Mainz, 1593.04.22. (Richter Konrad Kennicken). Heinrich Kreftell und s.Fr. Anna, letztere halb bettlägerig, machen ihr Testament: Beide setzen einander als Haupterben ein. Er vermacht den hinterlassenen drei Kindern (Hans, Katharina und Margreth) seiner Schwester Margreth 10 fl., seinen Stiefbrüdern Hans und Asmus 5 fl.; der Anteil des Letztgenannten soll (aus genannten Gründen) bis auf 100 fl. erhöht werden. Sie vermacht der Kunigund, Tochter ihrer + Schwester, "ein schwarz burschett sockeney mitt einer schnur", ihrem Bruder Peter 5 fl., den drei Kindern (Kunigund, Katharina, Anna) ihrer + Schwester je 5 fl. Z.: Vital Ensinger, Herr Heinrich von Hattingen, Plesin Ott, Walther Hott, Dieter Remmel, Wehshausen, Anton Bail, Georg Gro.
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Mainz, 1593.04.22. (Richter Konrad Kennicken). Heinrich Kreftell und s.Fr. Anna, letztere halb bettlägerig, machen ihr Testament: Beide setzen einander als Haupterben ein. Er vermacht den hinterlassenen drei Kindern (Hans, Katharina und Margreth) seiner Schwester Margreth 10 fl., seinen Stiefbrüdern Hans und Asmus 5 fl.; der Anteil des Letztgenannten soll (aus genannten Gründen) bis auf 100 fl. erhöht werden. Sie vermacht der Kunigund, Tochter ihrer + Schwester, "ein schwarz burschett sockeney mitt einer schnur", ihrem Bruder Peter 5 fl., den drei Kindern (Kunigund, Katharina, Anna) ihrer + Schwester je 5 fl. Z.: Vital Ensinger, Herr Heinrich von Hattingen, Plesin Ott, Walther Hott, Dieter Remmel, Wehshausen, Anton Bail, Georg Gro.
U / 1593 April 22 (in 5 / 18)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
22.04.1593
Stadtgericht Mainz
In 5 / 18, fol. 108 r.
Urkunden
[Laut Zusatz mit dem Original-Testat am 14.4.1601 verlesen].
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ