 1945; Nachrichtendienstliche Berichte, 1944-1945; Unterlagen der Attachégruppe insbesondere der Luftattachés in Brüssel, London, Rom, Budapest, Belgrad und Madrid.
7. Abteilung: 2 Luftnavigationskarten; Luftbilder 1936-1945.
Chef Wetterdienst: Kriegstagebuch, 1942-1945
Hervorzuheben sind der Gefechtskalender über den Einsatz der fliegenden Verbände gegen England 1940/41, "Taktische Bemerkungen des OKL", "Taktische Einzelhinweise", "Erfahrungen von der Invasionsfront" 1944 sowie Erkenntnisse über die Luftwaffe vor allem der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion. Darüber hinaus liegen Unterlagen der Attachegruppe des Generalstabs, die 1939 gebildet wurde, vor.
Erschließungszustand: Findbuch ca. 1970, Findbuchergänzungen 1997, 1999 Word-Datei
Vorarchivische Ordnung: Das nur lückenhaft überlieferte Archivgut stammt aus Aktenrückführungen aus den USA und Großbritannien an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamts, von wo es 1968 an das Militärarchiv abgegeben wurde.
Umfang, Erläuterung: 1598 AE
Zitierweise: BArch RL 2-II/...
Bestandsbeschreibung: Die Abteilungen Führung, Oberquartiermeister, Nachrichtenverbindungswesen und Fremde Luftmächte des Luftkommandoamts wurden 1935 unter der Leitung des Chefs der Führungsabteilung zum Führungsstab der Luftwaffe zusammengefasst. Nach der Umgliederung des Generalstabs im Februar 1938 bestand der Führungsstab aus der 1. (Operations-) Abteilung, der 5. Abteilung (Fremde Luftmächte) und der Gruppe Kartenwesen (später 7. Abteilung). 1943 wurden ihm der Chef Wetterdienst, der Höhere Kommandeur für Truppengasschutz und Kommandeur für Gasschutzschulen der Luftwaffe und der Arbeitsstab Luftschutz unterstellt. 1944 kam hierzu die 3. (Ausbildungs-) Abteilung.
Im April 1945 wurde der Luftwaffenführungsstab infolge der der Trennung des Reichs in einen Nord- und Südteil entsprechenden Teilung des Wehrmachtführungsstabs in den Luftwaffenführungsstab Nord in Flensburg und den Luftwaffenführungsstab Süd in Thumersbach aufgeteilt.
Inhaltliche Charakterisierung: Umfangreiches Schriftgut ist von folgenden Abteilungen überliefert:
1. Abteilung: Kriegsspitzengliederung der Luftwaffe und Gliederung der höheren Kommandobehörden der Luftwaffe im Kriege, 1. August 1938; Studien, Ausarbeitungen und Befehle zur Luftkriegführung an allen Fronten und zur Reichsverteidigung, insbesondere zum Luftkrieg gegen England (mit Gefechtskalender zum Einsatz der fliegenden Verbände 1940-1941), gegen Frankreich, Polen, Mittelmeerraum und im Nordraum ("Weserübung"), 1939-1945; Taktische Aufzeichnungen und Ausarbeitungen, 1931-1945; Organisationsunterlagen, 1939-1945; Akten zur Personal- und Materialbewirtschaftung, 1938-1945.
3. Abteilung: Ausbildungsunterlagen, 1937-1945.
5. Abteilung: Kriegschronik, 1939-1943; Lagemeldungen (lückenhaft), 1939-1945; Nachrichten, Orientierungen, Auswertungen und Ausarbeitungen über fremde Luftmächte, 1936-1945; Dokumentation zum Einsatz der deutschen Jagdwaffe beim Unternehmen "Bodenplatte", 1945; Nachrichtendienstliche Berichte, 1944-1945; Unterlagen der Attachégruppe insbesondere der Luftattachés in Brüssel, London, Rom, Budapest, Belgrad und Madrid.
7. Abteilung: 2 Luftnavigationskarten; Luftbilder 1936-1945.
Chef Wetterdienst: Kriegstagebuch, 1942-1945
Hervorzuheben sind der Gefechtskalender über den Einsatz der fliegenden Verbände gegen England 1940/41, "Taktische Bemerkungen des OKL", "Taktische Einzelhinweise", "Erfahrungen von der Invasionsfront" 1944 sowie Erkenntnisse über die Luftwaffe vor allem der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion. Darüber hinaus liegen Unterlagen der Attachegruppe des Generalstabs, die 1939 gebildet wurde, vor.
Erschließungszustand: Findbuch ca. 1970, Findbuchergänzungen 1997, 1999 Word-Datei
Vorarchivische Ordnung: Das nur lückenhaft überlieferte Archivgut stammt aus Aktenrückführungen aus den USA und Großbritannien an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamts, von wo es 1968 an das Militärarchiv abgegeben wurde.
Umfang, Erläuterung: 1598 AE
Zitierweise: BArch RL 2-II/...
Generalstab der Luftwaffe / Luftwaffenführungsstab (Genst.d.L./LwFührungsstb), 1937-1945
4786 Aufbewahrungseinheiten; 44,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Berichte der Luftwaffenattachés in Rom, Paris, London, Tokio, Washington, Belgrad und Prag (27 Bde. mit Fotografien und Druckschriften1933-1940) sowie eine Liste der zwischen Februar und April 1945 gefallenen Offiziere und Soldaten sind im Zentrum für die Aufbewahrung historisch-dokumentarischer Sammlungen Moskau vorhanden
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RL 2-III Generalstab der Luftwaffe / Generalquartiermeister (Organisationsbefehle)
RL 4 Chef des Ausbildungswesens/Chef der Fliegerausbildung und Luftwaffeninspektionen/Waffengenerale
RL 28 Wetterdienste
ZA 3 Studiengruppe Luftwaffe der US-Historical Division
N 668 Nachlass Rudolf Holzhausen
N 749 Nachlass Dr. Karl Gundelach
MSg 2/3602 Militärgeschichtliche Sammlung (Prof. Trueb: In der 8. Abt. des Generalstabs der Luftwaffe in Karlsbad)
MFB 6/4925: enthält u.a.: Fernsprechverzeichnis RLM und Außenstellen, Stand: 15. Dez. 1940 (Mikrofilm)
Amtliche Druckschriften: RLD 13
3. Abteilung:
Bemerkungen des Oberbefehlshabers der Luftwaffe zu den Übungen 1935-1938
Ausbildungsrichtlinien, 1937-1939, 3 Hefte
Richtlinien für den Einsatz der Fliegertruppe, 1937-1939, 3 Hefte
Taktische Vorschriften und Merkblätter, 1944-1945
5. Abteilung:
Hoheitsabzeichen der Kriegsflugzeuge Deutschlands und fremder Staaten, 1941, 1 Heft
Nachrichtenblatt über fremde Luftmächte, 1937-1938, 5 Hefte
Frontnachrichtenblatt der Luftwaffe mit Sonderfolgen, 1939-1944
Frontadler, 1944, 2 Hefte
Einzelnachrichten und Orientierungshefte von Fremde Luftwaffen West, 1936-1944
Einzelnachrichten und Orientierungshefte von Fremde Luftwaffen Ost, 1936-1944
7. Abteilung:
Luftgeographische Einzelhefte und Beschreibungen, 1938-1944
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 13 u. 24
Boog, Horst: Die deutsche Luftwaffenführung 1935-1945. Stuttgart 1982
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Mehner, Kurt und Reinhard Teuber: Die deutsche Luftwaffe 1939-1945. Führung und Truppe, Norderstedt 1993 (Kriegsspitzengliederung und Stellenbesetzung)
Völker, Karl-Heinz: Die Deutsche Luftwaffe 1933-1939. Stuttgart 1967
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RL 2-III Generalstab der Luftwaffe / Generalquartiermeister (Organisationsbefehle)
RL 4 Chef des Ausbildungswesens/Chef der Fliegerausbildung und Luftwaffeninspektionen/Waffengenerale
RL 28 Wetterdienste
ZA 3 Studiengruppe Luftwaffe der US-Historical Division
N 668 Nachlass Rudolf Holzhausen
N 749 Nachlass Dr. Karl Gundelach
MSg 2/3602 Militärgeschichtliche Sammlung (Prof. Trueb: In der 8. Abt. des Generalstabs der Luftwaffe in Karlsbad)
MFB 6/4925: enthält u.a.: Fernsprechverzeichnis RLM und Außenstellen, Stand: 15. Dez. 1940 (Mikrofilm)
Amtliche Druckschriften: RLD 13
3. Abteilung:
Bemerkungen des Oberbefehlshabers der Luftwaffe zu den Übungen 1935-1938
Ausbildungsrichtlinien, 1937-1939, 3 Hefte
Richtlinien für den Einsatz der Fliegertruppe, 1937-1939, 3 Hefte
Taktische Vorschriften und Merkblätter, 1944-1945
5. Abteilung:
Hoheitsabzeichen der Kriegsflugzeuge Deutschlands und fremder Staaten, 1941, 1 Heft
Nachrichtenblatt über fremde Luftmächte, 1937-1938, 5 Hefte
Frontnachrichtenblatt der Luftwaffe mit Sonderfolgen, 1939-1944
Frontadler, 1944, 2 Hefte
Einzelnachrichten und Orientierungshefte von Fremde Luftwaffen West, 1936-1944
Einzelnachrichten und Orientierungshefte von Fremde Luftwaffen Ost, 1936-1944
7. Abteilung:
Luftgeographische Einzelhefte und Beschreibungen, 1938-1944
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 13 u. 24
Boog, Horst: Die deutsche Luftwaffenführung 1935-1945. Stuttgart 1982
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Mehner, Kurt und Reinhard Teuber: Die deutsche Luftwaffe 1939-1945. Führung und Truppe, Norderstedt 1993 (Kriegsspitzengliederung und Stellenbesetzung)
Völker, Karl-Heinz: Die Deutsche Luftwaffe 1933-1939. Stuttgart 1967
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ