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Anfrage des Amtsoberamts Stuttgart wegen der Rückkehr der ausgewanderten Johanna Rosina Haage, geb. Landenberger von Waldenbuch und ihrer 6 Kinder
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Darin: Qu. 1 Reisepaß für den Strumpfweber Johann Ludwig Haage von Waldenbuch, geb. in Endlingen, Oberamt Balingen, seiner Frau und 8 Kinder im Alter von 6-22 Jahren, ausgestellt Stuttgart, den 29.04.1820 zur Auswanderung am 20.05.1820 von Waldenbuch über Baden, Preußen, Holland nach Nordamerika, Druck mit handschriftlichen Eintragungen
Haage wanderte am 06.07.1820 von Waldenbuch aus, kam bis Antwerpen, wo er starb. Der Kolonnenführer dieser Auswanderungsgruppe, Ulmer, geb. in Möhringen, hat die Auswanderer betrogen und wurde per Steckbrief gesucht. Auf der Rückreise von Antwerpen starben die Töchter Rosina, 19 Jahre und Sibilla Catharina, 17 Jahre, in Frankfurt am Main. Am 12.10.1820 kam Frau Haage und ihre 6 Kinder vermögenslos in Waldenbuch an.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.