Erbschaftsstreit um das Conenhaus/Kuhnhaus, das die Eheleute Jakob und Neeß von Conenhaus besessen und an ihre 5 Kinder - namentlich werden Gerhard, Adolph, Cäcilie, Sophie erwähnt - zu gleichen Teilen vererbt haben. Jakob von Conenhaus, Sohn des Gerhard, verklagte auch im Namen seiner Geschwister seinen Onkel Adolph wegen Vorenthaltung des 5. Erbteils vom Conenhaus, das auf 2000 Rtlr. geschätzt wird. Adolph streitet ab, daß sein etwa 1673 verstorbener Neffe und seine Nichten noch Eigentumsrechte am Haus samt Liegenschaften besäßen, denn er habe sie laut Ausweis verschiedener Quittungen und Rechnungen ausgezahlt. Er verweist ferner auf einen 1633 zwischen ihm und seinen 4 Geschwistern geschlossenen Erbvergleich. Die 3. Instanz sprach mit Urteil vom 16. April 1697 Adolph von Conenhaus von den Ansprüchen seiner Bruderkinder frei.
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Erbschaftsstreit um das Conenhaus/Kuhnhaus, das die Eheleute Jakob und Neeß von Conenhaus besessen und an ihre 5 Kinder - namentlich werden Gerhard, Adolph, Cäcilie, Sophie erwähnt - zu gleichen Teilen vererbt haben. Jakob von Conenhaus, Sohn des Gerhard, verklagte auch im Namen seiner Geschwister seinen Onkel Adolph wegen Vorenthaltung des 5. Erbteils vom Conenhaus, das auf 2000 Rtlr. geschätzt wird. Adolph streitet ab, daß sein etwa 1673 verstorbener Neffe und seine Nichten noch Eigentumsrechte am Haus samt Liegenschaften besäßen, denn er habe sie laut Ausweis verschiedener Quittungen und Rechnungen ausgezahlt. Er verweist ferner auf einen 1633 zwischen ihm und seinen 4 Geschwistern geschlossenen Erbvergleich. Die 3. Instanz sprach mit Urteil vom 16. April 1697 Adolph von Conenhaus von den Ansprüchen seiner Bruderkinder frei.
AA 0627, 1138 - C 747/1640
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1698 (1633 - 1698)
Enthaeltvermerke: Kläger: Erbengemeinschaft des Jakob von Conenhaus: seine Witwe Ursula Terboüen, seine Schwestern Elisabeth, verheiratet mit Mattheiß Koch, und Ursula, verheiratet mit Wilhelm Brinckmann im Holtz, sowie Hermann Brinck, (Kl.: Jakob von Conenhaus) Beklagter: Adolph von Conenhaus zu Conenhaus/Kuhnhaus im Amt Angermund (Kr. Düsseldorf-Mettmann), Onkel der Appellanten, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1698 - Subst.: Lic. H. Schriels Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Richter und Schöffen des Landgerichts Homberg 1662 - 1669 - 2. Richter und Schöffen des Hauptgerichts Kreuzberg im Amt Angermund 1669 - 1673 - 3. Jül.-berg. Hofgericht (Präsident, Direktor, Räte und Kommissare) zu Düsseldorf 1673 - 1697 - 4. RKG 1698 (1633 - 1698) Beweismittel: Schätzung des Gutes 1697 (Q 5). Quittungen des Jakob von Conenhaus von 1661 über den Empfang von Geldern von seinem Onkel Adolf (II 189f.). Vergleich von 1633 (II 208 - 212). Rechnung (II 220f.). Vertrag von 1639 (II 221 - 228). Rechnungeb von 1640 (II 229 - 234), von 1654 (II 242 - 250), von 1661 (II 250 - 252). Prozeßkostenberechnung (II 286 - 298). Beschreibung: 2 Bde.; Bd. I: 22 Bl., lose, Q 1 - 7, 8* fehlt, 2 Beilagen (u. a. „Rationes decidendi“); Bd. II: 5 cm, 305 Bl., gebunden (Priora).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:38 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)